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Jim Londos

Autor: Nefercheperur - gepostet am 28.09.2006




“He walked two miles in the sand, Backwards! I couldn't believe it. I've seen thousands of wrestlers and I never knew a man who had more pride, or was a better-conditioned athlete.”
Sid Marks ueber Jim Londos

Man nannte ihn “The Wrestling Plasterer“, “The Real King Pin” oder “The Man With The Million Dollar Body”, doch als “The Golden Greek” Jim Londos wurde er im Professional Wrestling Welt beruehmt. Londos gilt bei vielen Historikern als einer der groessten Money Draws in der Geschichte des Pro Wrestling, nur wenige Pro Wrestler nach ihm konnte mehr Zuschauer in die Hallen locken wie Jim Londos. Londos stand 45 Jahre aktiv im Ring von 1914 bis 1959! Er blieb ueber viele Jahre lang ohne eine einzige Niederlage und schlug einige grosse Wrestler wie Dick Shikat, Sandor Szabo, Rudy Dusek, Ray Steele, Joe Stecher, Gus Sonnenberg, Everett Marshall, Orville Brown, Ed Lewis, Ed Don George, Ference Holuban, Jim Browning, Joe Savoldi, Fred Grubmeier, Joe Malcewicz und viele viele mehr. Mit nur 5`8 und 200 Pounds galt Londos lange Zeit als zu leicht fuer das Pro Wrestling, ein “Problem“ das es heute wie damals gab. 16 Jahre nach seinem Debut als Professional Wrestler gewann Londos 1930 endlich den World Heavyweight Champion, dann jedoch wurde er zu einem der schillerndsten World Champions und einem der besten Box Office Attraktionen die das Pro Wrestling bisher kannte.

Christopher T Theophelus wurde am 2 Januar 1897 in Koutsopodi (einem Dorf nahe Argos), Griechenland geboren. Er wurde dabei in einer Grossfamilie hineingeboren, denn er hatte 12 aeltere Geschwister. Schon in Jungen jahren zeigte sich das Christopher ein guter Athlet ist, seine Mutter wollte jedoch das er Priester wird. Sein Vater, ein Amateur Wrestler wollte jedoch das er der Armee beitritt und Soldat wird. Sein Vater war es auch der ihm einige Trainingsstunden als Amateur Wrestler gab in Griechenland, jedoch wollte sein Vater nicht das er Wrestler wird. Jim meinte spaeter dazu:“He never wanted me to become a professional. He always thought it was wrong. But Dad came up to me afterward, smiled, and said, 'Son, all is forgiven.'” Christopher verliess das Elternhaus mit 12 Jahren und wurde zuerst Schaefer. 1912 imigrierte er jedoch nach America. Sein erstes Geld verdiente er sich damit das er Lebensmittel verkaufte, Theophelus arbeitete danach als Waterboy der Western Zuggesellschaft, und so kam er um 1913 nach San Francisco. Im dortigen YMCA nahm er dreimal in der Woche an dem Wrestling Training teil. 1914 nahm er mit 17 Jahren dann am YMCA Pacific Coast Amateur Wrestling Tournament teil, und gewann die Middleweight Division. Er verlor im Openweight Turnier zwar gegen Jack Larou, der wog jedoch 235 Pounds, waehrend Theophelus gerademal 165 Pounds zur damaligen Zeit wog. 1914 schloss sich dann Theophelus einem Zirkus an, wie es damals ueblich war, gehoerte zu jedem guten Carnival auch Wrestling Shows. Seine Taetigkeit im Zirkus wurde damals als “Catcher“ und “bottom Man“ bezeichnet, mit dem Circus tourte er fuer drei Jahre an der gesamten Westkueste der USA. Am 25 Februar 1914 gab er mit 17 Jahren in Oakland, California sein Pro Wrestling Debut indem er Tony Ajax besiegte, selber trat er als “The Wrestling Plasterer“ Chris Theopulus auf. Zu jener Zeit waren starke Griechen sehr beliebt in den Varietee`s und den Carnivals in den USA, vorallem weil die jungen Imigranten nicht viel kosteten, neben Londos gab es unter anderem auch noch George Tragos als legendaerer Catcher und Hooker in den Carnivals.

Dabei waren die Wrestling Matches in den Carnivals nicht zu vergleichen mit den Matches die ansonsten abgehalten wurden in Hallen oder Arenen. Damals wurde Geld damit gemacht das Zuschauer gegen die Catcher antretten koennen wenn sie den Mut haben, und die anderen Zuschauer dann auf das Match wetten mussten. Ein Catcher musste also gut sein, damit er nicht gegen einen Zuschauer verliert, aber er musste den Zuschauern auch Vorspielen das der Gegner immer eine Chance hat, sodass die Fans auf ihn wetten. Die Catcher oder Hooker wie sie sich selber nannten in den Carnivals tratten zuerst gegen einen ihrer Leute an. Dieses Match sollte nicht zuschnell zuende sein, denn es sollte die Zuschauer animieren gegen einen der Catcher anzutretten, und Geld auf den Zuschauer zuwetten. Sputnik Monroe selber ein Catcher in den Carnivals beschrieb diese Art zu wrestlen wie folgt:“ That’s the hardest kinda guy to wrestle – the guy doesn’t know how to wrestle, because if you wristlock him or something, he does the exact opposite of what you’ve trained yourself and learned to do in your career. So there’s a specialty in wrestling idiots. You always try and give him your head or your hand – you used “marks” for referees, so they won’t count the homeboy out – you always had to make them submit.” Ich denke das beschreibt ganz gut auf was fuer Gegner Theophelus und andere Hooker taeglich trafen

Um 1916 bekam er dann seinen Namen Jim Londos mit dem er spaeter beruehmt wurde. Dabei gibt es drei unterschiedliche Geschichten wie er zudem Namen kam, die erste Geschichte ist die das Chris Theophelos ein Fan von dem Weltberuehmten Autor Jack London war, und sich damals Jim Londos nannte. Die zweite Geschichte ist die das Theophelus bei einer Show in Oregon in einem dichten Nebel ein Match wrestlete. Der Sport Reporter Roscoe Fawcett der das Match sah, soll sich dabei an den dichten Nebel von London erinnert gefuehlt haben, und nannte ihn Londos. Die dritte Geschichte ist die das Theophelos so aussah wie Jack London, und er oft darauf angesprochen wurde, weshalb er sich dann so nannte. Alle drei Geschichten sind nicht bestaetigt, welche der drei Geschichten man glaubt, bleibt also jedem selbst ueberlassen.

Auch legte Theophelus seinen Grundstein als guter Wrestler in den Carnivals, er war nicht nur in Amateur Wrestling trainiert worden, sondern mochte auch das Japanische Jiu-Jitsu, mit dem er spaeter viel Einfluss hatte. Chris Theophelus tourte waehrend der gesamten World War I Zeit an der West Kueste, und er erlangte schon hier eine ziemlich grosse Bekanntheit. In vielen Biographien im Internet steht das Londos erst 1929 seinen Durchbruch hatte, aber dies kann man getrost als falsche Information abtun, denn bereits 1917 wurde Jim Londos als einer der Top 5 Pro Wrestler in Nord Amerika genannt. Am 29 June 1917 bestritt Londos in Sheridan, Wyoming ein Match gegen den damaligen Light Heavyweight Champion Clarence Eklund. Eklund trat gegen Londos nur in einem Handicap Match an, Londos musste dabei zwei Falls in 75 Minuten schaffen, Londos schaffte das nicht, und verlor das Match. Doch laut den Berichten damals war es eines der besten Matches zu jener Zeit, und viele Zuschauer sollen der Meinung gewessen sein das Londos mit 10 bis 15 Minuten mehr Zeit das Match gewonnen haette. Wie man den Berichten entnehmen kann, war es also ein sehr gut gebooktes Match, bei dem keiner der beiden Wrestler schlecht da stand.

1917 kam Londos dann auch nach Candon, Ohio, am 8 October des Jahres besiegte er zuerst Ed Shultz. Dann folgten jedoch schon die grossen Matches gegen Ed Lewis. Am 29 November 1917 domminierte Londos ueber 1 Stunde und 57 Minuten das Match gegen Lewis, bevor er Verletzungsbedingt das Match abbrechen musste. Das Match ist historisch sehr interessant, denn meiner Meinung nach belegt es das Ed Lewis zu jener Zeit als ein “Heel“ auftrat. In der Match beschreibung heisst es das Londos das Match unterbrach, waehrend Lewis ihn ansprang mit dem Flying Headlock. Der Referee wertete den ersten Fall fuer Lewis, und dieser ging weiter auf den Hals von Londos zu, der schlussendlich verletzt aufgeben musste. Das Match machte jedoch Jim Londos nur noch zu einem groesseren Star, obwohl er verlor. In den Zeitungen wurde geschrieben das Londos 80 Pounds weniger wog wie Ed Lewis. Natuerlich stimmte das nicht ganz, es waren etwa 50 Pounds (Londos: 190 Pounds - Ed Lewis 240 Pounds). Am 1 Januar 1918 gab es dann das Rematch, vor den meisten Zuschauern die jemals bei einer Show in Canton, Ohio anwessend waren. Nach 2 Stunden und 30 Minuten wurde das Match zu einem Draw erklaert, nachdem beide Wrestler einen Fall hatten. Auch dieses Match ist von historischer Bedeutung, denn in den Match berichten wird beschrieben wie Londos mit einer Japanese Arm Bar immer wieder auf Lewis ging, dies belegt also denn Jiu-Jitsu Einfluss von Londos in seinen Matches. Ausserdem machten die beiden Matches Jim Londos zu einem Star in den USA, und das will was heissen bei einem Gegner wie Ed Lewis. Lewis arbeitete nicht mit vielen Leuten zusammen, und nur diejenigen die gut genug waren, die lies Lewis gut aussehen. Auch wenn Lewis in dieser Beziehung keinen guten Ruf geniesst, aehnlich wie Hulk Hogan in unserer Zeit das er niemand “over“ bringen wuerde, so war es unter anderem Ed Lewis zuverdanken das Jim Londos 1918 der grosse Durchbruch gelang!

Candon war sowas wie die Heimatstadt von Londos zu jener Zeit, er war der lokale Held, und er besiegte etliche grosse Namen in Candon, wie etwa: Dr Ben F Roller, Paul Martinson, Ivan Linow, George Vasilli, Don War Eagle, Jess Westergaard, Renato Gardini, Alan Eustace & Yussiff Hussane. Am 17 April 1918 traf Londos auf Joe Malcewicz, er verlor das Match, doch viel schlimmer noch, er fand heraus das seine Mutter in Griechenland am selben Tag verstarb. Von den Promotern wurde das sogar in eine Art “Storyline“ verpackt, denn am 4 July 1918 nahm Londos Revanche an Joe Malcewicz fuer den “bittersten Tag seines Lebens“. 1918 und 1919 tourte Londos fast durch die gesamten USA, von Oregon, bis Georgia, von Texas bis New York. Im December 1919 kam dann die Trennung von Canton, Ohio und Jim Londos. Londos unterschrieb einen Vertrag bei einem der maechtigsten Promoter im Wrestling, Jack Curley. Curley “stahl“ das Demetral/Londos Match von den Canton Promotern, und brachte es nach New York City. Am 5 Januar 1920 fand das Match zwischen William Demetral und Jim Londos in New York City statt. Nach 1 Stunde 49 Minuten und 20 Sekunden gewann Londos das Match und den Greek National Title, in einem Match das als grossartig bezeichnet wurde von den anwessenden Reportern. Am 20 Februar 1920 kam es dann im Madison Square Garden zum Match zwischen Joe Stecher und Jim Londos um den Undisputed World Title im Wrestling. Londos verlor das Match nach 2:13:34 Stunden, doch er ging dennoch als Sieger hervor. Der MSG war damals die groesste Indoor Arena im Land, und sie war mit 11,000 Zuschauern beim Londos/Stecher Match restlos ausverkauft.

Von nun an wurde er in New York City oefters gebookt. Am 2 Maerz 1920 gab es ein Match zwischen Londos und Lewis, wieder gewann der Strangler das Match nach knapp ueber zwei Stunden, doch mit 11,000 Fans war das Match wieder ausverkauft. Das Londos auch ohne Lewis und Stecher im MSG drawen kann, bewiess er 13 Tage spaeter. Am 15 Maerz 1920 besiegte Jim Londos einen gewissen Salvatore Chevalier, und wieder waren 11,000 Fans anwessend. Am 29 Maerz 1920 kamen dann in New York City (aber nicht im MSG) 6,000 Fans zu einem Match zwischen Londos und John Olin. Aber auch ausserhalb von New York City war Jim Londos sehr beliebt, am 3 April 1920 wrestlete Londos in San Francisco gegen John Pesek, am 19 April traf er in Boston auf Joe Stecher, am 31 April gegen den Terrible Turk in San Francisco, am 19 September gab es in SF ein Match gegen Ad Santel und am 10 October gegen Wladek Zbyszko. Am 31 November gewann Jim Londos ein grosses Match gegen John Pesek in St Louis, dem folgte am 13 December ein Draw in San Francisco gegen Earl Caddock. Dies fuehrte am 13 April 1921 zu einem Match zwischen Londos und Lewis in Chicago, das ebenfalls ausverkauft war. Ein Jahr spaeter am 28 Maerz 1922 drawten die beiden in St Louis 8,000 Fans. All diese Matches fuehrten zu Sellouts, was beweisst das Jim Londos mit Ed Lewis und Joe Stecher damals einer der groessten Stars schon war, und man muss bedenken Lewis und Stecher waren World Champions, Londos nicht! Oft wird Londos als das erste Sex Symbol im Pro Wrestling bezeichnet, das stimmt aber nicht ganz. Richtig ist das Londos sehr gut aussah, und sehr viele Weibliche Fans zum Pro Wrestling brachte, allerdings war er lange nicht der erste. Schon Frank Gotch 20 Jahre vor Londos, war ein Frauenheld und brachte sehr viele weibliche Fans in die Hallen, aber selbst bei Gotch kann man davon ausgehen das er nicht der erste war. Wenn man die grossen Cards aus anfang der 20 Jahre sich anschaut, dann sieht man immer Jim Londos auf der Card. Dabei war Londos auch oft im Semi Main Event, weil viele Promoter glaubten das es nicht gut ist das ein Wrestler der zwischen 190 und 200 Pounds wiegt und gerademal 5`8 gross ist im Main Event steht. Das aenderte sich erst, als sie sahen wie Gus Sonnenberg 1929 bei den Fans ankam, und dann bekam auch Londos seinen Title, doch dazu spaeter mehr.

Zurueck ins Jahr 1923, in diesem Jahr hatte er vorallem Erfolg in Los Angeles, er besiegte unter anderem Constantine Romanoff, Bull Montana und Poggi Nozzerino. 1924 gab es gab es am 12 Maerz ein Draw zwischen Londos und Stecher in St Louis, und am 7 April 1925 gab es ein Sieg von Londos gegen Milo Steinbron. Interessant wird es dann wieder im Jahre 1926, weil Londos einen Run in Atlanta bekam. Er besiegte dort am 30 Maerz Stanislaus Zbyszko, einen Monat war es der Masked Marvel der Londos zum Opfer fiel, und am 19 May des Jahres 1926 kam es dann erneut zum grossen Match zwischen Londos und Stecher der damals immernoch Champion war. Londos verlor das Match, doch in LA kam es am 1 December zum Rematch das in einem Draw endete. Ausserdem schlug am 8 June 1926 Londos einen gewissen Peter Sauer, der spaeter als Ray Steele zum World Champion werden sollte. 1927 besiegte Londos dann Jim Browning (10 Maerz), drawte erneut mit Stecher (7 April) und John Pesek (20 July). 1928 dann ging Jim Londos auf “World Tour“, er trat in seiner Heimat Griechenland auf und in Sued Afrika. In Athen besiegte Londos, Karl Zbyszko. Die Zuschauerzahl wird mit 65,000 Fans angegeben, natuerlich ist das eine unbestaetigte Zahl. Man sollte das auf jedenfall mit Vorsicht geniessen, denn jedesmal wenn Londos auf Tour in Griechenland (und Europe) war, gab es dort Shows mit ueber 30,000 Fans bis hin zu 100,000 Fans, laut Jim Londos, es gibt jedoch keinen Beleg dafuer!

“Be right, and fear no man, alive or dead.”
Socrates, und Jim Londos Lebensmotto wie er selber sagte



Im Februar 1929 kehrte Londos zurueck nach Amerika, in St Louis gab es fuer ihn am 18 Februar ein Banquet bei dem 175 Gaeste anwessend waren, Londos bekam zudem eine Uhr als Willkommensgeschenkt. Drei Tage spaeter besiegte Londos in St Louis Toots Mondt, auch das Rematch am 26 April in Philadelphia konnte Londos fuer sich entscheiden. Im August 1929 wurde dann Gus Sonnenberg der World Heavyweight Title von der New York und Pennsylvania State Athletic Commission abgenommen, weil Sonnenberg sich weigerte den Title zu verteidigen. In Philadelphia wurde deshalb zwischen Jim Londos und dem ehemaligen Deutschen Boxer Dick Shikat ein Match um den Vakanten Title angesetzt. 25,000 Zuschauer kamen zudem Match, und Shikat gewann den vakanten Title, und war somit der erste Deutsche World Heavyweight Champion im Pro Wrestling. Jack Curley der damals in einer “kleinen“ Krise steckte was seine Geschaefte anbelangte, erkannte jedoch das Potential von Londos als Champion. Wie schon oben erwaehnt war Sonnenberg der erste leichtere Wrestler der World Heavyweight Champion wurde, er machte den Weg frei, denn nun machten die Promoter auch Jim Londos zum Champion. Am 6 June 1930 gab es das Rematch zwischen Londos und Shikat, und diesesmal gewann der “Real King Pin“ wie er zu jener Zeit genannt wurde den World Heavyweight Title. Londos wurde erneut in New York City zum Star, mit Ed White als sein Manager, und Jack Curley als Promoter. Londos brach einen Box Office Record im Madison Square Garden nachdem anderen. Der MSG in den 30er Jahren konnte damals schon an die 19,000 Fans halten, und Londos drawte das regelmaessig. Das groesste Match zu jener Zeit war das Match zwischen Jim Londos und Ray Steele am 30 June 1931. Das Match wurde ueber Wochen aufgebaut und beworben, am ende kamen 40,000 Fans ins Yankee Stadium um Jim Londos in 69 Minuten gegen Ray Steele gewinnen zusehen.

Den World Heavyweight Title verlor Londos aber zuvor am 10 December 1930 gegen Ed Don George in Los Angeles. Hierzu muss man sagen das das Pro Wrestling damals Chaotisch war, und es schwer ist die Titleabstammung nachzuvollziehen. Es gab locker ueber 50 World Title in den USA, und wenn man den Title in einer Stadt verlor, ging man in die naechste Stadt, und lies sich wieder als Champion feiern. Die Fans konnten das zu jener Zeit nicht nachpruefen, und so gab es unzaehlige Title die aber meist bedeutungslos waren. Hinzu kam das damals die New York State Athletic Commission auf die “phantastische“ Idee kam das Pro Wrestling Matches man als “Exhibition“ Matches ankuendigen musste, man somit also zugab das sie geworked waren. Das ganze hatte natuerlich Steuerliche Gruende, denn Promoter konnten Geld bezahlen, um ihre Matches als “Shooting Matches“ ankuendigen zulassen. Wer eben nicht bezahlte musste sie “Exhibition Matches“ nennen.

Doch zurueck zu Jim Londos, er verlor zwar in LA den Title an George, doch an der Ostkueste wurde er weiterhin als Champion gefuehrt. Anfang 1932 kam es dann zur Trennung von Jim Londos und New York City, als Mondt und Lewis das Territory wieder uebernahmen. Das New York Territory ging wieder unter nach den guten Jahren 1930 und 1931, Londos seinerseits ging zu Willie Johnson, und trat vorallem wieder in St Louis an. 1934 war er auf Tour wieder in Griechenland und besiegte Kola Kowriani im Olympia Stadion in Athen vor damals berichteten 100,000 Zuschauer. Natuerlich auch wieder das gleiche wie oben, die Zuschauerzahl sollte man mit Vorsicht geniessen. Nachdem Match soll Londos auch das Golden Cross of Phoenix von dem spaeteren Koenig Paul von Griechenland bekommen haben. Auch diese Geschichte ist jedoch sehr zu bezweifeln, denn King Paul lebte zu jener Zeit von 1923 bis 1935 im Exil in England. Demnach war er nicht in Griechenland 1934 und kann somit Londos auch nicht ausgezeichnet haben. Manche Quellen berichten auch davon das Londos 1970 mit dem Golden Cross ausgezeichnet wurde von King Paul, doch King Paul verstarb 1964, und kann somit Londs 1970 garnicht ausgezeichnet haben.

Zurueck in den USA besiegte Jim Londos zuerst Jim Browning im June, und wurde zum zweitenmal Heavyweight Champion (inoffiziell verlor er denn Title ja nie). Am 20 September 1934 konnte dann Jim Londos, Ed Lewis vor 35,000 Zuschauer im beruehmten Wrigley Field in Chicago besiegen. Den Heavyweight Title verlor Londos am 27 June 1935 gegen Danno O’Mahoney in Boston (grosser Skandal siehe weiter unten), jedoch gewann er den Maryland World Title am 6 June 1937 von Bronko Nagurski. Ende 1937 gewann Londos auch ein Tournament in Paris gegen Karl Nowina, jedoch ist das auch noch nicht bestaetigt. Im Jahre 1937 war jedoch das Hauptgespraechsthema das Buch “Fall Guys“, das auch schon in der Toots Mondt Biographie beschrieben wurde. Fall Guys wurde von einem gewissen Marcus Griffin heraus gegeben, doch in wirklichkeit steckten dahinter Toots Mondt und Jack Pfefer. Die beiden zogen unter anderem ueber Jimmy (Jim Londos) her, das er “Eigensinnig“ und “Arrogant“ sei. In wirklichkeit jedoch steckte dahinter etwas anderes. Londos war einer der wenigen Wrestler die nicht von den Promotern kontrolliert wurden, sondern seinen eigenen Manager hatte. Die Promoter konnten ihn also nicht bescheissen wie viele andere Wrestler, und so gab es oft streit zwischen den Promotern und Londos/White. Das fuehrte dazu das Londos das Territory oft verliess, und die Promoter nach ein paar Monaten ihn anbettelten er solle zurueckkommen, weil die Zuschauerzahlen sanken. Auch verlangte Londos $50,000 das er den Title an O`Mahoney abgibt, die Promoter waren natuerlich stocksauer hatten aber keine andere Wahl. Hinzu kam das Londos zu jener Zeit in Europe war, und er sich nicht waehren konnte. Also wurde von Mondt alles versucht um die Reputation von Jim Londos in “Fall Guys“ zu zerstoeren. Ironischerweisse war es dann 1939 Toots Mondt der Jim Londos zurueckbrachte nach New York City, und auch in den 50er Jahren arbeitete Mondt mit Londos in Chicago zusammen.

Doch 1937 war auch das Jahr als Jim Londos als Babyface in St Louis von Tom Pack gegen Lou Thesz ausgetauscht wurde. Londos war von den 20er Jahren bis 1937 der Volksheld in St Louis, doch er wurde mit etwas unsauberen Mitteln vom Thron gestossen. Am 15 December 1937 besiegte Jim Londos in St Louis Johannes Van Der Walt, was viele nicht wissen, es war das letzte Match von Londos in St Louis. Am naechsten Tag wurde Londos in den Zeitungen in zwei Teile zerrissen. Ihm wurde vorgeworfen das er nur 6,835 Fans in die Halle zog, Grund dafuer das nur so wenig kamen, sei das jeder gewusst haette das er nicht verliert. Dann wurde ihm seltsamerweise vorgeworfen das er 2 Stunden brauchte um Der Walt in Europa zu besiegen, in St Louis haette er es in 45 Minuten geschafft. Es ist nicht bewiessen, aber ich denke das Tom Pack selbst seinen Wrestler Jim Londos in St Louis rausjagen wollte, umd den neuen Koenig von St Louis auf den Thron zusetzen, naemlich Lou Thesz. Denn zwei Wochen spaeter gewann Lou Thesz gegen Everett Marshall den MWA Heavyweight Title. Interessant ist auch das George Tragos und Landsmann von Jim Londos sich verstritten zu jener Zeit (bzw Tragos immer schon etwas neidisch auf den Erfolg von Londos war), und Tragos war der Mentor von Lou Thesz. Londos schlug sich auf die Seite von Sam Muchnick und versuchte ihn zu ueberreden das er seine eigene Promotion gruendet und sich von Pack, Tragos und Thesz trennt, diesen Rat befolgte auch Muchnick dann auch. Lou Thesz selbst war nicht gut auf Jim Londos zusprechen, Londos kam in “Hooker“ der Biographie von Thesz nicht gut weg, man muss bedenken Hooker wurde ueber 50 Jahre nachdem Zwischenfall mit Londos/Muchnick vs Pack/Thesz geschrieben, was denke ich aufzeigt das Thesz es niemals Londos verzieh das er Muchnick mitnahm. Auch hat sicherlich George Tragos einfluss auf Thesz Meinung ueber Londos gehabt, Thesz selbst sagte in Hooker das Tragos ihm 1935 sagte das er von Londos wegbleiben soll, weil dieser junge Wrestler verletzen wuerde (was sehr zu bezweifeln ist, da kein einziger derartiger Bericht vorliegt).

Nachdem Jim Londos aus St Louis vertrieben wurde, ging er wieder verstaerckt an die Ost Kueste und Canada. 1940 besiegte er im Januar Bibbey McCoy in Boston, Jim Casey in Philadelphia, Rudy Dusek in Montreal und Tommy O`Toole in Baltimore. Am 25 Januar kam es dann in Canton, Ohio dem Ort wo Londos anfing zu einem interessanten Match das Jim Londos gegen Frank Sexton gewann. Das Rematch gab es einen Monat spaeter in St Petersburg, Florida und wieder konnte Londos gegen Sexton gewinnen. Mitte May 1940 soll Londos dann gegen Karl Zbyszko in Paris, France angetretten sein, und wurde International Heavyweight Champion. Aber auch hier gibt es grosse Zweifel, denn Londos trat am 12 May 1940 in Boston an, und am 22 May in Los Angeles. Das heisst er haette 10 Tage Zeit gehabt, um nach Paris zukommen, und dann nach LA. Zu diesem Zeitpunkt gab es keine Transatlantikfluege zwischen Frankreich und den USA, die wurden erst nachdem World War II eingefuehrt. Damals musste man mit dem Schiff die 5 Tage auf dem Ozean verbringen, es ist daher auesserst unwahrscheinlich das Londos in Paris war zu jener Zeit. Am 11 June 1941 gab es dann in Los Angeles vor 9000 Fans im Olympic Auditorium ein Match zwischen Ray Steele und Jim Londos. Londos gewann den ersten Fall nach 22 Minuten mit einem Headlock, nach 20 weiteren Minuten schaffte Ray Steele sienen Fall mit dem Step over Toe Hold. Den letzten Fall gewann jedoch Londos nach 50 Minuten mit einem Slam. Am 18 June gab es an gleicher Stelle das Rematch das in einem Draw endete nach ueber zwei Stunden.

1942 trat Londos dann ueberwiegend in der Turner Arena in Washington, DC auf. Er besiegte dort Johnny Long, Gino Garibaldi und Morris Shapiro. 1943 war das einzig interessante Match von Londos ein einstunden Draw zwischen ihm und Frank Sexton in Los Angeles. Mitte der 40er Jahre wurde dann Jim Londos Promoter in Phoenix, Arizona, und trat auch dort weiterhin an. Viele Berichten das Londos 1946 zuruecktrat, was jedoch nicht stimmt, Londos trat nur noch selltener auf ab 1946. So teamte Jim Londos zum erstenmal mit einem Partner zusammen, naemlich Dory Funk Sr. Am 19 Februar 1946 besiegten die beiden Rudy Kay und Pete Bartu in Milwaukee. Im November 1946 ging Londos zum erstenmal auf Tour nach Australien, dort konnte er im Sydney Stadium am 17 November Seelie Samara besiegen. Am 18 November gab die Associated Press in Sydney folgenden Zeitungsartikel heraus:“Jim Londos, 211 pound former mat champion, defeated Seelie Samara, 236 pounds, in a scheduled ten – round wrestling bout at Sydney Stadium, billed as being for the World's Championship. Londos was awarded the verdict at the start of the sixth round when Samara indicited he was unable to continue. Samara had to be carried to his corner in the fifth. Londos secured the only fall - a Boston Crab. 1947 verlor Londos sein erstes Match nach etlichen Jahren in Denver, Colorado, er musste sich dem noch relativ jungen Buddy Rogers geschlagen geben. Am 7 November 1949 besiegte Jim Londos in Phoenix, Arizona Gorgeous George. Am 3 Februar 1950 gab es dann das groesste Match des Jahres als Jim Londos Primo Carnera im Wrigley Field in Chicago zu einem Draw wrestlete. Die Ticketeinahmen betrugen $154,000 was damals Platz 1 bedeutete im Jahre 1950. Sein letztes Match bestritt Jim Londos dann am 17 Januar 1959 im alter von 62 Jahren im Melbourne Stadium in Australien. Vor 14,000 Fans besiegte er Tiny Mills.

Privat heiratete Londos mitte der 40er Jahre Avra C Rochwite (1912-1998), die beiden hatten spaeter drei Toechter (Diana, Demetra, und Christina). Die beiden zogen 1950 nach Escondido, California, noerdlich von San Diego. Dort verbrachte Jim Londos die letzten 25 Jahre seines Lebens, er kafute sich dort eine Citrus und Avocado Farm. Ausserdem gehoerte Londos eine Ranch in Arizona und eine Arena in Phoenix. Auch als Londos 1946 Fulltime zurueckgetretten war, war er immernoch in Top Form und trainierte jeden Tag. Er wog in den 50er Jahren nur 5 Pounds mehr wie 1927, dazu meinte Londos das sein Vater ihm das gelehrt hat:“You must stay in condition. I learned that lesson from my father, and I haven't forgotten it.”. Und auch seine sporadischen Auftritte im Ring bis 1959 machte Londos auch um Fit zubleiben:”Just so I can keep in shape and get around to see what the other boys are doing,” meinte Londos auf die Frage warum er denn weiter antrette. 1967 wurde Londos in die Breitbart Hall of Fame aufgenommen, weil er viel Geld immer spendete fuer die Waisenkinder des ersten Weltkriegs in Cyprus. 1970 wurde er deshalb von US President Richard Nixon ausgezeichnet. Am 19 August 1975 verstarb dann Jim Londos im alter von 78 Jahren an einem Herzinfakt im Palomar Memorial Hospital in Escondido, Caliornia.

“The Golden Greek“ Jim Londos war ohne zweifel einer der groessten Stars die das Pro Wrestling je hatte, vorallem wenn man bedenkt das er der Top Star in der grossen Depression war. Londos gehoert fuer mich mit Bill Longson auch zu den unterschaetztesten Wrestlern die es je gab. Natuerlich sind einige Zuschauerzahlen von Londos in Griechenland geschoent wurden von Londos selbst, aber den Hauptgrund dafuer sehe ich darin das Londos in zwei der wichtigsten und meist gelesenen Buechern ueber die Wrestling Geschichte schlecht gemacht wurde, naemlich Fall Guys von Toots Mondt, und Hooker von Lou Thesz. Lange Zeit wurde das geglaubt was in diesen Buechern ueber Londos geschrieben wurde, doch alle Artikel aus jener Zeit belegen eigentlich das genaue Gegenteil vondem was in den beiden Buechern steht. Zum Beispiel wurde in Fall Guys behauptet Jim Londos wuerde nur gut aussehen, sei jedoch kein richtiger/guter Wrestler gewessen. Dies kann jedoch nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Viele damalige Wrestler oder Report bezeichneten ihn damals als einen der besten seiner Zeit. Cleveland Promoter Jack Ganson meinte ueber Londos:”Londos was just as good as Joe Stecher, Earl Caddock and John Pesek.” Jim McMillen meinte:”In my opinion, Londos had more wrestling ability than Ray Steele, Dick Shikat or Pesek. I rate him even with Strangler Lewis had they met when both were in their prime. And Londos as also a great showman.” Abe Coleman: “Londos was tops as a wrestler. I rate him even up with Lewis.” Joe Stecher meinte ueber seinen Gegner:“Lewis was the toughest man I ever wrestled. Pesek was the craftiest. But Jim Londos was the best wrestler I ever met.” Kola Kwariani fuegte an:”Londos was a better wrestler than Lewis, Pesek or all or any. He was the best, period.” Und der Meister Ed Lewis 1932 selbst meinte:”If we go over to the gym right now, Londos can beat me…..But if I wait a week and let him worry about it, I can whip him.” All diese Aussagen zeigen das Jim Londos als Wrestler nicht nur respektiert wurde, sondern auch als einer der besten damals angesehen wurde! Hinzu kommt noch das Londos nur 5`8 gross und hoechstens 200 Pounds schwer war, das war das absolut unterste Limit eines Heavyweights. Londos trat oft gegen Wrestler an die ihn mindestens um 40 Pounds ueberlegen waren, oft auch mehr. Londos war jedoch ein vorzeige Athlet, um dieses Defizit auszugleichen. Er vermied Alkohol und Zigaretten, achtete darauf was er ass, und trainierte jeden Tag mindestens zwei Stunden.

Hinzu kam das Jim Londos eine der groessten Draws aller Zeiten ist, was das Box Office angeht, kann bis heute nur Hulk Hogan in der Liga von Londos mitspielen. Londos drawte in unzaehligen Staedten ueber 10,000 Fans, wie Philadelphia, New York City, St Louis, Washington DC, Toronto, Montreal, Vancouver, Memphis, Sydney, Detroit, Athen, Los Angeles, Johannesburg (Sued Africa), Chicago, Boston, Cleveland, Charlotte und einige andere. Dies zeigt also das Londos in den ganzen USA und Canada sowie International Menschenmassen zog. Auch die Gegner mit denen er diese Zuschauerzahlen erreichte, varrieren enorm von Dick Shikat, Ference Holuban, Tiny Roebuck, Kola Kwariani, Hans Kampfer, Sandor Szabo, Rudy Dusek, George Zaharis, George Calza und unzaehlige mehr. Man sieht oft war es Londos also alleine und nicht mit einem Star der die Fans zog. Jim Londos war zu einer Zeit ein Star, als die Griechischen Einwanderer in den USA nach einem Star suchten. Damals von 1850 bis 1920 kamen viele Irren, Ukrainer, Russen, Koreaner, und Griechen in die USA, und jede dieser Ethnischen Gruppen suchten nach einem Star zudem man aufblicken konnte, man suchte eine Verbindung zur neuen Heimat. Fuer die Griechen, wurde eben Jim Londos ihr Held von ca 1916 bis 1940, aehnlich wie es Bruno Sammartino in den 60er Jahren mit den Italienern wurde in New York City als Beispiel.

“When I was young, I never had much money. Never enough so that I could go on to school, and I would do that if I could. I like philosophy. I would study that. It is a wonderful thing to be able to express yourself precisely and to the point.”
Jim Londos, 1967 auf die Frage was er geaendert haette in seinem Leben



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