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Fred Beell

Autor: Nefercheperur - gepostet am 10.01.2008




Fred Beell wurde am 17 Januar 1876 in West Prussia (West Preussen), Deutschland geboren. Seine Eltern waren William und Katherine (Witt) Beell, die 1879 in die USA auswanderten, und nach Baltimore kamen, von dort ging es direkt weiter nach Marshfield, Wisconsin. Fred hatte noch drei Geschwister mit dem Namen Augusta, Herman, Charles und George. Fred war bis zum 14 Lebensjahr in der Immanuel Lutheran Schule, und arbeitete dann in der Moebelfabrik in Upham, Wisconsin. Dann kam ein alter Professional Wrestler in die Gegend, sein Name war Louis Cannon. Er fuehre unter anderem Gewichtheben an Hanteln vor. Cannon traf Beell der ebenfalls von den Hanteln begeistert war, und einer seiner Tricks war es sogar eine 104 Pounds schwere Hantel mit einem Arm zu drehen. Cannon brachte Beell zum Pro Wrestling und trainierte ihn. Am 10 May 1895 gab Fred Beell sein Pro Wrestling Debut, und verlor in Marshfield gegen seinen Mentor Louis Cannon. Auch das Rematch in Wausau, Wisconsin gewann Cannon. Beell trat dann erst wieder im May 1896 in einem Ring an. Otis Patterson von Unity, Wisconsin besiegte in Marshfield WM Clark, und forderte nachdem Match jeden Mann aus der Stadt auf gegen ihn anzutretten, wer ihn besiegt wuerde $30 bekommen. Beell`s Freunde ueberredeten dann ihn gegen Otis anzutretten. Das Match fand am 30 May 1896 statt, und Beell besiegte zur grossen Ueberraschung der Einwohner den angeblich ungeschlagen Otis. Das sollte ein Trend werden in der Karriere von Fred Beell, das er groessere Maenner schlaegt. Beell wog 163 Pounds, wobei Otis hier zum Beispiel 20 Pounds mehr wog. Den ersten Fall dauerte genau 1 Stunde und 41 Minuten. Waehrend der Pause gab Otis den zweiten Fall freiwillig ab, angeblich aufgrund einer Beinverletzung. Eine Zuschauer damals berichteten das sie dachten das der wirkliche Grund war, das Otis wusste das er nicht Beell zu Boden bringen kann, und aufgab. Beell bekam jedenfalls das Preisgeld von $30. Im December 1896 forderte Otis Patterson dann Fred Beell zu einem Rematch heraus. Das Match fand am 31 Januar 1897 in Marshfield, Wisconsin statt, das Ergebniss war jedoch gleich, Beell gewann.

Fuer Fred Beell`s sechstes Match kam der legendaere “Strangler“ Evan Lewis nach Marshfield. Lewis war von Ridgeway, Wisconsin, und war damals einer der groessten Stars des 19 Jahrhunderts. 1897 war Lewis jedoch schon im Semi Retirement, und lebte auf seiner Farm in Iowa County. Das Match zwischen Lewis und Beell fand am 19 Februar 1897 statt. Jack Carkeek war der Referee. Innerhalb von 20 Minuten schaffte es Lewis gleich dreimal Beell zu pinnen. Nachdem Match gab Carkeek den Zuschauern bekannt:“Mr. Beell was as good a man for his inches as any with whom Lewis ever wrestled. It was evident that with practice no one of his weight had any license to throw him.” Lewis sagte der Marshfield News, das Beell mit dem richtigen Training sehr schnell sich verbessern kann. Beell bekam dann durch DA McMillian (einem Freund von Lewis und Carkeek) durch Wisconsin zu reisen und anzutretten. Beell besiegte dann in den folgenden zwei Matches Martin Tolepson und Tom Beaver. In seinem naechsten grossen Match trat er gegen Reinhold Schott an. Schott war von Watertown, Wisconsin und bezeichnete sich selbst seit 1890 als “Champion vom Nordwesten“. Scott sprach am 30 September 1897 in der Marshfield News eine Herausforderung aus, in der es hiess:“Editor of the Marshfield News: -- Dear Sir: -- Seeing by Milwaukee Sentinel that Mr. Beell and Mr. Beaver are going to wrestle Friday, Oct. 1st. now I wish you would kindly state for me that I will be at Marshfield on the night of the match and am going to challenge the winner of the match to a catch-as-catch-can match for any amount of money they want to wrestle for. Man and money ready.” Das Match fand am 4 November 1897 dann statt, Jack Carkeek war mal wieder der Referee. Schott gewann den ersten Fall nach 52 Minuten. Nach 65 Minuten glich Beell mit dem zweiten Fall aus. Um Mitternacht waren beide immernoch am wrestlen, und Carkeek beendete so das Match, und erklaerte es zum Unentschieden.

Das Rematch folgte in Scott`s Heimatstadt Watertown am 13 Januar 1898. Beell gewann einen Fall, verlor dann aber zwei Falls an Schott. Beell sprach hinterher davon das der Referee ihn benachteiligte, und forderte Scott zu einem dritten Match heraus. Scott nahm die Herausforderung an, und das dritte Match der beiden fand am 23 April 1898 in Stevens Point, Wisconsin statt. Es ging indem Match um $50. Beell gewann diesesmal 2 der 3 Falls, und gewann damit nicht nur die $50, sondern auch den angeblichen „“Championship des Nordwestens“. Schott gewann den ersten Fall bereits nach 10 Minuten. Den zweiten Fall hollte sich Beell dann mit dem Finishing Move von Ed Lewis, dem Strangle Hold nach 4 Minuten. Nach 7 weiteren Minuten gewann dann Beell mit einem half nelson leg hold den dritten Fall und somit das Match. Nachdem Match meinte Schott das sich Fred Beell sehr viel weiter entwickelt hat, zu ihrem letzten Match, und er wollte nun mit ihm trainieren. 1898 gab es dann die Kriegserklaerung zwischen Spanien und den USA (Spanish American War), was erstmal Fred Beell`s Wrestling Karriere unterbrach weil er zur US Army ging. Ed Hamblin forderte Beell heraus, aber die Marshfield Times berichtete:“There is a little difficulty down in Cuba that interests him, and with the rest of the Wisconsin National Guard, Fred will go down there and teach the Spaniards the strangle hold.” Beell gewann in seinem Regiment den Wrestling Championship nachdem er Private Thompson besiegte. Sein erstes Match zurueck in seiner Heimat bestritt Fred Beell am 7 Februar 1899 in Marshfield. Eigentlich sollte Beell auf Otto Zuehlke treffen, aber am ende traf und besiegte er Bert Scheller der nur den Namen von Zuehlke missbrauchte.

Anfang April 1899 begann Evan Lewis auf seiner Farm in Iowa County Fred Beell zu trainieren. Spaeter im Monat aktzeptierte Lewis das er Beell`s Cornerman sein wird, bei seinem Match gegen Soren Hanson, der als der “Terrible Swede“ bekannt war. Beell und Hansen lieferten sich vor dem Match ein Wortgefecht. Lloyd Jones ein Repraesentant von Beell schickte den Folgenden Brief an den Evening Wisconsin:“Beell will accept the terms offered by Hanson excepting the clause barring the strangle hold. Beell will bar no holds.” Und zum Scheller Match, schrieb Jones:”I understand that Bert Scheller have declared that the ***** Marshifeld match of about six weeks ago was a fake. But if Mr. Scheller should deside to meet the Mashfield man after the Hanson match, I think he would find no difficulty in 'going against ' Beell...” Das Match von Beell mit Hansen fand dann am 13 April 1899 in Milwaukee statt. Das Match wurde angekuendigt als “Middlweight Championship von Wisconsin.“ Zum Match selbst meinte der Evening Wisconsin:“A fair and square wrestling match is something of a novelty nowadays. Such a match took place. Beell outclassed his opponent winning three straight falls.” Evan Lewis reisste mit Beell dann zurueck zu Wood County, und wrestlete dann gegen Beell zweimal in einem Exhibition Match in Wausau und Medford. Am 19 May 1899 traf Fred Beell dann auf Ed Adamson von Indiana. In diesem Match kassierte der “Marshfield Strongboy“ Fred Beell seine erste Niederlage nach ueber einem Jahr. Die Marshfield News redete die Niederlage schoen mit den Worten das Beell erst seit wenigen Wochen “Scientific Wrestling“ mit Lewis trainierrt. Adamson schien dem recht zugeben und meinte nachdem Match:“Beell is a coming man, all he requires is experience to familiarize himself with scientific principles of wrestling.” Jack Carkeek war einer der Zuschauer, und meinte hinterher das es das beste Wrestling Match war, das er jemals sah in seinem Leben. Im Monat darauf traf Beell auf William Allen von Duluth, Minnesota, und besiegte ihn.

Beell trainierte weiter mit Evan Lewis um sich auf ein Rematch mit Ed Adamson vorzubereiten. Nach einigen Monaten training reisste Beell nach Fond du Lac und besiegte dort am 20 Januar 1900 Harry Muldoon. Das Return Match wie es damals hiess zwischen Beell und Adamson fand dann am 3 Februar 1900 in Marshfield statt. 600 Zuschauer sollen anwessend gewessen sein. Bevor er zum Ring ging meinte Beell:“I intend to win tonight’s match and redeem myself for the defeat by Adamson last year.” Beell gelang die Revanche mit 3-1 Falls. Adamson`s Geldgeber JW Watson setzte nur $50 auf sein Wrestler. Die Marshfield News spekulierte das Watson vor dem Match schon kein vertrauen in seinen Mann hatte, aber vielleicht war es auch nur Beell`s Zeit das Match zugewinnen. Ueber die naechsten Monate reisste Beell durch viele Staedte und besiegte Jack O’Hara, den echten Otto Zuehlke, seinen eigenen Bruder Charles Beell, und William West. Der naechste grosse Gegner fuer Fred Beell war Dan McLeod in einem Handicap Match. Die Regeln solcher “Handicap“ Matches waren andere als heute, McLeod musste dreimal in einer Stunde Beell pinnen, oder er verliert das Match. McLeod gewann am ende nur zwei Falls in einer Stunde, und verlor damit das Match. Nachdem Match meinte McLeod dann:“Beell is one of the best men in the country and it will not be long before the crack wrestlers will be finding this out…if I could have won, I certainly would. When I wrestle, I wrestle to win, and I think my record will bear me out in this respect.” Ein Rematch war damals im Gespraech, aber die Marshfield News nahm an das McLeod lieber seinen Wrestler Ed Adamson trainierte, damit der ein weiteres Match gegen Fred Beell bestreitet. Das dritte Beell vs Adamson Match fand dann am 1 August 1900 in Marshfield statt. Zu jedem Zeitpunkt war der Lieblings Move von Beell, der Strangle Hold schon verboten. Beell gewann trotzdem das Match mit 2-1 Falls. Ein viertes Match zwischen den beiden wurde angesetzt, und fand am 15 December 1900 statt. Diesesmal verlor Beell, und Adamson hollte sich das Match mit 3-2 Falls. Die Marshfield News berichtete darueber:“Probably the chief reason for Beell’s defeat was his inferior physical condition.”

In seinem ersten Wrestling Match des neuen Jahrhunderts verlor Fred Beell dann im Januar 1901 SK Velliquette in einem Handicap Match, weil es Beell nicht schaffte Velliquette zu Boden zubringen. Im April 1901 ging Fred Beell erstmal auf grosse Tour. Er reisste an den Pazifik, und es wurde berichtet das er nach Alaska geht um sich gegen die Goldschuerfer und Minenarbeiter zu beweissen. Es ist jedoch nicht bekannt ob Beell soweit kam. Sein erstes Match zurueck in Wisconsin bestritt er am 4 July 1901 in Reedsburg gegen George Curtis. Er besiegte als naechstes dann William West, S.K. Veliquette und Charles Moth. Sein naechstes grosses Match war gegen die Wrestling und Trainer Legende Martin Farmer Burns. Das Match fand in Marshfield am 14 December 1901 statt, und der junge Beell gewann das Handicap Match, nachdem es Burns nur schaffte einen Fall sich zuhollen. Als naechstes traf Beell auf “The Little Demon” Harvey Parker. Das Interesse an dem Match war gross, und die Marshfield News berichtete am 23 Januar 1902:“There is probably no city in the country where the people as a whole take a greater interest in wrestling than here in Marshfield.” Und weiter zudem Match:”Neither man has allowed himself to be bribed into faking a match.” Das Match fand dann am 27 Januar 1902 statt, und Fred Beell besiegte Parker mit zwei Falls, und beide Falls hollte er sich mit dem Strangle Hold. In einem Interview nachdem Match meinte Parker das Beell ein guter Wrestler sei, nur erfahren fehle ihm noch:“I could take him out on the road with me for a year, have him meet say a hundred good men, and he would then be in a position to defy the best of his weight anywhere.” Am 31 May 1902 fand dann ein fuenftes Match zwischen Beell und Adamson statt. Beell gewann mit 3-2 Falls und hinterher wurde geschrieben:“Fred Beell scored the greatest victory of his career.”

Am 5 August 1902 heiratete Fred Beell dann Anna Scheuren die ebenfalls Deutscher Abstammung war in Marshfield. Das Paar verbrachte die Flitterwochen zuerst in Colby, Wisconsin bevor es mit dem Zug weiter ging nach Minneapolis. Das Jahr 1902 beendete Fred Beell dann mit Siegen gegen Henry Boisjoly, William Nettleton, Emil Klank (zweimal), Young Yousouff (in einem Handicap Match). Am 28 October 1902 verlor Beell dann gegen William Watson in Merillan Junction, Wisconsin. Am 21 May 1903 besiegte dann “The Giant Gripman“ John J. Rooney mit 2-1 Falls Beell in Marshfield. Die Marshfield News schrieb das das Gewicht den ausschlag gab, da Rooney 210 Pounds wog, und Beell 160 Pounds. Viel interessanter duerfte jedoch die Tatsache sein das 1903 ein Wrestler als “Giant“ bezeichnet wurde der 210 Pounds wog. Heute wiegen die kleinen Wrestler das! Vom April bis September 1903 besiegte Beell dann ET Etland, James McAuley, Charles Schmidt, Young Sandow (zweimal), Frank Dwyer, Bert Scheller und Dan McBride. Am 23 June 1903 revanchierte Beell seine vorherige Niederlage gegen William Watson nachdem er in drei klatten Falls besiegte. Beell verlor jedoch am 19 May 1903 erneut gegen John Rooney, diesesmal in Grand Rapids. Am 29 October 1903 fand ein sechstes Match zwischen Fred Beell und Ed Adamson statt. Beell trainierte fuer das Match im Milwaukee Gym, und am 5 November 1903 schrieb die Marshfield News dazu:“The question of supremacy which has long existed between Fred Beell and Ed Adamson has finally been settled.” Beell gewann nur ein Fall, Adamson drei Falls.

Am 9 Januar 1904 besiegte Beell dann einen Schueler von Ed Adamson, der Schueler war Harry Coleman. Im Februar 1904 reisste Beell richtung westen, sein einziges Match das bekannt ist aus dieser Zeit ist gegen Charles Ross in Priest River Falls, Idaho. Beell kam nach Wisconsin zurueck und besiegte Harry Russell. Am 29 Maerz 1904 besiegte Beell dann Max Flaskamp der als “Harry Mays“ und spaeter auch als “Charles Olson“ auftrat. Dann folgten die Matches 7 und 8 gegen Ed Adamson, und beide Matches konnte diesesmal Beell gewinnen. Im November 1904 vergassen Beell und Adamson das sie eigentlich eine Rivalitaet laufen haben, und wurden Business Partner. Der Plan war es, in den Osten der USA zugehen, und dort durch Wetten zugewinne. Beell war damals in Wisconsin schon eine Beruehmtheit, aber ausserhalb des Staates kannte ihn kaum jemand. Das erste Opfer war Americas, aka Gus Schoenlein. Schoenlein verstritt sich mit seinem Manager Charles J Weiss, und letzterer suchte einen Wrestler der Schoenlein besiegen kann. Weiss traf dann Beell in Milwaukee, und bot ihm an gegen Americus anzutretten. Beell kam in Baltimore an, und trainierte unauffaellig mit einem weiteren Wrestler von Weiss, Young Fairmont. Am 29 December 1904 fand das Match dann statt, und es wurde spaeter als echter Contest und als Blood Match beschrieben. Der erste Fall dauerte 62 Minuten als Beell gegen Americus einen Double Hammerlock ansetzte, und die Schultern seines Gegners auf die Matte presste. Der zweite Fall verlief aehnlich, diesesmal kam er nach 76 weiteren Minuten. Lloyd Jones beschrieb Americus als “as shy as a girl during her first day at boarding school.” Beell warf Americas zu Boden, setzte einen schmerzhaften Leg Lock an, die Zuschauer munierten das es ein illegaler Move sei, aber der Referee erklaerte es sei ein fairer Hold. Beell gewann dann den zweiten Fall mit dem Full Nelson. Als es Zeit war fuer den dritten Fall, war allen klar das Americus erledigt war. Beell brauchte gerademal 3 Minuten fuer den dritten Pin. Damals war das Match ein grosser Upset weil Fred Beell niemand kannte, und somit niemand auf ihn wettete. Die Baltimore Daily News berichtete das ca $3000 bis $4000 den Besitzer wechselte, zu Ed Adamson, Charles Weiss, Harvey Parker und Fred Beell.Die Police Gazette schrieb zudem Match:“A goodly number of home sports felt they would take the stranger in, so they bet their money on Americus at odds of 100 to 90, and then wondered who the man was that took their coin.”

Zu jener Zeit uebernahm Harvey Parker das komplette Management von Fred Beell. Im Januar 1905 reissten die beiden nach Lowell, Massachusettes. Dort besiegte Beell in 55 Minuten HP Hansen. Die Regeln des Handicap Matches waren das Beell innerhalb einer Stunde, 5 Wuerfe gelingen muessen, was ihm auch gelang. Als naechstes besiegte Beell dann am 29 Februar 1905 in Buffalo Stanley Karpf. Am 24 Februar 1905 traf dann Beell auf Kircher in Detroit. Die Regeln waren das Beell innerhalb einer Stunde 10 mal den 200 Pounds schweren Kircher werfen muss. Nachdem Beell das auch einige male schaffte, gab Kircher auf, und verliess sauer den Ring. Bevor Beell nach Wisconsin ging, musste er ein Match canceln in Chicago aufgrund einer Haut Erkrankung. Am 17 April 1905 besiegte Beell dann den Englischen Champion Jim Parr in St Paul, Minnesota. Den ersten Fall gewann Beell mit dem Hammerlock nach 16 Minuten, und beim zweiten Fall wurde Parr disqualifiziert weil er einen Strangle Hold benutzte. Ein Rematch mit Americus fand dann am 11 May 1905 statt. Beell verlor zum erstenmal an der Ostkueste, weil diesesmal er disqualifiziert wurde als er einen Strangle Hold ansetzte. Einen Monat spaeter bookte Harvey Parker ein Match gegen John Piening, der als “The Butcher Boy” bekannt war. Piening war ein bekannter Wrestler aus New York City seit 1900, Bell pinnte ihn jedoch in zwei Falls in Brockton, Massachusettes. Die Zuschauer fingen fast eine Schlaegerei an, weil ein “unbekannter Wrestler“ ihren Butcher Box besiegten.

Im June 1905 war Parker im Hotel Metropole in New York City. Dort hatte er eine Diskussion mit den Considine Bruedern und Dan O`Reilly, die bekannte Sportsmaenner waren. Das Gespraech kam auf das Wrestling zusprechen und Parker meinte:“I’ve got a man that I will be willing to back against anyone you can name.” Considine meinte:“You must be joking.” Parler antwortete jedoch mit:“Well, here is $300 as a forfeit for a bet of $1,000 that I am not joking.” Considine daraufhin:“Of course you don’t mean that he can beat Tom Jenkins.” Parker kurz mit der Antwort:“I certainly do and the bet goes.” Tom Jenkins war einer der bekanntesten Amerikanischen Wrestler der die Heavyweight Division ueber Jahre domminierte. Jenkins wurde an telegraphiert in seinem Haus in Cleveland, und nahm die Herausforderung an, und reisste nach New York fuer das Match. Das Match war ein “Privat Match“, mit nur 100 Personen die es sich anschauen konnten. Das Match fand im Elmer Gymnasium statt an der 110 West 42nd Strasse. Beell war immernoch relativ unbekannt an der Ostkueste, auch wenn er zuvor schon John Piening und Gus Schoenlein besiegte. The New York World schrieb ueber das Match:“An unknown wrestler came out of the west and sprung the biggest surprise on the sporting world that it has had in a long time.”

John O’Brien New York Athletic Club wurde als Referee ausgesucht. Als sich Beell und Jenkins gegenueber standen, fingen die 100 Zuschauer an zulachen. Jenkins wog 210 Pounds, und sah zu dem kleinen Fred Beell der 5`4 gross war und 160 Pounds wog herunter. Das Match begann um 9:20pm, und die naechsten 163 Minuten hatte Beell “the crowd of spectators fairly gasping with astonishment.” Jenkins versuchte einen half nelson, doch Beell konterte ihn aus, und schaffte es Jenkins Schultern zu Boden zubringen, und somit den ersten Fall zugewinnen. Nach einer kurzen Pause begann der zweite Fall. Dazu schrieb man:“Jenkins was thoroughly aroused by the unexpected termination of the first bout and went at Beell like a tiger.” Jenkins warf Bell an die Wand, und pinnte ihn. Der dritte Fall lief genauso ab nach weiteren 25 Minuten. Nach einem langen und erschoepfenden Match meinte Tom Jenkins zu den Zuschauern:“Gentleman, I have never seen this man before and never heard of him till the other day, but I want to say right here and now that he is the best little man that ever stood to shoe leather.” Parker der aus irgendeinem Grund etwas gegen Tom Jenkins hatte, war sauer auf das Ergebniss. Ein paar Monate spaeter im November 1905 gab Parker ein Interview dem Buffalo Telegram und meinte:“We always knew that we were jobbed in that match, for the $1,000 that Jenkins got on the strength of the referee’s decision came out of my pocket. But it was not until a few weeks ago that we learned how the whole thing had been framed up. Every person connected with the match, except Beell, my assistant and myself, were in the game to give my man the worst of it—and he got it, good and proper. Beell won the first round easily. The second went against him through Jenkins stunning him by hitting his head against a brick wall…In the last bout Beell had Jenkins down no less than three times, but every instance the referee refused to allow the fall, and finally declared Jenkins the victor on an alleged fall that did not occur at all….So certain am I that I was jobbed in that match that I have issued challenges to Jenkins for a return match for from $1,000 to $2,000 a side before some reputable club, but so far have been unable to get Jenkins to come forward.”

Am 15 September 1905 in Cleveland passierte dann folgendes. Beell schaffte gegen Mark Chenyl einen Fall, aber die Zuschauer waren damit nicht einverstanden. Tom Jenkins` Freund Mark Lamb kam heraus und schlug Parker nieder. Die Zuschauer fingen daraufhin eine Schlaegerei an, und die Wrestler mussten mit Polizeischutz aus dem Ring gebracht werden. Am 11 October 1905 war Beell erneut in Cleveland, diesesmal besiegte er in zwei Falls Yankee Rogers. Drei Tage spaeter wurde Ed Atherton von Beell in Buffalo besiegt. Beell wurde mittlerweile so bekannt das andere Wrestler als “Fred Beell” auftratten. Am 21 October 1905 traf in Houghton, Michigan ein Fake Fred Beell auf Joe Collins. Die Marshfield News berichtete das:“Beell was impersonated in order to draw a house,” und “It is fully realized by Beell’s friends that the hippodrome (ein altes Wort fuer ein Fake aka worked Match) affair at Houghton is liable to injure Fred’s reputation, especially if the so-called Beell lost in the match.” Zu der Zeit wo der Fake Beell in Michigan war, war der richtige Fred Beell in Buffalo mit seinem Manager Parker. Vom 22 bis 25 October 1905 besiegte Beell im Lafayette Theater Jack Mils, George Gray und Charles Conkle. Ein Wrestler der damals das Time Limit ueberstand war Jim Parr. Er forderte in dem Evening Wisconsin Beell erneut zu einem Match heraus. Das Match fand am 9 November 1905 in Buffalo statt, und Beell gewann in zwei Falls. Am 1 December 1905 hatte die Marshfield Times ein Zitat eines unbekannten Buffalo Journalisten zum Gehald von Fred Beell zu jener Zeit:“While within a few short months this man has cleaned up several thousands dollars by his defeat of Jim Parr, former English champion, at Buffalo, he only receives a salary of $60 a week, the rest going to his manager. Harvey Parker signed a contract with him to wrestle under his management, for that salary whether bouts were secured or not. Anyone who knows of the work of Parker can rest upon it that he is getting the bouts. Even if the manager does take the money, this Wisconsin boy, with all his promise of a Championship before him, is satisfied to wrestle for wages.”

Der Buffalo Express interviewte im November 1905 Frank Gotch, zu jener Zeit der American Wrestling Champion.
Gotch sagte dem Reporter:“Beell is a tough little fellow. I know all about him before I came to Buffalo for the first time, but he has since improved wonderfully they tell me.”
Der Reporter fragte ihn:“Who do you consider the best man outside yourself?”
Frank Gotch:“By all means Beell.”
Reporter:“And will you wrestle him?”
Frank Gotch: “Most decidedly. That is one reason for my trip east.”
Wie es sich spaeter herausstellte kam es erst im December 1906 zu ihrem ersten Match.

Fred Beell beendete das Jahr 1905 indem er zweimal Charles Wittmer schlug, in Detroit, Michigan und St Paul, Minnesota. Beell kam dann im Januar 1906 nach Hause zurueck. Ein Match wurde dann zwischen ihn und Charles McMahon angesetzt in Indianapolis. Die Marshfield News spekuliert das McMahon in wirklichkeit ein Pseudonym fuer einen anderen Wrestler sei, weil sie noch nie vondem Namen gehoert haben. McMahon behauptete jedoch das sein Name echt sei und er seit 1893 wrestlete, ueberwiegend in den Rocky Mountain`s. So oder so, Beell besiegte ihn in drei Falls. Der Cleveland Leader berichtete damals das zu jener Zeit Parker Matches mit Tom Jenkins, Frank Gotch und Clarence Bouldin the “Cuban Wonder” ansetzen wollte:”Harvey Parker has not let up in his efforts to force Bouldin into a match with Fred Beell. In fact, he will never rest until he can get the two together.” Parker wird zitiert mit dem Satz:“Twice I have been in Cleveland, and they give me the same old con game, that Bouldin will be here next week. Twice I have had my money posted up for the Bouldin people to cover, but they have paid no attention to it. Last week while in Buffalo I was told that Bouldin would be in Cleveland this week. Here I am with Beell and now they say Bouldin don’t get here until next week.” In Buffalo forderte Parker dann Frank Gotch heraus. Gotch antwortete aus St Louis:“I do not underestimate Beell. He is a decent fellow and a cracking good man, and doubtless a hard one to beat. I would prefer to tackle Jenkins again for the championship, as in Beell’s case I have little to gain by defeating him…”

Zurueck in Marshfield wurde ein Match zwischen Fred Beell und George Baptiste angesetzt. Baptiste war damals 40 Jahre alt, und ein bekannter Wrestler aus St Louis der Griechisch/Franzoesischer Abstammung war. Schon 1902 sollten beide aufeinander treffen, doch damals kam es nicht dazu. Das Match fand dann am 7 April 1906 statt, und Beell gewann in drei Falls. Auf einer weiteren Tour an der Ostkueste traf Beell erneut auf John Piening in New York City. Das Match war ein Mixed Match, sprich verschiedene Stylearten wurden gewrestlet. Piening gewann den ersten Fall im Greco Roman Wrestling. Beell gewann jedoch beide Falls im Catch as Catch Can Style. Dann besiegte Bell in zwei Falls auf der seben Tour Hjamlar Lundin. Der Worcester Telegram schrieb dazu das Lundin nachdem Match von Beell sagte: “Beell showed wonderful strength and wonderful quickness.” Als Beell dann in Milwaukee war, gab er ein Interview und meinte:“All that is needed to restore the wrestling game to the favor it formerly enjoyed is a few honest contests, honestly conducted. Wrestling matches, nowadays, are generally conducted by roommates and between roommates. A couple of wrestlers, traveling and eating together, drift into a town and get up a ‘match.’ Greco-Roman doesn’t go for mine, Greco-Roman affords the biggest opportunity for fakes, and most of the big fakes of recent years have been pulled off under the Greco-Roman plan.” Am 19 October 1906 besiegte Beell dann den ehemaligen Champion Dan McLeod in zwei Falls im Brooke`s Casino in Chicago. Die Chicago Tribune nannte es das haerteste Match in der Stadt seit dem Evan Lewis vs Youssuf “the Terrible Turk” Match von 1898. Zurueck im Midwest Gebiet besiegte Beell dann Jack Carey in Des Moines, Carey war ein weiterer Pseudonym fuer Charles Olson. Am 31 October und 1 November fand ein 4 Man Tournament in Kansas City statt, um den Herausforderer fuer Frank Gotch zu bestimmen. Die 4 Teilnehmer waren Joe Westgard, Yankee Rogers, Walter White und Fred Beell. Beell gewann das Tournament indem er White und Westgard klar mit 2-0 Falls besiegte.

Das grosse Match zwischen Fred Beell und Frank Gotch fand dann am 1 December 1906 in New Orleans statt, der selben Stadt wo Beell`s Mentor Evan Lewis den Title 1893 gewann. Als beide sich gegenueber standen, sah Frank Gotch wie ein Riese gegen Fred Beell aus. Nach ein paar Minuten brachte Gotch seinen Gegner zu Boden und wollte seinen beruehmten toe hold ansetzen, aber Beell kam heraus, jedoch presste Gotch die Schultern von Beell auf den Boden. Nach einer 10 minuetigen Pause, kamen beide zurueck. Gotch versuchte einigemale seinen toe hold anzusetzen, aber dabei ging ihm langsam die Luft aus, und Beell drehte das Match. Die Zuschauer begannen fuer Beell zu schreien, und Beell fiel aus der Matte heraus, und verletzte sich. Beell schaffte so schnell den Pinfall gegen Gotch. Referee Olsen signalisierte das Gotch gepinnt wurde, Beell stand auf, aber Gotch blieb auf der Matte liegen, bevor er zurueck in den Dressing Room getragen wurde. Nach 20 Minuten kehrte Gotch zur Matte zurueck. Er war immernoch mitgenommen, und seine Augen waren glassig. Fred Beell brauchte nur 50 Sekunden um Gotch`s Schultern zu Boden zubringen, und ein neuer American Wrestling Champion wurde gekuerrt. Bis heute ist Fred Beell vorallem dadurch bekannt, das er Frank Gotch pinnte. Es war einer der groessten Upsets in der Professional Wrestling Geschichte. Fred Beell war zudem Zeitpunkt zwar ein relativ bekannter Wrestler, aber Frank Gotch war der Superstar zu jener Zeit, der auch noch viel groesser und schwerer war. Wohl niemand haette auch nur einen Cent auf Fred Beell indem Match gesetzt.

Fred Beell verschwendete nach seinem groessten Sieg keine Zeit daran die Herausforderung anzunehmen. Er verteidigte am 6 December 1906 den Title in Gotch`s Heimatstaat in Des Moines gegen Charles Hackenschmidt. Eine Woche spaeter besiegte Beell in Chicago in zwei Falls mit dem Headlock Yankee Rogers. Doch Fred Beell`s Titlerun dauerte nicht lange. Am 17 December 1906 verlor er den Title vor 8,000 Zuschauern in Kansas City mit zwei klaren Falls an Frank Gotch. Im ersten Fall pinnte Gotch Bell mit dem English Crosslock nach 19 Minuten. Der zweite Fall war haerter ausgekaempft, aber Gotch beendete ihn mit dem half Nelson und dem crotch hold. Fuer das Match bekam Beell $2,829! Am 16 Januar 1907 traffen beide erneut in Minneapolis aufeinander. Gotch forderte im Dewey Theater jeden Mann fuer $100 heraus der es schafft in 15 Minuten nicht von ihm zu Boden geworfen zuwerfen. Beell nahm die Herausforderung, und Gotch der damals nicht in guter Form war, gab freiwillig auf, und Beell war $100 reicher. Am 25 Januar 1907 traf Beell dann in Chicago auf William Demetral, und besiegte ihn. Laut Augenzeugen lies Beell seinen Gegner wie einen Anfaenger aussehen. Demetral sicherte sich zwar einen Fall, aber die Zuschauer dachten das es Unfair war, und buhten so laut das der Referee seine Entscheidung garnicht verkuenden konnte. Am 12 Maerz 1907 besiegte Beell dann in Denver MJ Dwyer. Dwyer war im uebrigen der Wrestling Trainer von dem 26. US President Theodore Roosevelt. Am 25 Maerz 1907 besiegte dann Fred Beell im International Theater in Chicago John Rooney. Rooney besiegte ja davor 1903 bereits Beell, doch diesesmal musste er sich in zwei Falls mit dem Crotch Hold und dem Grapevine Beell geschlagen geben. In Chicago besiegte Beell auch William Demetral und Jim Parr.

Fred Beell bekam dann am 26 April 1907 im Coliseum in Chicago vor 5,000 Zuschauern ein Rematch gegen Frank Gotch. Gotch pinnte Beell mit dem toe hold nach 36 Minuten zum ersten Fall. Im zweiten Fall konnte Beell ueberraschend nach drei Minuten bereits gewinnen mit dem arm lock. Beell wurde nachdem Fall von den Zuschauern zurueck in den Dressing Room getragen. Den dritten Fall schaffte es Beell den Toe hold zubrechen, musste sich aber nach 14 Minuten erneut Gotch geschlagen geben. Zurueck in Marshfield trat Beell am 17 May 1907 auf Burt Shores, und gewann klar. Am naechsten Tag besiegte Beell bereits in Owen, Wisconsin erneut Jess Westegard. Beell nahm sich danach eine Auszeit, und kam im August 1907 zurueck wo er dann erneut Jess Westergard und William Witt besiegte. Witt, war ein lokaler Schmied, und Wrestling Champion. Am 10 December 1907 traf Beell auf Clarence Bouldin, der ja schon lange auf Beell treffen sollte noch zu Zeiten wo Harvey Parker der Manager von Fred Beell war. Doch das lang erwartete Match, dauerte nicht lange. Beell hollte sich schnell den ersten Fall, und gab den zweiten Fall freiwillig ab aufgrund einer Beinverletzung. Beell kehrte nach Chicago zurueck wo er innerhalb von zwei Tagen Fred Steurs und Jim Parr besiegen konnte. Ein paar Tage spaeter am 7 Februar 1908 fand erneut ein Match zwischen Fred Beell und Frank Gotch statt. Gotch gewann den ersten Fall nach etwas weniger als einer Stunde. Den zweiten Fall hollte sich Gotch nach 18:55 Minuten. Auch wenn Gotch das Match gewann, so verletzte er sich und musste ein Match am naechsten Tag gegen Charles Olson absagen. Ein Tournament wurde stattdessen angesetzt in Tampa, Florida. Das Tournament wurde promotet von Jack Curley, und beinhaltete Fred Beell, Charles Olson, William Demetral, Carl Pons und Mort Henderson. Nachdem Beell dann Henderson und Demetral besiegte, wurde er zum Sieger des Tournaments erklaert, und ihm wurde ein Silber Guertel ueberreicht.

Im naechsten Monat reisste Beell ins Midwest Gebiet wo er Chief War Eagle in Council Bluffs, Iowa und Oscar Wasem in Lincoln, Nebraska besiegte. Beell traf dann am 17 Maerz 1908 in Omaha auf Farmer Burns, und verlor gegen ihn. Das Rematch zwischen dem Farmer und Beell fand dann am 31 Maerz 1908 in Omaha statt. Beell ueberpowerte den alten Mann, und gewann in zwei Falls. Martin Burns meinte nachdem Match:“Some people who lost five or ten dollars on our first match got up and hollered that it was a fake. Some said that I had told a lot of people how to bet. Anybody who says that is a liar. I have advised right along that there ought to be no betting and have not told one person to bet on the match.” Am 8 April 1908 traf Beell erneut auf seinen alten Nemesis Americus. Americus gewann das Match in zwei Falls. Ein Reporter des Anaconda Standard meinte zudem Match folgendes:“I saw Americus wrestle in a preliminary to the Gotch-Hack match in Chicago and while he displayed marvelous ability on that occasion, there was no reason to believe that he could take the measure of Beell with the case with which he did the trick. Later I heard from W.D. Scoville, matchmaker of the Missouri Athletic club in Kansas City, and the leading wrestling promoter in this country, that the two had figured on a return contest later, but the circumstances had prevented it...To add to it all, Beell and Farmer Burns wrestled a great match in Omaha a few months ago and Burns beat the Wisconsin demon...Later the men went back to the same place for a return contest and Beell won in straight falls. That, too, looked ***** to say the least.”



Zurueck in Omaha besiegte Beell dann den alten Jack Carkeek. Ein weiteres “Privat Match“ fand dann zwischen Beell und dem schottischen Wrestler Alex Munroe statt. $1000 standen bei jedem Wrestler auf dem Spiel. Eine Zeitung schrieb zudem Match:“Beell nearly tore Munroe to pieces during half hour's furious wrestling that looked like fighting.” Als naechstes ging Beell nach Seattle wo er am 14 May 1908 auf Dr Benjamin Franklin Roller traf. Das Match schaffte einen neuen Box Office Rekord in Seattle, und brachte Einnahmen in Hoehe von $4500. Der vorherige Rekord hielt im uebrigen das Gotch vs Roller Match mit $3,700. Die Seattle Times nannte das Beell vs Roller Match:“The best ever seen on the Pacific Coast.” Roller der damals gerade auf dem aufsteigenden Ast war, gewann klar in zwei Falls. Auch das Rematch am 22 May 1908 verlor Beell klar. Beell nahm sich dann wieder eine Auszeit von ein paar Monaten. Er verbrachte Zeit auf seiner Farm suedlich von Marshfield, die er kuerlich um 40 Acre vergroesserte. Zu jener Zeit tratt ein weiterer Fake Fred Beell in Lima, Ohio auf, doch das ganze fuehrte zu einem Skandal, die Eintrittsgelder wurden auch noch gestohlen, und das ganze fuehrte dazu das fuer immer Professional Wrestling in Lima verboten wurde. Am 4 December 1908 trat dann wieder der echte Fred Beell auf, und besiegte in Chicago Charles Cutler in zwei Falls nach knapp 20 Minuten. Eine Woche spaeter wurde Beell dann in Chicago von Yussiff Mahmout besiegt. Beell begann daraufhin mit Mahmout zu trainieren, fuer sein Match gegen Frank Gotch. Waehrend einer Training Session meinte Mahmout ob Beell nicht sein Headlock an ihm ansetzen kann. Beell machte es, und der Turk wurde ausgeknockt. Als er wieder aufwachte meinte er:“My eye see blue. It flash--so like a 'lectric light. I hear bell. I hear birds. I hear roar. I don't hear nothin'.” Fred Beell traf sich dann mit George Hackenschmidt, um ueber ein Match zu diskutieren. Laut Beell`s altem Freund Lloyd Jones ging die Unterhaltung etwa so:“
Fred Beell:“What would be a good night's pay in a London music Hall?”
Hack:”I often get five hundred a night.”
Beell:”Well, here's one grand, twice that much for a private match.”
Hack:”Ach! I t'out you vas schoost foolin'.” Womit Hackenschmidt das Match ablehnte.

Daraufhin wurde ueber ein Rematch zwischen Tom Jenkins und Fred Beell diskutiert, aber dazu kam es nie. Beell verlor dann am 4 Januar 1909 im Chicago Coliseum gegen Charles Olson. Am 6 May 1909 trafen dann Beell und Gotch erneut in Denver aufeinander. Diesesmal war Beell derjenige der sich indem Match verletzte, und sich die Baender in der Schulter riss beim ersten Fall. Den zweiten Fall konnte Gotch deshalb leicht in zwei Minuten sich hollen. Bell stand daraufhin erst wieder im October 1909 im Ring, als er Beell seemingly didn't step on the mat again until October 1909. In that month he defeated Charles Cutler, M.J. Dwyer ind John Berg in Chicago besiegte. Spaeter im Monat forderte im New Star Theater in Milwaukee der Polnische Wrestler Stanislaus Zbysko alle Maenner heraus die er nicht in 15 Minuten besiegen konnte. Beell nahm die Chance am 28 October 1909 wahr. Zbyszko besiegte zuerst Jack Faust in 95 Sekunden. Beell war der naechste, und Zbyszko konnte ihn nicht in 15 Minuten zu Boden bringen. Zwei Tage spaeter fand das Rematch statt, mit dem selben Ergebniss. 1910 verlor Fred Beell dann gegen Stanislaus Zbysko, Henry Ordemann und Yussiff Mahmout und trat kurz zurueck. Zu diesem Zeitpunkt hatte Beell laut Berichten $100,000 verdient. Er verbrachte viel Zeit beim Jagen von Baeren und Woelfen, was er vielleicht mehr genoss als zu wrestlen. Als er zurueckkam ins Wrestling schrieb am 11 December 1910 die Chicago Tribune:“Fred Beell is considered to be one of the best grapplers of his weight in the world, will emerge from seclusion in a few weeks to meet Americus....Beell, next to Gotch is the most popular wrestler in America.”

Bevor er jedoch auf Americus traf, traf Beell auf einige lokale Wrestler in Wisconsin. Am 3 Januar 1911 besiegte Beell den 19 jaehrigen Robert Friedrich. Die Marshfield News berichtete ueber Friedrich und meinte:“Maybe there's a new Wood County wrestler.” Und wie sie damit recht haben sollten, Friedrich wurde spaeter einer der groessten Wrestler die es je gab, unter dem Namen Ed “Strangler” Lewis. Nachdem Match sagte Beell den Zuschauer das Friedrich eines Tages ein Champion sein wird, fast genau das selbe was Evan Lewis zu Fred Beell sagte 1897 als sie das erstemal wrestleten. Am 13 Februar 1911 traf Beell dann im Semi Main Event auf Americus, der Event wurde von Hackenschmidt vs Cutler geheadlined. Das Match endete in einem One Hour Draw, wobei keiner von ihnen einen Fall erzielen konnte. In den naechsten Monaten verlor Fred Beell dann sechs Matches gegen Frank Gotch in Duluth, Wichita, Knoxville, Sioux City, St Joesph, und Cleveland. 1912 trat Fred Beell, dann in Vancouver, Canada auf, und besiegte Chester McIntyre. In Seattle besiegte er dann Frank Coleman, und in Portland John Berg. Am 9 May 1912 wurde dann ein Retirement Match angekuendigt, indem Fred Beell in Chicago auf Joe Smejkal traf. Beel verletzte sich erneut an der Schulter. Beell trat daraufhin erst wieder am 11 December 1912 auf, als er in Duluth Walter Miller besiegte. Schon zu diesem Zeitpunkt wrestlete Beell immer weniger, und verbrachte immer mehr Zeit zuhause. Am 4 November 1913 traf Beell noch auf Mike Yokel in Duluth. Der Duluth Herald beschrieb das Match wie folgt:”The wrestling was the fastest ever seen in a Duluth ring. Followers of Yokel yelled advice and encouragement above the din of thunderous volume, advice that fought its way to the two struggling gladiators above the fanfare of mingled sound. But through it all the master remained the master; the wrestling art of Beell was never more fully borne out, for as great as Yokel is, the greatest middleweight that ever stepped on the canvas, the light heavyweight marvel Beell, with his added poundage is greater.” Bell gewann das Match mit zwei Falls mit dem Flying Mare, und dem half nelson nach 12:25 Minuten.

Am 17 December 1913 traf Beell auf den noch sehr jungen Marin Plestina in Kansas City. Plestina sollte spaeter als der “Trust Buster“ bekannt werden. In Kansas City traf Beell auch auf das russische 330 Pounds Monster Mamutoff. Mamutoff galt als sehr stark, aber sehr schlechter Wrestler. 6,000 Zuschauer sahen das Match, und die Regeln waren das Beell fuer jede Minute die er indem Match ungepinnt bleibt $10 bekommt, und fuer jeden Pin den er zeigt er $1000 bekommen wuerde. Beell machte bei dem Match $3,380, wie das Match ausging, und wie lange es dauerte, koennt ihr selbst ausrechnen. Oder wartet, ich sage es euch, Beell pinnte dreimal Mamutoff in 38 Minuten. Als naechstes reisste Beell nach Chicago wo er wieder auf Robert Friedrich traf, jetzt trat Friedrich jedoch schon als Ed Lewis auf. Lewis gewann den ersten Fall nach 9:31. Beell schaffte denn ausgleich mit dem Headlock nach 11:31, mit dem Move mit dem Lewis spaeter beruehmt werden sollte. Nach weiteren 10:35 Minuten pinnte Beell dann Lewis auf den Schultern. Im Februar 1914 wurde der Ruecktritt von Frank Gotch bekannt. Gotch meinte das sein World Title ausgekaempft werden sollte zwischen Americus und Fred Beell. Das Match fand am 13 Maerz 1914 statt, und Americus gewann in zwei Falls. Beell hatte dann ein Rematch gegen Mike Yokel, diesesmal in Yokel`s Heimat Utah. Yokel gewann mit 2-1 Falls, wobei alleine der letzte Fall 61:30 Minuten dauerte. Am 4 April 1916 traf Fred Beell dann auf den jungen aufstrebenden Joe Stecher in Duluth. Stecher besiegte Beell, und sollte seinen Aufstieg zu einem der groessten Wrestler ende 1910s und der 1920er Jahre fortsetzen. 1916 trat Fred Beell dann als Demokrat bei den Wahlen des Sheriff in Wood County an. Er bekam in Marshfield 700 Stimmen, sein Gegner nur 419 Stimmen. Doch im ganzen County verlor er mit 1148 Stimmen. Dann besiegte Beell Bob Rogers an Marshfield`s Red Arrow Day (wo das ende des zweiten Weltkrieg gefeiert wurde). Fred Beell`s letztes bekanntes Wrestling Match wrestlete er am 21 October 1919 gegen Sailor Bill Perkins in Rhinelander, Wisconsin. Der 43 Jahre alte Beell besiegte in zwei Falls nach 1 Stunde und 11 Minuten seinen Gegner.

1921 wurde Fred Beell dann Polizei Officer und arbeitete 12 Jahrelang in dieser Position bis 1933. Am morgen des 5 August 1933 sah Art Shroeder als er nach Hause kam vier Maenner mit Taschen der Marshfield Brewing Company. Er rief die Polizei an, und die beiden Officer George Fyksen und Fred Beell kamen. Fryksen betrat die Brauerei, und es begann eine Schiesserei, wobei Fryksen zuerst einen der Einbrecher zweimal traf. Die anderen drei Raueber eroeffneten das Feuer auf Fryksen. Beell hoerte vom Auto die Schuesse, und stieg aus, indem Moment wurde Fred Beell jedoch genau in das Gesicht getroffen, und war sofort Tod. Die Raeuber entkamen mit $1550 im Polizeiauto. Der eine Raeuber Edward Gabriel starb an den Schusswunden vor Ort. Zwei andere Taeter Joe Hogan und Elmer Digman wurden spaeter gefasst. Hogan bekam wegen dem Raubueberfall 25 Jahre Gefaengniss, und Digman wurde zu Lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt. Beell`s Frau Anna musste daraufhin in Aerztliche Behandlung als sie vondem Tod ihres Ehemannes erfuhr, er verstarb genau an ihrem 31 Hochzeitstag. Bell wurde am 8 August 1933 ein Militaer Begraebniss in der Immanuel`s Lutheran Kirche zu teil, und wurde auf dem Hillside Friedhof begraben. Am 12 November 1941 wurde in Marshfield das Football Stadium der Marshfield Tigers in das Beell Stadium umbenannt, zu ehren von Fred Beell. 1972 wurde Beell in die Wisconsin Athletic Hall of Fame aufgenommen, und 2005 ehrte ihn der Cauliflower Alley Club (siehe Bild mit der Auszeichnung). Bis heute wird jedes Jahr von der Marshfield Polizei eine Zeremonie abgehalten zu ehren von Fred Beell. Bis heute ist Fred Beell der einzige Polizist in Marshfield gewessen der bei seinem Polizeieinsatz getoetet wurde. Zum Zeitpunkt seines Todes war Fred Beell 57 Jahre alt.



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