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Mo. 01.05.2017 - 08:08 Uhr
   
 
 
 

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Legenden - Rikidozan



Der japanische Wrestlingsport wäre wohl ohne diesen Athleten nicht zu seinem späteren Erfolg geworden. In Korea beginnt die Geschichte eines Wrestlers, der sowohl im Sumoringen aktiv war, und im Pro-Wrestling den asiatischen Kontinent veränderte. Unter dem Namen Kim Sin Nak wurde der Koreaner am 14.11.1924 in Hangul (Hanja), genauer in Shinpo-Süd Hangyong/Nord Korea geboren. Kim Sin Nak war der dritte Sohn des Farmers Kim Sok Tae. Sein Leben sollte nicht lange dauern und trotzdem gehörte Rikidozan zu den einflussreichsten und größten Wrestlern aller Zeiten. Es gibt allerdings in der Biographie von Rikidozan einige Unklarheiten, die nicht zu 100% sicher sind. Da wäre das Geburtsdatum: Neben dem 14.11.1924 findet sich die Angabe des 04.11.1920. Auch der Geburtsort ist nicht ganz zweifelsfrei. Der exakte Geburtsort wird an anderer Stelle mit Sinpung-ri, Ryongwon Sub-county, Hongwon County, South Harngyong Province/Nord Korea angegeben. Die genauen Geburtsdaten, hinsichtlich seiner Herkunft und seines richtigen Namens, blieben zu Lebzeiten unbekannt.

Verschwiegenheit musste man schon fast annehmen, da er in Japan kämpfte und die Akzeptanz für Koreaner nicht besonders hoch war, aufgrund der politischen und gesellschaftlichen Situation in der späteren Hälfte der 1930er Jahre. Sein richtiger Geburtsname war entweder Kim Sin Nak oder Kim Sin Rak. Mitunter finden sich auch Angaben wo der Name anders geschrieben wird, etwa Sin-Rak Kim oder Sin-Nak Kim oder die kurze Variante Sin-Nak(Rak). Doch sind das nicht die einzigen Spekulationen gewesen, zumindestens zu Lebzeiten. In der Nachfolgezeit, nach seinem frühen Tod im Jahre 1963, konnte einiges an Unklarem ins rechte Licht gerückt werden. Ein anderer Name tauchte mit der Zeit ebenfalls auf, Kyung-gu Sol.




Harold Sakata

Die Verworrenheit um den Namen spielte jedoch zu Beginn der Karriere als Wrestler in den 50er Jahren keine große Rolle mehr, da der Name Rikidozan mehr ein Synonym für den japanischen Wrestlingsport wurde. Bereits vor Kriegsbeginn 1939 siedelte er nach Japan über. Auf die einheimischen Japaner machte er zunächst keinen großen Eindruck. Er wurde sogar stark angegriffen, als der japanische Nationalsport Sumoringen in sein Leben rückte. Sumo, als Volkssport der Japaner, konnte doch nur von echten Japanern ausgeführt werden. Doch dieser Vorbehalt sollte sich als Fehleinschätzung erweisen. Zu Beginn seiner aktiven Zeit trainierte er im Korea Wrestling Zirkel. Ein Manager aus Japan mit dem Namen Momota Inosuke entdeckte schließlich das sportliche Talent des jungen Athleten. Inosuke war begeistert von dem Können und brachte ihn nach Japan. Dort verpasste er ihm eine andere Nationalität, Namen und Geburtsdatum und knüpfte erste Kontakte zum Sumoringen. Rikis angeblich bürgerlicher Name war nun "Mitsuhiro Momota".

Die Strapazen des Imperialismus in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts machten auch vor seiner Person nicht halt. Als die Japaner in den späten 30er Jahren Korea im wahrsten Sinne des Wortes auslöschen wollten, sah seine Karriere - die erst noch beginnen sollte - nicht gut aus. In diesem Teil des Landes, wo er geboren und aufgewachsen ist, schien ein Aufstieg schwierig, wenn nicht sogar unmöglich zu sein. Die Kolonialmacht Japan wollte die seit 1929 aufkochenden Proteste in der Bevölkerung mit allen Mitteln niederschlagen. Bereits vor Rikidozans Lebzeiten wurde das Land durch Japaner besetzt. Die aufkeimenden Proteste fanden sich zum größten Teil bei den Studenten wieder, die allerdings die Wiedereinführung der eisernen Herrschaft von den Japanern im Jahre 1931 nicht verhindern konnten.





Bereits in jungen Jahren machte er in Korea Bekanntschaft mit dem Sumoringen. 1936 konnte er sich mit dem Einstieg in diesen Sport erste Erfolge sichern. Das ist auch der Beginn seiner aktiven Zeit als Sportler. 1937 hieß die neue Heimat aber Japan, wo er sich erst noch profilieren musste. Im Zeitraum bis 1939 trainierte Rikidozan ausgiebig den Sumosport. Im gleichen Jahr, im Februar 1939, trat er der "Nishonoseki Sumo Wrestling Company" in Ryogoku, Tokio bei. Im Sumoringen trat er erfolgreich auf. Dass wurde aber von den Japanern nicht ehrenwert gutgeheißen. Viele Kollegen bezichtigten ihn sogar des Diebstahls. Alleine konnte man nicht groß aufsteigen und so bedurfte es schon einiger Kontakte, um Karriere zu machen. Sumoringen sollte noch sein Leben in den 40er Jahren bestimmen.

Mit Kano Takeyo trat ein einflussreicher Mann an Rikis Seite, der sofort den Kampfeswillen des noch jungen Koreaners erkannte. Tatsuya Fuji, wie sich Takeyo auch noch nannte, wirkte bei der Namensgebung mit. Riki nannte sich selbst "Yeokdosan". Auf Japanisch sprach man das als "Rikidozan" aus. Obwohl die Namensgebung von Riki selbst kam, hatte Takeyo entscheidend daran mitgewirkt, ihn groß raus kommen zu lassen. Der Name bedeutet wörtlich "steinige Bergstraße". In der Trainingsschule zeichnete sich "Riki" durch eine disziplinierte Verhaltensweise aus. Die entscheidenden Schritte, um die Technik als Sumoringer zu verbessern, erlernte er in der Nishonoseki Company.

Durch intensives und hartes Training war er bereits vielen seiner Zeit voraus, die ebenfalls im Sumosport früh Erfolge feiern wollten. Populär war das japanische Pro-Wrestling - auch Puroresu genannt - ohne Rikidozan noch lange nicht. Erst mit seiner Präsenz bei den größten Matches, wurde der japanische Wrestlingsport zu dem was er heute ist. 1941, zwei Jahre nach Eintritt in die Nishonoseki Company, nahm er an einem Sumoringer-Turnier teil. In diesen Turnieren wurde Rikis wahre Herkunft aber verschwiegen. Ebenso sein richtiger Name gelangte hier nie an die Öffentlichkeit. Der Präsident der Nishonoseki Company Tamanoumi setzte große Stücke auf den Koreaner. Er war überzeugt davon, hier einen späteren Yokozuna (Großmeister) vor sich zu haben.

Als noch junger Sumoringer lernte er die Liebe seines Lebens kennen. Mit Miki Nakatani genannt "Aya" verband ihn längst mehr als nur Freundschaft. Sie heirateten schließlich und Riki errang die ersten Erfolge im Sumosport. Die Rangliste bis zum Yokozuna war allerdings nicht weniger kurz, und so musste er schon ordentlich Leistung zeigen. Das verlangten aber nicht nur die Trainer, er selbst wollte den Erfolg. Dieser sollte nach jahrelanger und harter Arbeit folgen. Als Sumoringer kämpfte er noch bis zum Jahre 1950.

Mittlerweile wurde er nun unter dem Namen "Mitsuhiro Momota" angekündigt, in Bezug auf den angeblich bürgerlichen Namen. Seine Familie lebte in Nagasaki, Japan und Momota war der Nachname. Die Familie adoptierte ihn zunächst, verstoß ihn aber später. Das war natürlich nur vorgetäuscht. Er selbst wollte aber ebenfalls nicht, dass seine wahre Identität der breiten Front bekannt wurde. Und so verschleierte er seine wahre Herkunft und gab den Namen Momota an. Riki behauptete er sei ein Flüchtling aus Ohmura, Nagasaki und sein Vater hieße Momota Inosuke. Das das aber der japanische Manager war, der ihn von Korea nach Tokyo holte, verschwieg er ebenfalls. 1947 erreichte er den Rang eines Sekiware, den dritt höchsten Rang im Sumoringen. Damit verbunden war Rikis Bekanntheitgrad in Japan nunmehr ungebrochen hoch. Obwohl die Akzeptanz seiner Person noch nicht den Status erreicht hatte, den er eigentlich verdiente hätte.

Den zweit höchsten Rang als Sumoringer erreichte er mit 25 Jahren, dass war der Ozeki. Rikidozans Größe lag bei 1.77m und sein Gewicht bei 108 kg. Obwohl er als Sumoringer zeitweise um die 300 Pfund auf die Waage brachte. Bemerkenswert war hier auch die Beweglichkeit und vor allem die Balance, die er in den Kämpfen halten konnte. Das Dohyo (Rangbezeichnung) Debüt im Sumoringen erfolgte im Mai 1940, das Juryo Debüt im November 1944 und das Makuuchi Debüt im November 1946. Die Makuuchi Karriere umfasste 11 Bashos (Turniere), 75 mal gewann Riki und 54 mal verlor er. Die Karriere im Sumoringen endete abrupt 1950, als es zu Missverständnissen und Anschuldigungen gegen seine Person kam. In einem Kampf kam es zum Streit mit einem Offiziellen, der sich so heftig entzündete, das Rikidozan die Auseinandersetzung nach technischen Gesichtspunkten verlor. Das war gleichbedeutend mit einer Absenkung im Rang verbunden. Doch kam es auch unter den Kollegen im Hintergrund zu Konflikten. Seine Willensstärke, den Rang des Yokozuna zu erreichen, machte er einmal klar und deutlich in einer Meinung fest. Diese unterstrich aber auch das angespannte Verhältnis zur Nishonoseki Company:

"All right, if I am fated to be a Japanese sumo wrestler, I must be the king of sumo by all means. I must become a Yokozuna and shake up this Japanese sumo company who despise and humiliate me because I am a Korean."

Bereits in früheren Jahren kam es innerhalb der Nishonoseki Company zu Konflikten. Häufiger Anlass war offenbar die Nationalität, die eigentlich nur den obersten Leuten im Rangkomitee des Sumoverbandes bekannt war. Dort fielen Entscheidungen, die gezielt gegen seine Person gingen. Die Leute in diesem Komitee hatten allerdings den längeren Hebel in der Hand. Obwohl Tamanoumi die Bedeutung Rikidozans im Sumoverband klar zu sein schien, war letztendlich die Herkunft doch immer eine gewisse Behinderung. Er wurde mit der Zeit zum Aushängeschild für die Nishonoseki Company. Der entscheidende Wendepunkt in der Karriere war schließlich das "Spring Sumoturnier" im Sommer und Herbst 1950. Bereits im Vorfeld dieses Turniers wurde ihm der Rang des Ozeki oder Yokozuna versprochen, wenn er entsprechende Leistung zeigen sollte. Es war aber längst kein Geheimnis mehr, dass ihm der Yokozuna Titel verwehrt blieb. Im Turnier konnte er durch viele Siege punkten. Jedoch nur bei den Fans und der Presse. Die Öffentlichkeit, allem voran die Fans und die Presse gingen davon aus, dass er nun zum Yokozuna erhoben wird.

Doch das Rangkomitee der "Sumo Wrestling Association" entschied anders und verwehrte ihm sogar sämtliche Ränge, mit der Begründung er sei Koreaner. Es wurde noch nicht mal der Versuch unternommen, ihn nun in eine Rangposition zu setzen. Hiernach kam es zur Aussprache mit Präsident Tamanoumi. Dieser versprach ihm beim nächsten Turnier den Ozeki oder Yokozuna. In einem kurzen Wortgefecht mit dem Präsidenten machte er seinen Austritt aus der Nishonoseki Company klar. Tamanoumi versuchte noch ihn aufzuhalten. Doch dafür war es jetzt zu spät. Die ganzen Diskriminierungen, Versprechen und Erniedrigungen waren einfach zu viel. Damit hatte der Sumosport einen seiner besten Athleten verloren.

Der Standpunkt der Japan Sumo Wrestling Association schien von vorne rein klar zu sein: Kein Koreaner bekommt je irgendeinen Titel im Sumoringen. Als Konsequenz daraus hängte er die Karriere an den Nagel. Er nahm dann aber auch billigend in Kauf, dass mit dem Ausstieg sehr viel verloren ging, jetzt wo der Rang des Ozeki schon erreicht wurde. Das Wrestling sollte nun in den Mittelpunkt rutschen. In der Zeitspanne bis 1951 erlernte er den Beruf des Bauarbeiters und machte Bekanntschaft mit dem Karate Star Oyama Matsutatsu. Um nicht den Anschluss zu verlieren, in der schnellebigen Welt des Sports, trainierte er weiter. Und das auch während der Zeit, die zwischen dem Austritt aus dem Sumoringen und dem Einstieg ins Wrestling lag. Doch es war nicht alleine Matsutatsu, der ihn unterstützte. Ebenso großen Dank hat Hideo Nakamura verdient.





Der Landsmann Nakamura war wie der Karate Star Matsutatsu von koreanischer Nationalität. Ebenfalls ein namhafter Athlet im Karate. Beide trainierten ihn intensiv in der Phase, wo auch der legendäre Karate Chop entstand. Es konnte für Riki nur zum Vorteil sein auch japanische Kampfsportarten, wie das Karate, zu erlernen. Mit dem Training bei Nakamura verband ihn sehr viel. Nach eigener Aussage, hätte er so einiges von diesem Karate-Star gelernt. Viele Experten proklamierten, dass Rikidozan den Yokozuna erreichen könnte: "Rikidozan will soon become a Yokozuna, grand Champion sumo wrestler." Doch dieser Teil der Karriere war nun Geschichte.

Nach dem Austritt aus der Nishonoseki Company, sollte es so aussehen, als ob das Sumoringen doch noch mal in sein Leben zurückkehrte. Zunächst versuchte er in Tokyo Fuß zu fassen. Das war anfangs schwierig, da er keine Arbeit fand und auch niemanden hatte, zu dem er gehen konnte. Er hatte jedoch noch persönliche Kontakte zu Nitta Shinsaku. Dass war der Direktor der "Nitta Building Company". Diese Verbindung entstand während seiner Sumo Karriere. Es kam zum Gespräch zwischen den beiden. Shinsaku versprach ihm jegliche Unterstützung, wieder ins Sumoringen einzusteigen. Doch der lehnte ab. Die negativen Erfahrungen der letzten Jahre waren einfach zu viel und nicht ohne Spuren an ihm vorbeigegangen.

Shinsaku bot ihm eine Anstellung in der Nitta Building Company an. Riki nahm dankend an und wechselte vom Sumoringer zum Abteilungschef für Materialbesorgung. Shinsaku verhalf dem Sumoringen zu großen Erfolgen, als er im März 1949 für 30 Millionen Yen das National Game House erbauen ließ. Der Vorgängerbau hieß ebenfalls National Game House (the indoor stadium for wrestling). Diese Halle wurde von den Amerikanern im März 1945 durch Bomben zerstört. Mit dem Neubau konnten nun wieder größere Turniere ausgetragen werden. Das Pro-Wrestling hatte bislang in Rikis Leben noch keine große Rolle gespielt, bis er eines Tages in einer Kneipe - in Ginza - die Begegnung seines Lebens hatte. An einem Tisch erblickte er einen gut aussehenden Mann. Als die beiden ins Gespräch kamen, offenbarte Riki seinem Gesprächspartner, er sei der berühmte Sumoringer aus der Nishonoseki Company. Der Mann gab schließlich seinen Namen preis - Harold Sakata.

Sakata, ein Japaner der zweiten Generation, wurde auf Hawaii geboren. Er war ein Gewichtheber und errang die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1948 in London. Auch war er bereits vor Riki ins Wrestling eingetreten. Riki fragte an diesem Abend eine Menge zum Thema Wrestling. Sakata erzählte ihm so einiges über seine Zeit im Professional Wrestling Zirkel. Riki hörte erstaunt zu und interessierte sich offenbar stärker für dieses Thema. Sakata lud ihn zu einem Match am 30.09.1951 in die "Memorial Hall" ein. Hier sollte er aufmerksam zuschauen, wie er (Sakata) kämpfte. Der Tag rückte an und Riki schaute dem Match aufmerksam zu. Sakata schien ihm in dem Kampf überzeugt zu haben, so dass er klar und deutlich sagte:

"I want to become a professional wrestler."

Sakata war im Übrigen der erste Pro-Wrestler, der ihm überhaupt begegnete. Auch war das das erste Match im Wrestling, was er live miterlebte. So sollte es dann nur noch knapp vier Wochen dauern, bis er das erste Match im Professional Wrestling bestritt. Damit begann wohl die spannendste Zeit in seinem kurzen Leben, in positiver und negativer Hinsicht. Dass japanische Wrestling jedenfalls sollte durch dieses Treffen grundlegend verändert werden. Sakata schien die vorschnelle Entscheidung von Riki aber etwas zu weit zu gehen. Er gab ihm zunächst noch Bedenkzeit, bot aber dennoch schon ein Training an. Sakata wusste aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist ein Wrestler zu werden. Und dazu noch ein guter. Doch der Koreaner war von seinem Entschluss nicht mehr abzubringen.







Sakata dämpfte jedoch den Enthusiasmus und machte klar, dass mit dem Einstieg ins Pro-Wrestling ein hartes Training bevorstehe. Viele wären an den Anforderungen gescheitert oder hätten unter der Last des Drucks aufgegeben. Sakata verblieb noch im Rahmen einer Tour bis Ende Oktober 1951 in Japan. Die erste Bewährungsprobe als Pro-Wrestler stand am 28.10.1951 an. Rikis erster Gegner hieß Bobby Bruns. Bruns, ein amerikanischer Wrestler, lernte Riki bei einer Tour durch Japan kennen. Er wollte unbedingt das Können dieses ehemaligen Sumoringers persönlich testen. In breiter Öffentlichkeit hatte sich schon längst herumgesprochen, dass da jemand war, in dem vielleicht ein großes Talent schlummerte. Riki trainierte ausgiebig an jedem Tag bis zum Match gegen Bruns. Sein erster Kampf dauerte nur 10 Minuten. Er war zwar von der Kraft her sehr gut, doch bei der Technik bestand noch Trainingsbedarf. Der Kampf entwickelte sich rasch zu einem Duell. Bruns war sichtlich überrascht, dass Riki viele Aktionen aushebelte. Nach 10 Minuten endete das Match im Unentschieden.

Experten waren hiernach überzeugt davon, dass war die Geburtsstunde des japanischen Pro-Wrestlings, begründet durch Rikidozan. Nach dem Match stellte sich die Frage, ob nun die Karriere in Japan oder in Amerika weitergeht. 1951 war die Situation in Japan aber noch sehr schwierig, da es praktisch keine Pro-Wrestling Liga gab. So blieb nur der Weg in die USA. Auch Sakata konnte in Amerika erst international durchstarten. Der Entschluss Japan zu verlassen, kam nach einer Niederlage. Riki unterlag in einem Bar-Fight. Jedoch machten Sakata und Bruns ebenfalls Druck. Man durfte im Wrestling nicht erst lange warten. Schnell durchstarten hieß es, um möglichst auf die oberste Stufe der langen Treppe zum Champion zu gelangen. Für die Karriere in der Ferne musste leider auch die Ehe herhalten. Seine geliebte Aya musste gut 1 Jahr ohne Riki auskommen.

Bruns hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Riki nach Amerika übersiedelte, da er ihn auf der Tour durch Japan mitnahm und ihn so unterstützte. Im Hintergrund zog auch Promoter Alexander Karasick aus Hawaii die Fäden zur Übersiedlung in den Westen. Die politische Situation zwischen Japan und Amerika entspannte sich 1952, als der Friedensvertrag von San Francisco geschlossen wurde. Damit wurden die Einreisebestimmungen gelockert und das Einreiseverbot für Japaner aufgehoben. Das Wrestling in Japan begann sich nach 1945 erst richtig zu entwickeln. Ein Großteil der Menschen interessierte sich stärker für die muskulösen Athleten. Sie waren auf der Suche nach neuen Helden und Idealen im Sport, brachte doch die Niederlage im Zweiten Weltkrieg gegen die Amerikaner eine gewisse Depression mit sich. Vielleicht liegt hier auch das anfängliche Misstrauen gegenüber Rikis Person drin begründet.

Die ersten Bausteine, die Matsada Sorakichi vor über 60 Jahren in den USA geschaffen hatte, konnten nun durch Rikidozan wiederbelebt werden. Und das sollte nun stärker geschehen, als viele zuerst gar nicht vermutet hätten. Sein Weg führte ihn im Februar 1952 nach Hawaii. Auf Hawaii und dann wenig später in Kalifornien erfolgte das eigentliche Training. Im Hintergrund wirkte Sakata helfend mit, sowie ein anderer international bekannter Wrestler, Oki Shikina. Sakata erklärte Riki in einem Telegramm die grundlegenden Regeln und verwies noch einmal darauf, dass das Wrestling schwieriger ist als es aussieht:

"Pro-Wrestling is by no means an easy job. The pro-wrestler must shed more, sweat and blood than any other professional Sports players. He may be killed in the ring. Some say that pro-wrestlers are shadowed by death. If you insist for all this, I´ll try my best to help you."

Sakata verständigte in einem Telefonat Oki Shikina, dass Riki nach Hawaii kommen würde. Shikina, der Direktor des Sportsmen Club auf Hawaii, war davon wenig angetan. Er schien nicht sonderlich überzeugt zu sein von einem ehemaligen Sumoringer. Riki begab sich auf den Weg nach Hawaii, um dort weitere Matches zu sehen und zu bestreiten.







Shikina, dessen Karriere als Pro-Wrestler im Dezember 1929 begann, kämpfte in den Jahren 1937 und 1938 gegen den damaligen World Champion Jim Londos. Es kam zum Treffen zwischen den dreien: Sakata, Shikina und Riki. Sakata erzählte Shikina von dem Match gegen Bobby Bruns. Obwohl das Match im Unentschieden endete, zeigte Riki gute Aktionen und konterte viele Kicks aus. Riki hatte vorher gerade einmal zwei Wochen intensiv trainiert. Shikina war sichtlich erstaunt, doch nicht beeindruckt. Er setzte ein Match für den 17.02.1952 gegen "Wolf Chief" Ulch Zich an. Es folgte schließlich das Training mit Shikina. Vor diesem Kampf sollte Riki aber noch für Pressemeldungen sorgen. An einem Abend nach dem Training pöbelten ihn 6 Männer an, die allesamt größer waren als er selbst. Der Streit eskalierte und es kam zur Prügelei. Die sechs Hooligans von den Straßen Honolulus mussten aber alle schmerzlich feststellen, dass Riki nicht irgendwer war. Er verprügelte sie nach Strich und Faden. Erst die herbeigerufene Polizei konnte dem Treiben ein Ende setzen.

Am 17. Februar kam dann das Match gegen Ulch Zich im Civic Auditorium in Honolulu vor über 6000 Zuschauern. Im Training vorher perfektionierte er den Karate Chop. Dass sollte ihm in diesem Kampf zu Gute kommen. Der Karate Chop blieb sein Markenzeichen während der ganzen Karriere. In den USA nannte man diese Aktion "Judo Chop". Dieser Schlag geht auf japanisch-amerikanische Wrestler zurück, die weit vor dem Zweiten Weltkrieg international kämpften. Die amerikanischen Wrestler übernahmen diese Aktion und nannten sie "tomahawk". Benutzten Japaner diese Aktion wurde sie "Judo Chop" genannt. Dass war auch bei Wrestlern der Fall, die nach Amerika einwanderten oder japanische Wurzeln hatten. Ulch Zich, sein Gegner, ging ziemlich selbstbewußt in dieses Match und deutete sogar an Riki zu killen. Als Zich jedoch den Karate Chop abbekam war allerdings Schluss mit lustig. Riki setzte mit dem Pin nach. Shikina war jetzt überzeugt von seiner Leistung. Andere Wrestler, die ihm auf Hawaii in Matches begegneten, waren: "Czechoslovakian Tiger", "Fierce Bull of Texas", "Ghoul" Karl Devius und "Russian Woods" Iwan Kamerov.

Riki überstand hier so einige Konfrontationen siegreich. Sowohl im als auch außerhalb des Rings . Die Hawaiischen Zeitschriften füllten so manche Titelseite über ihn. Nach dem er den "Wolf Chief" besiegt hatte, kam der nächste Gegner, Asering. Im nächsten Kampf im Civic Auditorium von Honolulu musste Riki mit Handbandagen antreten. Im sehr harten Training zuvor, hatte er den Karate Chop wohl so oft ausgeführt, dass dabei seine rechte Hand ernsthaft verletzt wurde. Trotzdem stellte er sich dem Kampf. Nach 14 Minuten endete die Auseinandersetzung zu Gunsten von Riki. Asering setzte auf die geschwächte Hand. Der Kampf verlief äußerst blutig und am Ende waren auch die Spuren an Rikis Hand deutlich sichtbar geworden. Shikina griff ebenfalls ins Geschehen ein, um so seinem Schützling zu helfen. Asering wollte eigentlich Revanche für die vorangegangene Niederlage von Ulch Zich.

Der nächste Gegner auf Hawaii hieß "California Bear" Pilo Pilasen. Der musste allerdings den kürzeren ziehen, so dass der Koreaner auch hier siegreich blieb. Im Kampf gegen Iwan Kamerov knockte Riki diesen nach 27 Minuten und 30 Sekunden regelrecht aus. Riki sprach eine Herausforderung an die Pacific double Champions Bobby Bruns und Simonovich aus. Es folgte ein Match zwischen den dreien. Riki siegte mit einem 2 zu 1 Punktestand und gewann den Pacific doubles pro-wrestling championship. Das war der allererste Titelgewinn für Riki im Pro-Wrestling.

Shikina verständigte den Organisator Markovich. Der plante bereits etliche Matches im Wrestling. Im Hintergrund arbeitete Markovich stark mit, um den Koreaner in den USA und Japan groß raus kommen zu lassen. Es fehlte aber noch an wirklichen Titeln, um einen Namen im Wrestling zu bekommen. So führte der Weg schließlich nach Kalifornien, wo er am 12.06.1952 im "Cow Palace" von San Francisco den ersten Wrestling Kampf auf amerikanischen Boden bestritt. Sein Gegner war ein Gewisser Ike Aikens. Aikens, dessen Spitzname "Shell of Kentucky" war, kommandierte im Zweiten Weltkrieg eine US-Tanker Einheit. Aikens musste ziemlich viele Karate Chops einstecken. Nach einem Hin und Her siegte Riki schließlich. Die USA Tour konnte nun endlich durchstarten. Es standen sehr viele Matches an. Den größten Teil der insgesamt 260 Kämpfe entschied er für sich. Nur drei Niederlagen musste er verzeichnen. Was vorerst verdeckt blieb und viele auch gar nicht wussten, war sein eigentliches Gimmick als Bösewicht.

Die Japaner schauten den Entwicklungen in den USA aufmerksam zu. Vor allem weil er sich bereits bei den Amerikanern profiliert hatte. Er besiegte nahezu jeden USA Wrestler, der sich gegen ihn stellte. Es war also schon eine Art der überkommenden Freude unter den Fans, besonders in Asien. Da war jemand, der den Amerikanern im Wrestling ein starkes Gewicht entgegensetzte. Doch Riki werte sich dagegen, als Bösewicht dargestellt zu werden. Nur äußerst selten trat er wirklich als Heel an. Er dachte dabei offenbar immer an die Fans in Japan. Die Befürchtungen hinsichtlich des Gimmicks waren durchaus gerechtfertigt. Wenn nun der Heel Rikidozan plötzlich zu populär würde, dürfte es später in Japan umso schwieriger sein, ihn als Face durchkommen zu lassen. Der Pacific Coast Tag Team Title sollte in greifbare Nähe rücken, als am 30.09.1952 in San Francisco ein wichtiges Tag Team Match bevorstand. Sein Partner war Dennis Clary. Zusammen bildeten sie ein gutes Team und besiegten die Champions Enrique Torres und Gino Garibaldi. Riki und Dennis Clary wurden neue Pacific Coast Tag Team Champions. Geht man von der Bedeutung des Pacific double Championship aus, so war nun dieser Titel mit Clary zusammen, der erste richtige Titel in seiner Wrestlerkarriere.







Bei den amerikanischen Fans war er nie so populär wie bei den japanischen. Dennoch wurde Riki mit der Zeit in den USA ein Held. Die meisten seiner Gegner waren in gewisser Hinsicht überlegen, was Größe und Kraft anbelangte. Er war nun kein Modellathlet eines USA Wrestlers. Seinen Kampfstil nannten die Amerikaner häufig "Kamikaze" oder "Pearl Habor Attack". Das war auch nicht unbegründet, da selbst sein Auftreten als Wrestler etwas ungewöhnlich erschien. Er betrat den Ring Barfuß und mit schwarzen Shorts. Später bekam er sogar den Spitznamen "Cement Player" von einigen amerikanischen "Kollegen" verpasst. Die Erfolge bei den Matches machten ihn stärker und riefen ein höheres Selbstbewusstsein hervor. Auch unter den "Kollegen" und sogar weltweit hatte sein Auftritt Eindruck hinterlassen.

Mit den Monaten in Amerika wurden die Kämpfe sogar zu den Main Events der Shows. Die amerikanischen Fans sahen in ihm nun weniger den Bösewicht als den Guten. Riki provozierte seine Gegner oft und behauptete die über gewichtigen Amerikaner seien nur Schummler und keinesfalls so hart wie Japaner. Die USA Tour war ein voller Erfolg und machte Rikidozan reich und berühmt. Doch ein wenig Glück war immer dabei. Die amerikanischen Wrestler unterstützten ihn stärker, als er vielleicht erwartet hätte. Viele legten sich für ihn auf die Matte und eröffneten somit die Tür für den Erfolg. Sie ließen ihn auch überraschend gewinnen, obwohl die meisten Gegner um einiges überlegen waren.

Die USA Tour endete im März 1953 und am 06.03.1953 landete das Flugzeug auf japanischen Boden. Japan hatte seinen Helden wieder. Doch er war für die Fans, ach für ganz Japan schon längst zum Nationalhelden aufgestiegen. Ein regelrechter Kult entstand um seine Person. Das Wrestling in Japan sollte ab diesem Zeitpunkt zu einer ernsthaften Konkurrenz für die Amerikaner werden. Auch wirtschaftlich und gesellschaftlich ging es mit Japan wieder bergauf. Viele Historiker und Experten meinten, das Rikidozan hieran maßgeblichen Anteil hatte. Für sein Leben konnte das ja nur positiv sein. Die Kasse sollte die nächsten Jahre kräftig klingeln. Er wurde zu einem der reichsten Bürger des Inselstaates. Er ist durch diese Tour zwar nicht zum Nationalhelden der Amerikaner geworden, dennoch hinterließ sein Erscheinen unauslöschliche Spuren.





Die Behauptung japanische Wrestler seien härter als amerikanische, machte ihn sicherlich nie so populär in den USA, wie in Japan. Die Fans in der Heimat sahen es gerne, dass da jemand war, der einen Amerikaner nach dem anderen besiegte. Doch es sollte schließlich ein Amerikaner werden, der Rikidozan zur japanischen Legende machte. Rikis Kontakte zu Amerikanern reichten schon etwas länger zurück. Bereits als Sumoringer baute er einige Verbindungen zu Promotern und Wrestlern auf. Diese sollten ihm dann später weiterhelfen.

In den Jahren 1953 bis 1955 kam es in Japan zu entscheidenden Entwicklungen, die nicht nur den asiatischen Kontinent beeinflussen sollten. Am 18.07.1953 wird die erste rein japanische Wrestlingshow in Osaka im dortigen "Prefectural Gym" veranstaltet. Schirmherr der Veranstaltung war Toshio Yamaguchi. Knapp zwei Wochen später gründet Rikidozan am 30.07.1953 die "Japan Pro-Wrestling Association (JWA)". Dies ist das offizielle Gründungsdatum. Das inoffizielle geht schon etwas früher zurück. Wahrscheinlich sind schon entscheidende Schritte während der USA Tour getroffen worden. Die JWA war die erste japanische Organisation, die voll auf das Wrestling setzte. Bisher hatte es kein Wrestler geschafft, dass asiatische Wrestling auf nationaler Ebene zu revolutionieren. Geschweige denn international bekannt zu machen. Im Jahre 1939 gründeten einige Judoka Athleten, darunter Hikoo Shoji und Kiyoshi Kato, die "Japan Pro Wrestling Alliance". Jedoch brachte die Promotion damals nicht den gewünschten Erfolg und scheiterte. In der Bevölkerung fand sie keinen Anklang. Das galt im Übrigen aber für das ganze Pro-Wrestling zu dieser Zeit in Japan. Erst jetzt mit Rikidozans Popularität konnte eine wahre Erfolgsgeschichte starten.

Zwar ging die Gründung der JWA auf Riki zurück, in Wahrheit saß jedoch die NWA im Hintergrund am längeren Hebel. Die Kontakte, die er zu amerikanischen Wrestlern und Promotern hatte, nutze er nun für sich und dem Wrestling aus. Die NWA war die größte und einflussreichste Wrestling Promotion. In Japan hatte man von Seiten der NWA noch nicht so viel Macht ausüben können. Als Riki die NWA-Spitze kontaktierte um nachzufragen, ob er in Japan eine Promotion gründen dürfte, widersprach man in den Staaten natürlich nicht. Warum auch, denn mit der JWA hatte die NWA ihr Territorium nach Japan ausgeweitet. Alle großen Entscheidungen zu wichtigen Turnieren oder Titelkämpfen traf die JWA nie alleine, sondern in Absprache mit der NWA. Der langjährige Freund und Förderer Nitta Shinsaku wird erster Präsident der JWA unter dem Banner von Rikidozan. Den Vorsitz der Allianz übernimmt Tadamasa Sakai. Er wird zum JWA Vorsitzenden ernannt.

Mitte des 20.Jh. erreichte der Wrestling-Boom auch Japan. Noch 1950/51 war es aber nicht ersichtlich, das einmal Millionen von Menschen, die Matches im Fernsehen bewunderten. Verkörpert durch Rikidozan erlebte Asien Anfang der 50er Jahre eine entscheidende Wende. Neben Harold Sakata unterstützten Rikidozan noch Oki Shikina, Bobby Bruns und Hawaii Promoter Alexander Karasick. Als besonders einflussreich kristallisierte sich dabei Karasick heraus, dessen Kontakte zur NWA für die japanische Profiszene sehr wichtig waren. Zwischen 1951 und 1954 investierte Karasick in das Japan-Territorium und organisierte auch die Show mit Bobby Bruns am 28.10.1951. Rikidozan gab hier sein Pro-Wrestling Debüt. Karasick schickte Bruns nach Japan in Erwartung, einen neuen lukrativen Markt zu erschließen.

Die Refinanzierung des investierten Kapitals erwies sich bald als gesichert. Wrestling-Shows erzeugten schon zu Beginn ein erstaunliches Interesse. Karasick, seit 1949 NWA Mitglied, wartete nicht lange und nahm erste Kontakte zum NWA Hauptquartier in St. Louis auf. NWA Präsident Sam Muchnick gab die erhoffte Rückendeckung. Im Hintergund ließ Muchnick verlauten, dass nur Karasick als Promoter über die jeweiligen Booking Rechte für Japan verfüge. Andere Promoter würden keine Unterstützung aus Amerika erhalten. Somit ist Karasick zum nunmehr wichtigsten NWA-Promoter in Asien aufgestiegen. Er übernahm in den Anfangsjahren auch die Rolle eines Talent-Koordinators. Sein Einfluss war so stark, dass die JWA für die nächsten 20 Jahre ein wichtiger NWA-Partner wurde.





Das Jahr 1953 brachte Riki dort hin zurück, wo die Karriere einst richtig begann, nach Hawaii. Im Rahmen eines 8 Mann Turniers fliegt er am 29.11.1953 auf den Inselstaat. Das besondere an diesem Turnier war, dass der Sieger eine Chance auf den NWA World Title bekam. Der einzige Titel mit einem Weltstatus in dieser Zeit. Der Koreaner schlug sich tapfer und heimste den Sieg ein. Nun stand die Tür zum World Champion offen. Der Kampf der Giganten sollte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Im Honolulu Civic Auditorium traf Rikidozan am 06.12.1953 auf den NWA World Champion Lou Thesz. Es ging nun um den NWA World Title. Thesz sollte aber kein einfacher Gegner werden. Er war in vielerlei Hinsicht schwieriger, als viele andere Gegner des Koreaners. In der 43. Minute kam die Entscheidung, als Thesz den Piledriver anbringen konnte. Der Pin war nur noch Formsache. Thesz hatte den Titel erfolgreich verteidigt. Riki traf hier zum ersten Mal auf Lou Thesz. Aus dieser Begegnung heraus entstand eine Freundschaft fürs Leben.

Thesz spielte eine große Rolle während seiner Laufbahn. Es war wenn man so will, eine Freundschaft, die dem Wrestling insgesamt einen großen Aufschwung bescherte. Durch die verstärkte Präsenz an in den Titellisten stieg auch Rikis Bekanntheit an. Es war sowieso ohnehin ein Meilenstein, dass ein Japaner koreanischer Herkunft plötzlich so weit nach oben steigen konnte.

Mit der Gründung der JWA wurde Riki zu einem der reichsten Japaner. Er betätigte sich nun auch als Geschäftsmann. Zurück in Japan eröffnete er Hotels, Nachtclubs, Golfplätze und kaufte Grundstücke. Er gründete sogar eine Boxpromotion. Viele Wrestler und Freunde wirkten im Hintergrund mit, so dass sein Erfolg als größter japanischer Wrestler nicht nur der alleinige Schritt von einer Person gewesen ist. Bei der Gründung der JWA wirkte ein einflussreicher Mann mit, der aus dem Untergrund Japans agierte. Er war ein Boss der japanischen Mafia, Yakuza genannt, Nicola "Nick" Zapetti. Rikis Geschäfte brachten nicht nur Reichtum sondern förderten auch Kontakte in die Unterwelt. In jene Unterwelt Japans, die mit Drogen-und Waffenhandel sowie Morden und anderen grausamen Verbrechen in Verbindung gebracht wird.

Der Einfluss von Rikidozan in der Welt des Sports, eröffnete der Mafia natürlich mehr Möglichkeiten, in breiter Front verdeckt zu arbeiten. Zapetti wurde mehr oder weniger zum einem Freund. Die beste Adresse in Tokyo als Jazz Fan war in den 50er Jahren ohne Zweifel der "Club Riki". Obwohl sein Plan nicht gerade viel Zeit bot, war er selbst doch oft anwesend in den ganzen Nachtclubs und Bars. Dort wurde viel Alkohol konsumiert und ordentlich gefeiert. Die ganzen Lokale und Hotels seines Imperiums, sind mit der Zeit zu namhaften Orten in Tokyo und darüber hinaus aufgestiegen. Zu seinem Besitz zählten nun neben den Nachtclubs, Lokalen, Golfplätzen, der JWA und der Boxpromotion - auch Bordelle, Bowling Center und eine Touristenagentur. Selbst in Korea wirkte er mit seinem Geld. Dem damaligen Regierungschef von Nordkorea Kim Il Sung schenkte er eine Limosine. Doch die Karriere ging rasch weiter. Einen Stillstand konnte man sich in diesem Business nicht erlauben. 1954 wird das Wrestling im japanischen Fernsehen revolutioniert. Unter dem Banner der "All Japan Pro Wrestling Alliance-AJPW(A)" startet am 06.02.1954 eine zweitägige Show in Osaka mit der Bezeichung "Japan vs. US Puroresu Match". Hintermänner der Veranstaltung waren Toshio Yamaguchi und Kiyomikawa.

Einen Monat später am 14.03.1954 gründet Yamaguchi offiziell in Osaka die "All Japan Pro Wrestling Alliance". Die JWA zog zwei Wochen später nach und veranstaltete ab dem 19.02.1954 die ersten Shows innerhalb von drei Tagen. Die Meldung das Riki und seine Promotion im Fernsehen zu sehen sein werden, löste einen Ansturm auf Fernsehgeräte und öffentliche Plätze aus. Der Austragungsort war die altehrwürdige Sumo Halle "Kuramae Kokugikan". Den ersten Tag der Show übertrugen zwei Sender, NHK-Japan Broadcasting Corporation-the semi govermental broadcasting network und NTV-Nippon Television Network. Menschenmassen stürmten in die Halle und zehntausende verfolgten das Geschehen vor unzähligen Bildschirmen. Der Sender NTV überträgt allein den zweiten und dritten Tag der Show. Auf öffentlichen Plätzen werden zahlreiche Leinwände aufgestellt, für die Leute die zu Hause keinen Fernseher haben.

Der Andrang war so groß, dass Massen von Menschen in den Straßen standen, um ihren Nationalhelden zu bewundern. Besonders stark war das Interesse am ersten und dritten Tag der Show, am 19. und 21.02.1954, als an beiden Tagen jeweils ein gewaltiges Tag Team Match bevorstand. Diese wurden bereits im Vorfeld hoch beworben.

Die guten Japaner sollten nun antreten gegen die bösen Amerikaner. Die Bösen verkörperten zwei Muskelpakete aus der NWA die Sharpe Brüder, Ben und "Iron" Mike Sharpe. Ihre Gegner waren Riki und der legendäre Judoka Masahiko Kimura. Ihr Team trat hier unter den Namen "the judo devil" an. Die Sharpe Brüder, die NWA World Tag Team Champions, kamen am 17.02. auf den Inselstaat. Ben und Mike Sharpe waren allerdings mit gut 2 Metern nicht nur größer, sondern auch 50 Pfund schwerer als ihre Gegner. Ebenso in puncto Kraft sind sie überlegen gewesen. Doch das war kein Grund für Riki und Kimura, dieser Herausforderung aus dem Weg zu gehen. Nach dem Kampf am ersten Abend verlagerte sich das Interesse nun stark auf den Hauptkampf des dritten Abends. Es ging um den Titel. Die Sharpe Brüder nutzten die Gunst des Augenblicks, in dem der Ringrichter abgelenkt war. Sie traten, bissen und stachen Riki.







Der Koreaner pushte sich allerdings wieder auf. Die Technik stand mehr auf der Seite von Riki und Kimura. Judoka Kimura zeigte sensationelle Aktionen, auch aus der Luft. Riki konterte gegen Ben und Mike mit dem Karate Chop. Die Brüder hielten jedoch standhaft dagegen, bis nach rund 45 Minuten, Riki im wilden Ansturm auf die Gegner los ging. Es hagelte Karate Chops und Sumoaktionen. Der eine Sharpe fiel dabei aus dem Ring. Für den anderen Bruder setzte es den Karate Chop und auch er stürzte zu Boden. Riki brachte den Pin durch und die Sensation war perfekt. Zum ersten Mal wurden die Amerikaner in einem großen Kampf in Japan besiegt. Die Menschen brachen in Jubelstürme aus. Der Titel wechselte trotz aller Freude über den geglückten Pin nicht.

Die NWA hatte offensichtlich den Verlauf des Kampfes bemängelt, als nur noch Karate- und Sumoaktionen gefallen sind. Im Nachhinein ist der Kampf als Unentschieden gewertet worden. In den Hintertüren der NWA und JWA sprach man die Strategie des Matches im Vorfeld sehr genau durch. Der Plan sah vor, dass die Sharpe Brüder alle nur erdenklichen Tricks und Aktionen einsetzen sollten. Der Ringrichter drehte sich absichtlich weg und die Zuschauer schimpften und buhten. Trotz dieser Absprachen hatte das Match etwas bewegt. Der Endpunkt zur vollkommenen Legende Rikidozans ist nun erreicht. Er wurde zum japanischen Symbol für den Aufstieg des Inselstaates. Experten und Historiker sagten auch Jahre danach noch, dass ist ein wichtiges Ereignis im Profisport Japans und Asiens gewesen. Auch die aufsteigende Wirtschaft Japans wurde durch den Sport gestärkt. Dieses Tag Team Match veränderte den asiatischen Wrestlingsport. Es waren die ersten richtigen Matches im japanischen Pro-Wrestling.

Die großen JWA Shows vom 19. bis 21.02.1954 wurden von Promoter Alexander Karasick organisiert. Er investierte 68.000 Dollar in das Programm, und löste somit einen unglaublichen Anreiz für noch mehr Shows aus. Karasick trat weiterhin als Talent-Förderer in Erscheinung und schickte namhafte Superstars nach Asien. Er promotete hier noch bis 1954 und gab Rikidozans JWA einen gewaltigen Anstoß. Karasick und Bruns waren am Anfang seine wichtigsten Handlanger. Ohne sie hätte ein so guter Start nie funktioniert.

Knapp zwei Monate nach Formierung der AJPW gründet Masahiko Kimura am 10.05.1954 in Kumamoto die "International Pro Wrestling Force"-IWE. Nach der JWA und AJPW ist nun die IWE die dritte Promotion in Japan an oberster Front. Kimura, vorher mehr ein Judoka, wurde durch Rikis Unterstützung zum Wrestler. Die erste große Fehde in der Karriere von Riki wurde für die kommenden Monate vorbereitet. Als neuer Tag Team Partner trat Koukichi Endo an seine Seite. Im Tag Team Match vom 08.08.1954 besiegten die beiden die Gegner Leo Newman und Gene Schnerbell. In einem sechs Mann Tag Team Match vom 29.08.1954 besiegten Riki, Endo und Kimura die Gegner Kenyo Shanahashi, Kokoshibi und Taonuri Shinata. Im nächsten Tag Team Match vom 10.09.1954 siegten Riki und Endo ebenfalls gegen Kokoshibi und Shinata. Doch waren das Matches die nicht unbedingt zu großen Erfolgssprüngen beitrugen.

Im Dezember 1954 schließlich konnte Riki den Japanese Heavyweight Title der JWA erringen. Im Vorfeld besiegte der japanische Megastar in einem Turnier den Wrestler King Kong. King Kong trat für Hong Kong an. In der Schlussrunde stürzte aber King Kong über Riki, der nun die Titelchance bekam. Es kam zum Match zwischen Riki und seinem Tag Team Partner Kimura. Im Vorfeld wurden einige Absprachen getätigt. Riki und Kimura einigten sich darauf, dass das Match im Unentschieden enden sollte. Doch genau das Gegenteil geschah. Riki hielt sich nicht an die Absprachen und stellte sich gegen Kimura. Der Kampf, der im Vorfeld groß beworben wurde, kam dann am 22.12.1954. Er entwickelte sich schnell zu einem technischen Gemenge. Nach 4 Karate Chops gegen Kimura konterte dieser mit dem waistlock und beförderte Riki aus der Ringecke. Der drehte das Ganze aber wieder um und ließ einen Fußtritt in Kimuras Leistengegend folgen.







Es entwickelte sich ein blutiger Fight als Kimura einige harte Schläge und Tritte gegen den Kopf ab bekam. Der Tritt ging genau ins Gesicht. Riki setzte nach und trat erneut zu. Das Ende nahte, als der Ringrichter den völlig erschöpften Kimura mit dem 10 Count auszählte. Somit wurde Riki zum Sieger erklärt und erster japanischer Champion im Schwergewicht. Riki blieb der einzige Träger dieses neu eingeführten Titels. Nach dem Kampf gegen Thesz 1958 wurde er eingestellt. Der blutige Fight schockierte auch die Fans und Zuschauer. Kimura wies in seiner späteren Biographie eindeutig darauf hin, dass Riki sich nicht an die Absprachen hielt und im Kampf shootete.

Die erste Titelverteidigung stand am 26.01.1955 vor der Tür. Doch sein Gegner Toshio Yamaguchi von der AJPW musste eine Niederlage einstecken. Der Titel blieb beim japanischen Nationalhelden. Und das noch für einige Zeit.

Mit seinem neuen Tag Team Partner Azumafuji flog er wieder nach Hawaii und kämpfte mit ihm zusammen am 17.04.1955 gegen die Hawaii Tag Team Champions Bobby Bruns und Lucky Simunovich in Honolulu. Das war für die Champs allerdings kein glücklicher Tag. Sie mussten eine Niederlage verzeichnen. Der Hawaii Tag Team Title wechselte zu Riki und Azumafuji. Das sollte aber nur einer von zahlreichen Titelgewinnen sein, die der Koreaner zum Ende seiner doch kurzen Karriere als Wrestler verzeichnen konnte. Die plötzliche Wendung kam aber am 15.11.1955, als Riki mit dem mittlerweile an seiner Seite gerückten Harold Sakata, gegen Tiger Jokinder und King Kong den kürzeren zogen. Das war insoweit überraschend da niemand damit rechnete. Jokinder und King Kong (ein Wrestler aus Hong Kong) werden hierdurch die ersten All Asia Tag Team Champions. King Kong sollte jedoch nicht lange lachen. Am 22.11.1955 besiegte Riki den Wrestler aus Hong Kong und wird erster All Asia Heavyweight Champion.

Im Mai 1956 kamen zwei bekannte Gesichter nach Japan, die wieder für staunende Blicke unter den Fans sorgen sollten, die Sharpe Brüder. Eigentlich war da ja noch eine offene Rechnung aus dem Jahre 1954. Damals ging es um den NWA World Tag Team Title. Dieser stand nun auch auf dem Spiel. Diesmal jedoch wendete sich das Blatt. Riki und Endo besiegten Ben und Mike Sharpe am 04.05.1956 im "Prefectural Gym" von Osaka. Riki und Endo wurden nun endlich NWA World Tag Team Champions. Doch die Freude über den Titel währte nicht lange. Knapp eine Woche später am 10.05.1956 holten sich die Sharpe Brüder den Titel in Sapporo zurück. In den nachfolgenden Jahren sollte Rikis Karriere noch weiter nach oben steigen, als er viele Wrestler aus den USA in Japan antreten ließ. Das gab dem Wrestling in Japan so zusagen den letzten Schliff um mit der weltweiten Konkurrenz auf gleicher Augenhöhe zu stehen.







Riki gewann in den nächsten Jahren so einige Titel. Es ist schon sensationell gewesen, was dieser Wrestler bisher geschafft hat. Im Jahr 1956 begann man damit in den japanischen Promotions verstärkt Gewichtsklassen einzuführen. Im Angesicht der Gewichtsklassen starten am 23.10.1956 die ersten japanischen Meisterschafts Turniere. Neben dem JWA und All Asia Heavyweight Title werden der japanische Leichtgewichts- und Jugendschwergewichts Titel eingeführt. Am ersten Tag besiegt Yoshinosatu den Gegner Isao Yoshiwara. Er wird somit erster Japanischer Champion im Leichtgewicht. Surugaumi besiegt am zweiten Tag des Turniers Michiaki Yoshimura und wird damit erster japanischer Jugendschwergewichts Champion. Die Schwergewichtsklasse sollte ebenfalls ihre Titelchance gegen Riki bekommen. Im Match zwischen Yamaguchi und Azumafuji kommt es jedoch zum Unentschieden, so dass ein zweiter Kampf angesetzt werden muss.

Am 30.10.1956 besiegt Azumafuji seinen Gegner Yamaguchi. Er hatte das Turnier in der Schwergewichtsklasse gewonnen und eine Titelchance gegen Riki erwirkt. Zum Kampf um Rikis Titel kam es jedoch aus unerklärlichen Gründen nicht. Beim JWA Title ist auffallend, das nur Riki die höchste Trophäe innerhalb der JWA um die Hüften trug. Und das bis zum Tode. Wahrscheinlich wollte er selbst nicht, dass mal Jemand einfach schnell kommt und ihm den Titel abnimmt. Er wollte sich an oberster Stelle auf lange Zeit profilieren. Nur so ist auch zu erklären, warum Azumafuji keinen Titelkampf bekam, obwohl er das Turnier gewonnen hatte. Riki war nun mal stärker im Hintergrund tätig als vielleicht ein Azumafuji und hatte längst mehr Macht im japanischen Wrestling als viele andere Wrestler und Promoter.

Der nächste Gegner ist ebenfalls kein Unbekannter gewesen, Lou Thesz. Doch ist er mit der Zeit mehr zum Freund geworden als zum Gegner. Am 30.04.1957 befindet sich Riki in St.Louis/Missouri um den Vertrag zu unterzeichnen, für eines der größten Matches in der Geschichte des Wrestlings. Thesz signierte ebenfalls und wird damit den NWA Title aufs Spiel setzen. Der noch immer einzigste Titel mit einem Weltstatus. Sein nächster Gegner hieß am 17.08.1957 Bobo Brazil.

Brazil einer der zahlreichen Wrestler die durch Riki nach Japan gebracht wurden, zeigte in dem Match eine gute Leistung. Aber das reichte nicht und der berühmte Karate Shop führte dann letztendlich zum Sieg. Diese Matches vor allem gegen die Amerikaner, erzielten an manchen Tagen eine durchschnittliche Einschaltquote im TV von über 60%.







In der NWA kam es mittlerweile zu großen Problemen zwischen einigen Promotern und Wrestlern. Als Thesz im Juni 1957 in Chicago gegen Edouard Carpentier verlor, wurde dieser als neuer NWA World Champion angekündigt und verteidigte den Titel auch. Thesz kämpfte allerdings international als Champion weiter. Die NWA Regeln sahen einen Titelwechsel aber nur dann vor, wenn es zu keiner Disqualifikation gekommen ist. Und beim Match zwischen Thesz und Carpentier war das nicht so. Thesz musste das Match aufgeben, aufgrund einer starken Rückenverletzung. Somit war Capentier nicht der offizielle NWA Champion. Für den Promoter Eddie Quinn aus Montreal offenbar doch. Quinn mit seiner eigenen Promotion in Kanada war ebenfalls noch Mitglied in der NWA. Quinn wollte Carpentier unbedingt so oft wie möglich im eigenen Revier in Kanada antreten lassen, und zwar als NWA Champion. Doch da spielte die NWA-Spitze nicht mit. Thesz blieb weiterhin der offizielle World Champion. Der Titel wurde ihm zugesprochen. Quinn verließ daraufhin den Verband der NWA und versuchte mit der heimischen Promotion durch zu starten. Der Zerfall der NWA in mehrere unabhängige Promotions begann bereits hier. Doch diese Probleme waren für die Japaner herzlich wenig interessant.

Alle Fans schauten gespannt auf den 07.10.1957. Riki organisierte die Tour von Thesz nach Japan. Thesz landete am 02.10 auf japanischen Boden. Er war der erste World Heavyweight Champion, der nach Japan kam. Riki, mittlerweile zum Multimillionär aufgestiegen, bezahlte auch den Hotelaufenthalt von Thesz. Der übernachtete im "Imperial Hotel" von Tokyo für rund drei Wochen. Eines der besten Hotels der Welt. Der Besuch kostete Riki rund 35000$. Der 07.10.1957 stand vor der Tür und ins "Korakuen Stadium" stürmten 30000 Zuschauer. Massen von Menschen standen wieder in den Straßen um das größte Match im bisherigen Wrestling von Japan zu sehen. Das ist bis heute eine der größten Zuschauerkulissen in einem Pro-Wrestling Kampf.

Riki hatte immer noch den JWA Title inne. Nach 60 Minuten Kampfzeit kam es zu keiner klaren Entscheidung und das Match wurde als Unentschieden gewertet. Doch damit nicht genug. Am 13.10.1957 trafen die beiden erneut um den Titel aufeinander. Diesmal im "Oligi-machi Pool" in Osaka. Hier kam es jedoch ebenfalls zu keiner klaren Entscheidung. Das Match endete in einer doppelten Disqualifikation, als beide Kontrahenten ausgezählt wurden. Wer in diesen Tagen einen Fernseher kaufen wollte hatte zumeist Pech. Fast alle Geräte waren ausverkauft. Dementsprechend hoch sind auch die Einschaltquoten gewesen. Das Match vom 07.10.1957 erzielte eine Quote von rund 87%. Es entstand zwischen beiden ein tiefer Respekt. Thesz sagte später, dass Riki der einzige Wrestler aus Japan sei, den er respektiere. Umgekehrt kam dies auch von Riki. Mit den Amerikanern hatte er ja so seine Probleme. Thesz übte dermaßen großen Einfluss aus, dass er ihn zum World Champion aufbaute und unterstützte.

Die internen Probleme in der NWA verschärften sich als Thesz 1957 aus der NWA aus stieg, nur um wenig später vom NWA Präsidenten Sam Muchnick zurückgeholt zu werden. Thesz wählte als Nachfolger Dick Hutton. Die NWA Kommission war damit nicht einverstanden und setzte Buddy Rogers auf den Thron des NWA World Champion. Als die Macht der Promoter Vince Mc. Mahon Sr. und Joseph Mondt zu groß wurde, holte Muchnick Lou Thesz aus dem Ruhestand zurück. Zudem muss man wissen das McMahon und Mondt ihre eigene Promotion hatten und an der Ostküste mit den Jahren immer mächtiger wurden. Sie waren ein Mitglied der NWA. Aber als man dann bemerkte, mit einem eigenen weltweiten Titel mehr Geld zu verdienen als nur mit regionalen Titeln, trennten sich die Wege. Zu allem Überfluss hatte man auch an der Ostküste Probleme mit dem NWA Titel und den Einsatzorten bei Kämpfen. Natürlich wollte jeder einzelne Promoter den NWA Champion im eigenen Territorium antreten lassen. Doch bei zeitweise über 30 einzelnen Promotions war das schlichtweg unmöglich. Zudem sollte und musste der NWA Champion auch international kämpfen um den Weltstatus aufrecht zu erhalten. Aber das ist ja bekanntlich ein Thema für sich.

Im Jahr 1957 endete der einzigartige Status dieses Titels. Thesz war der letzte anerkannte unumstrittene World Champion. Am 27.08.1958 folgte das nächste Match der beiden. Riki sollte hier wieder für weltweites Aufsehen sorgen. Im Los Angeles Olympic Auditorium geschah das Unfassbare: Riki besiegte Thesz und wurde neuer NWA International Champion. Der Sieg brachte ihm weltweiten Respekt unter den Wrestlern ein. Schließlich hielt er nun eine hohe Trophäe in den Händen. Riki blieb NWA International Champion bis zu seinem Tod. Danach wurde der Titel für vakant erklärt, bis im November 1965 Giant Baba einen Titelkampf gegen Dick "The Bruiser" Afflis in Osaka gewann. Die NWA setzte durch, dass Thesz weiterhin der offizielle NWA Champion blieb. Und Riki kämpfte ja auch nicht in Japan, wo seine Macht im Wrestling stärker war, als in den USA. Für einige Promoter blieb nur Dick Hutton der wahre NWA Champion.

Am 21.05.1959 startete das erste "World League Tournament" in Tokyo. Bei den bis 1972 ausgetragenen jährlichen Turnieren treffen die größten Wrestler aus aller Welt zusammen. Riki besiegte am 15.06.1959 Jess Ortega im Finale und gewann das Turnier. In der Zeitspanne 1960 bis 1963 errang er die meisten Titel seiner Karriere. So auch viermal den All Asia Tag Team Title zusammen mit Toyonobori. Auf einer Tour durch Brasilien 1960 lernte er Kanji "Antonio" Inoki kennen. Er schien ziemlich überzeugt von ihm gewesen zu sein, und brachte Inoki nach Japan am 10.04.1960. Nur einen Tag später erschien Riki mit dem ehemaligen Baseballspieler Shohei "Giant" Baba in der JWA. Inoki und Baba wurden unter Rikis Aufsicht zu den größten Stars in Japan und später dann weltweit. Riki trainierte beide mit eiserner Härte. Wrestling war in seinen Augen schon längst nicht mehr nur ein Sport, es ist für ihn zur Kunst geworden. Der Erfolg kam jedoch erst nach jahrelanger harter Arbeit. Am 30.09.1960 geben Inoki und Baba ihr Wrestling Debüt.

Baba besiegt Yonetaro Tanaka, Inoki verliert gegen Kintaro Ohki. Obwohl beide zunächst zusammen trainierten wurden sie später zu erbitterten Feinden. Sie führten beide ihre eigene Promotion nach dem Tod von Riki. Vom Juli 1961 bis März 1964 schickt Riki beide in die USA zu Great Togo und Fred Atkins. Diese hatten sehr gute Kontakte zu mächtigen Promotern wie Al Haft, Fred Kohler oder Frank Tunney. Beide trainierten und managten Baba. Die Erfolge von Baba in den USA konnte Riki aber nicht mehr bis zum Ende verfolgen. Bevor Baba wieder richtig in Japan kämpfte, war Riki schon tot. In dieser Zeit wollte er eigentlich die Karriere als Wrestler an den Nagel hängen zu Gunsten seiner Familie. Da jedoch noch kein großer Nachfolger in Sicht schien, machte er schließlich weiter.

In den 50er Jahren war Rikidozan in mehreren japanischen Filmen zu sehen. Bis 1960 ging diese Filmkarriere, die zweifelsohne seine Bekanntheit förderte. Bei einem Film spielte neben Riki noch der Wrestler Iron Mike Mazurki mit.

Zu Beginn der 60er Jahre verstärkten sich seine Kontakte zur Mafia, der Yakuza. Er war auch in diversen Finanz-und Raubdelikten verwickelt. Die dunkle Seite von Riki hat man zu seinen Lebzeiten kaum in der Öffentlichkeit mitbekommen. Im Schatten der Yakuza, die sogar die JWA mit steuerte, finanzierte er durch einige Betrugsdelikte und kriminelle Handlungen die Promotion. Wenig später ist er nicht nur unter Einfluss der Mafia, er wird auch ein festes Mitglied. Außerdem stand er des öfteren unter Alkohol-und Drogenrausch und war in so manche Schlägereien verwickelt.





Unter den Kollegen galt er als ausgesprochener Koleriker, der sich häufig aufregte, besonders wenn es ums Geld ging. Doch die regelmäßigen Wutausbrüche bekamen nicht nur die Wrestler zu spüren. Als Arbeitgeber eines Imperiums im mehrstelligen Millionenwert, setzte er auch die Angestellten unter Druck, und zwar in sehr strenger Weise. Da er auf den Tourneen durch Amerika auch immer mehr Wrestler nach Asien und in die JWA holte, erwartete er stets einen enormen Umsatz. Wenn die Amerikaner dann kein Geld einbrachten, wurde er schon mal sehr wütend und schimpfte. Deswegen hasste er auch so manche Leute aus den Staaten. Am 13.05.1960 besiegt Riki bei den zweiten World League Tournaments im Finale Leo Nomellini. Beim dritten Turnier am 29.06.1961 besiegt er in Osaka im Finale Mr. X.

In Shibuya, Tokyo wird der "Riki Sports Palace" am 30.07.1961 fertiggestellt. Hier kann fortan in verschiedenen Sportarten trainiert werden. Auch ist er ein Austragungsort. Nun hatte Riki also sogar eine eigene große Sporthalle aufbauen lassen. Im vierten World League Tournament vom 25.05.1962 in Tokyo besiegt er im Finale Lou Thesz. Thesz bewies große Stärke, als er Riki zum Sieg brachte. Ein durchschlagender Erfolg für den ehemaligen Koreaner. Thesz opferte viel von seinem Ansehen, um Riki groß raus kommen zu lassen. In diesem Match legte er sich für Rikis Erfolg auf die Matte und kassierte absichtlich eine Niederlage. Das ist wohl die größte Geste gewesen, die in Rikis Leben passierte. Diese Erfahrung gab er weiter an seine Schüler Inoki und Baba. Es war das letzte Match der beiden.

Die WWA hatte so ihre eigene Geschichte. An der Westküste der USA tummelten sich in den 50er und 60er Jahren eine ganze Reihe von Promotern. Zwischen einigen Promotions kam es im Oktober 1961 zum Krieg. Wrestler tauchten bei Shows des Konkurrenten auf und randalierten dort. Einige Promoter sahen ihr "Revier" gefährdet, da die Rivalen hier eigene Shows veranstalten wollten. Den Japanern war das aber egal. Nochmal sollte Riki allerdings Schlagzeilen machen, als er am 28.03.1962 auf Freddie Blassie traf. Blassie, ebenfalls ein hartnäckiger Bursche, war schon einmal WWA Champion gewesen. Es ging nun um den WWA World Heavyweight Title im "Olympic Auditorium" von Los Angeles. Es war ein 2 out of 3 Falls Match. Riki heimste den Sieg ein, weil Blassie den ersten Fall verlor und dann das Zeitlimit kam, so dass das Match endete.

Der Koreaner wurde neuer WWA World Champion, und gleichzeitig erster Asiate, der einen wichtigen Titel aus den USA in den Händen hatte. Der WWA Title bekam seinen endgültigen Namen im Mai 1962. Anfangs wurde dieser Titel nicht in Japan anerkannt. Blassie galt als "Vampire" und der wahre Bösewicht, da er auch äußerst brutal kämpfte und seine Gegner gerne ins Gesicht biss. Und der Rückkampf zwischen den beiden vom 23.04.1962 verlief dann blutig, aber zu Gunsten von Riki. Blassie verlor eindeutig. Das dritte und letzte Match der beiden folgte am 25.07.1962 erneut in Los Angeles. Es entwickelte sich eine blutige Schlacht um den WWA Title. Blassie holte sich den Titel zurück und verpasste Riki einige Platzwunden im Gesicht.

Im Jahr 1963 holte Riki wieder die größten Pro Wrestler nach Japan. In diesem Jahr standen so einige Matches an, hier die wichtigsten. Riki besiegt am 24.03. und 17.04. den 272kg Koloss Haystacks Calhoun. Der NWA International Title wechselte nicht. Am 24.04. besiegt er Pat O'Connor und am 17.05. besiegt er im Finale der fünften World League Tournaments in Tokyo Killer Kowalski. Auch hier kein Titelwechsel. Mittlerweile hatte er den Wrestlingsport in Japan so weit aufgebaut, dass der Weg für kommende Generationen offener wurde. Das nächste Match gegen "The Destroyer" Dick Beyer sollte seine letzte große Fehde sein. Beyer, der WWA Champion, kam am 17.05. zum ersten Mal nach Japan zusammen mit anderen Wrestlern wie Gorilla Monsoon, Fred Atkins, Killer Kowalski und "Killer X" Frank Townsend. Die Herausforderung seitens Rikis ließ nicht lange auf sich warten. Der WWA Champion Beyer verteidigte den Titel am 19.05.1963 in Osaka. Fünf Tage später am 24.05.1963 folgte das Rückmatch. Nach 60 Minuten lief allerdings das Zeitlimit ab und das Match wurde als Unentschieden gewertet. Der WWA Title blieb damit bei Beyer. Der Sender NTV (Kanal 4) übertrug diesen Kampf und erzielte eine neue Rekordmarke bei den Quoten mit 64 bis 67%. Die Leute hatten nun mehr Fernsehgeräte als damals bei Thesz 1957. Nahezu 70 Millionen Menschen sahen zu.

Von seinem privaten Leben ist nicht viel bekannt geworden, zu seinen Lebzeiten. Die Liebe zu Keiko Tanaka verschaffte ihm am 05.06.1963 unverhofftes Glück. Im Hotel Ookura in Tokyo feierten die beiden ihre Hochzeit. Am 07.12.1963 bestritt Riki sein letztes Match in Hamamatsu. Zusammen mit The Great Togo und Michiaki Yoshimura reichte es nur zum Unentschieden gegen The Destroyer, Killer Buddy Austin und Ilio DiPaolo. Die 60. Minute hatte geschlagen. Eine Woche Später sollte ein weiteres Match zwischen Riki und Thesz in den USA folgen. Alle Weichen wurden von Seiten der NWA und JWA gestellt. Auf dem Spiel stand wieder die höchste Trophäe weltweit - der NWA Title von Thesz. Doch das Schicksal wollte es anders und es kam nicht mehr zu diesem großen Kampf. Das Datum für war für den 13.12.1963 festgesetzt worden. Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass Riki zwei Tage später mit dem Tod rang. Sein größtes Ziel den NWA Title nach Japan zu holen ging nicht in Erfüllung. Das geplante Match gegen Thesz am 13.12.1963 wurde nie bestritten, aufgrund seines Gesundheitszustandes.







Das ganze Geld und der Erfolg brachten ihn ab den 60er Jahren verstärkt in Kontakte mit der japanischen Mafia. Als diese einen neuen Bezirk in Tokyo eroberte, "the new Latin Quarter", kam es am 08.12.1963 in dem Nachtclub "New Latin Club" in Akasada, Tokyo zu einer verhängnisvollen Auseinandersetzung. Riki betrat das Lokal und gesellte sich zu einigen Leuten an den Tisch. Als er schon etwas angetrunken war, ging er Richtung Toilette und quatschte mit einer Frau. Plötzlich erschien ein 24 Jahre alter Mann, ein gewisser Katsushi Murata. Beide gerieten heftig aneinander. Murata, Mitglied der Yakuza und einer rivalisierenden Gang, pöbelte Riki an und meinte drohend, er solle sich aus den Geschäften in diesem Bezirk heraus halten. Riki, schon unter Alkohol-und Drogenrausch, ging keiner Prügelei aus dem Weg. Der Streit eskalierte und Riki schlug zu. Murata ergriff ein 15cm langes Jagdmesser und rammte es ihm in den Bauch. Er sackte zusammen. Murata suchte das Weite, stellte sich aber wenig später der Polizei. Noch am gleichen Abend wurde Riki ins Krankenhaus eingeliefert und einer Operation unterzogen. Am nächsten Morgen wird er in ein anderes Hospital verlegt. Dort lehnte er nahezu jede medizinische Hilfe ab. Gegen die Warnung der Ärzte begann Riki Alkohol zu konsumieren. Die zunächst nicht lebensgefährliche Verletzung wurde schlimmer. Am 15.12.1963 unterzog sich Riki einer zweiten Operation. Doch es war zu spät: 4 Stunden später stirbt Rikidozan im Alter von 39 Jahren an den Folgen einer Bauchfellentzündung. Damit hatte die Wrestlingwelt einen ihrer größten Athleten verloren.

Das Pro-Wrestling in Japan stürzte nach seinem Tod in eine Krise. Rikis Schüler Antonio Inoki und Giant Baba konnten den schmerzlichen Verlust auffangen. Mit ihrer Hilfe wurde das Wrestling in Japan international berühmt. Doch ohne Rikidozan hätte es kein japanisches Pro Wrestling in seiner heutigen Form gegeben. Er war der erste auf dem asiatischen Kontinent, der 10 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges, dem Wrestling hier zum internationalen Erfolg verhalf. Mit seinem Tod endet eine Ära voller Triumph und Tragödie im Wrestling. Im Mai 1996 wurde er in die "Puroresu Ruhmeshalle" aufgenommen. Einige Leute und Weggefährten vermuteten sogar, dass sein Tod mit dem amerikanischen Geheimdienst in Verbindung stehe.

Was mit dem Tode von Rikidozan ebenfalls ins Rampenlicht rückte, war die Diskussion um Absprachen und Betrugsskandale bei Kämpfen. Es wurden nun verstärkt Stimmen laut, die von absichtlich schwerer Täuschung der Fans sprachen. Was sich an einigen Stellen als begründeter Verdacht erwies, war die starke Einflussnahme der NWA auf das Wrestling in Japan. Absprachen waren auch in Japan keine Seltenheit. Schon in der frühen Zeit versuchten diverse Wrestler und Veranstalter die Fans zu täuschen.

Die Aufregung verstummte erst wieder, als Rikis Weggefährten und Schüler Baba und Inoki, an Bekanntheit und Beliebtheit zu nahmen. Die CIA soll die JWA und die Beziehungen zum kommunistischen Staat streng überwacht haben. Heute weiß man, dass das nicht stimmt. Es ist mehr die stark anhaltende Antipathie gegenüber den Amerikanern gewesen, die zu solchen Anschuldigungen führte. Sein Tod war letztendlich die Folge der sich immer weiter ausbreitenden Mafia. Er selbst steckte aber auch tief im Sumpf der japanischen Unterwelt.

Doch all die Informationen, Skandale und sonstigen Berichte tauchten erst Jahre nach seinem Tod auf. Riki hatte noch eine uneheliche Tochter mit einer koreanischen Frau. Noch bevor er Keiko Tanaka kennen lernte. Riki und Keiko hatten während der nur kurz anhaltenden Ehe eine Tochter. Der Sohn Mitsuo Momota folgte dem Vater 1970 in den Ring und kämpfte bei Pro Wrestling NOAH. Er konnte jedoch an den damaligen Erfolgen des Vaters nicht mehr anknüpfen. Fragte man damalige Wrestling-Experten in Japan, so war überhaupt nicht abzusehen, dass Baba und Inoki mal für gut 40 Jahre das Business lenken sollten. Rikidozans Söhne Yoshihiro und Mitsuo Momota finanzierten schließlich Giant Babas Wrestling-Promotion. Mit ihrem Kapital und dem Willen des Riesen Baba begann eine neue Epoche im japanischen Pro-Wrestling. Unter riesiger Anteilnahme wurde der japanische Megastar Rikidozan am 20.12.1963 auf dem Waldfriedhof "Ikegami Honmonji" in Tokyo beerdigt.

Kum Yong-Gin, ein führender Mann in der "Pro-Pyongyang Korean Amateur Athletic Association" mit Sitz in Japan, sagte über Rikis Erbe:
"Rikidozans reputation is still great".




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