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Mi. 23.08.2017 - 06:14 Uhr
   
 
 
 

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Die größten Promoter des Wrestlings - Jim Barnett



Wenn von einflussreichen und erfolgreichen Promotern die Rede ist, dann darf natürlich eine Persönlichkeit nicht fehlen - Jim Barnett. Dieser hat es über Jahrzehnte geschafft sowohl die Fans mit seinen Shows zu begeistern, als auch im Hintergrund mit seiner Kreativität dem Wrestling entscheidende Impulse zu geben. Ob Booking, Management oder eben sein starker Einsatz im Bereich der TV Shows - Barnett hat sich damals als wahres Multitalent bewiesen. Die Zeitspanne, wo er aktiv war, reicht von Ende der 40er Jahre bis hin zur modernen Ära der WWF und WCW. Auch die Offiziellen der beiden „Großen" des Business suchten nach einem erfahrenen Veranstalter, der quasi alle Tricks und Kniffe kannte. So ist es Barnett gewesen, der in der Anfangsphase von Wrestlemania oder am Verkauf der NWA / WCW Rechte an den Ted Turner Medienkonzern 1988 mitwirkte. Damals, am Beginn des TV Booms wenige Jahre nach Kriegsende, musste er sich jedoch erst als Redakteur eines Wrestling-Magazins in Chicago behaupten. Doch für seine Förderer stand bald fest, dass er genau der richtige Mann war und über die entsprechenden Fähigkeiten verfügte. So kam es, dass Barnett schon Anfang der 50er Jahre mit den größten Topstars quer durch Amerika tourte. Der Beginn einer turbulenten wie schillernden Karriere im Wrestling.

James Edward Barnett stammte ursprünglich aus Oklahoma City, wo er am 09. Juni 1924 geboren wurde. Es war wohl eher Zufall, dass der junge Philosophie-Student der University of Chicago überhaupt ins Wrestling gekommen ist, denn sonderlich fasziniert war er anfangs nicht von dem, was man da in einem lokalen Magazin über diese „Randsportart" berichtet hatte. Etwa ein Jahr nach seinem Abschluss, den Barnett im Dezember 1947 erreichte, kam er in Kontakt zur Chicagoer Wrestling-Szene, die niemand geringeres als Fred Kohler dominierte. Als Jim mal die TV Shows von ihm gesehen hatte beschloss er danach, sich dessen Magazin „Wrestling As You Like It" zu kaufen. Mit der festen Absicht dieses verbessern zu können, schrieb er einen Brief an Kohlers Office in der Grace Street. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Er solle vorbeikommen und sein Können unter Beweis stellen. Bald war es soweit und Barnett erschien in der Tür des damals größten Veranstalters im Professional Wrestling. Unter Richard "Dick" Axman, der das Magazin zum größten Teil leitete, wurde er als Redakteur eingewiesen. Das Team Axman-Barnett korrespondierte perfekt, so dass sich das Magazin eine große Fanbase aufbauen und einer steigenden Popularität erfreuen konnte. Als Kohler schließlich seine Liga enorm ausbaute, musste ein "Road Agent" her, der außerhalb von Chicago die Shows managte und nach neuen Talenten suchte. Er entschied sich für Barnett, für den damit eine schillernde Karriere begann, an die mancher damals nicht mal zu träumen gewagt hätte. Im September 1949 begann dieser große Erfolg mit den populären Fernsehshows aus der Chicagoer Marigold Arena, die durch das DuMont-Network weit überregional, sogar bis Kanada, zu sehen waren. Ab 1950 erschienen in Chicago dermaßen viele Wrestler, dass sich hier eine Hochburg der Szene entwickelte, die zu diesem Zeitpunkt nicht mal New York überbieten konnte. So war es dann jener Road Agent Jim Barnett, der mit Verne Gagne, Hans Schmidt, Sonny Myers, Pat O'Connor und Dick the Bruiser quer durch die Staaten tourte. Mal eben sind das die Namen im damaligen Wrestling schlechthin gewesen. Natürlich durften auch nicht Lou Thesz, Gorgeous George und Johnny Valentine im TV fehlen, die Kohlers Einnahmen kräftig steigerten. Das traf vor allem auf Valentine zu, der in Chicago haushoch gehandelt wurde.

Barnett erhielt im November 1955 seine Lizenz als Manager von der Illinois State Athletic Commission. Als Booking Agent war er es jetzt fast immer, der die Verträge für Kohlers Liga unterschrieb oder diese erst möglich machte. Etwa wie beim späteren Topstar William Afflis, bekannt geworden als „Dick the Bruiser". Er unterzeichnete bei Barnett einen Vertrag und prompt ging seine Karriere steil nach oben. Das Gleiche passierte auch bei Angelo Poffo und Wilbur Snyder, die zu den besten Wrestlern ihrer Zeit gehörten. Damals war ihre Fehde um den United-States Title ein Highlight der Barnett Promotion, die nunmehr gleich in mehreren Bundesstaaten veranstaltete. Begonnen hatte der Boom einst Mitte der 50er Jahre in Indianapolis, als Kohler und Barnett die lokalen Rechte am Booking Office von Billy Thom aufkauften. Beide investierten ihr Kapital in die "Indiana Wrestling, Inc.". Eine von Dick Patton administrativ geleitete Corporation, in die auch Balk Estes einzahlte. Estes war es dann, der mit Barnett noch einige Jahre zusammenarbeitete bis dieser sein Office in Indianapolis schloss, und danach die WWA Liga das Territorium über zwei Jahrzehnte dominieren sollte. Doch letztlich war es die ab 1958 bestehende Geschäftsbeziehung zu dem ehemaligen Los Angeles Promoter Johnny Doyle von der Jim Barnett kräftig profitierte. Das Duo bestimmte die Szene bald stärker, als manchem damaligen Konkurrenten lieb gewesen ist, trotzdem sie in der Phase keine Mitglieder der National Wrestling Alliance waren. Beide kreierten eine neue Version der AWA mit Leuten wie Poffo und Afflis als Topstars. Die Liga „American Wrestling Alliance" entstand, zu der später auch noch Roy Shire in San Francisco gehörte.

Es gelang Barnett von Indianapolis aus, wo er seine ersten TV Shows organisierte, sich auch in Ohio und Michigan zu etablieren. Das Medium Fernsehen spielte dabei wieder eine wesentliche Rolle, denn erst damit kam der große Erfolg zustande. Am 27. Dezember 1958 initiierten Doyle und Barnett die erste TV Wrestling-Show in Cincinnati in den WCPO-TV Studios. Die Fehde Poffo-Snyder hatte gerade ihren Anfang genommen. Snyder verlor an diesem Abend seinen United States Title. Innerhalb der nächsten 12 Monate kamen rund 100.000 Zuschauer zu den Shows im Cincinnati Gardens. Es sollte ein super Geschäftsjahr für Barnett werden, der sich Ende März 1959 auch offiziell mit Doyle zur "Doyle-Barnett Corporation" zusammenschloss, von der heutige Historiker sagen, dass sie die stärkste Corporation im Wrestling bis Anfang der 60er Jahre gewesen ist. Bald zeichnete sich ab, wer mit wem zusammenarbeitete oder fehdete. Ausgerechnet Barnetts langjähriger Geschäftspartner Fred Kohler sollte dabei das Nachsehen haben, da dessen ehemaliger Road Agent sich kurzerhand im Januar 1960 absplittete, und es so zumindest für das NWA Booking Office in Chicago auch keine Möglichkeiten mehr gab, die Wrestler der Doyle-Barnett Gruppe zu booken. Und das sind eine ganze Menge gewesen. Um den Verlust auszugleichen teamte Kohler in dieser Phase stattdessen mit Leuten wie Vincent James McMahon und Toots Mondt, zwei etablierten Veranstaltern von der Ostküste. Intern fehdete Kohler mit Barnett noch über Monate weiter, besonders als es um die Frage der Aufnahme in die NWA ging. Im August 1961 wurde Fred neuer NWA Präsident und im gleichen Monat beantragten Doyle & Barnett ihre Mitgliedschaft in der Alliance. Am 31.08.1961 wurde dieser Aufnahmeantrag offiziell gestellt, den sogar noch Sam Muchnick pushte. Es wäre wohl zu einer Aufnahme gekommen, wenn Muchnick zu diesem Zeitpunkt die NWA geführt hätte. Kohler hatte aber dort die größere "Power", ums mal so zu sagen. Er setzte ein Membership Commitee ein, dass über den Aufnahmeantrag entschied. Die Mehrheit (McMahon, Mondt, Harry Light und Mike London) sprach sich dagegen aus, was auch nicht gerade verwunderlich war, da sie alle zusammen mit Fred kooperierten. So dauerte es bis 1969 ehe Barnett ein Mitglied wurde.

Die NWA Promoter mussten sich alsbald mit der neuen Konkurrenz beschäftigen, denn es dauerte nicht lange bis diese auch in Detroit auftauchte, um die lokale Szene mitzubestimmen. 1961 begann in der Motor-City ein Konkurrenzkampf zwischen der NWA und Barnetts AWAlliance. Harry Light, langjähriger NWA Promoter in dieser Region, startete im Oktober 1961 eine groß angekündigte Show im Olympia-Stadion. Mit dabei waren Bruno Sammartino und Antonino Rocca. Light bookte sie von Barnetts Konkurrenten Kohler, McMahon und Toots Mondt. Trotz dieser starken Promoter, Light war zudem noch NWA Mitglied, Barnett nicht, konnte er die Doyle-Barnett Corporation anfangs nicht überbieten. Das Duo bookte nur eine Woche später die "Cobo Arena" mit Gagne, Afflis, Synder und Fritz Von Erich. Damit wurden die Karten wieder neu gemischt. Es zeichnete sich in den nächsten Monaten ein leichter Vorsprung für Doyle und Barnett ab, deren Pläne sich aber bald ändern sollten. Im Sommer 1962 war der Konkurrenzkampf ohne nennenswerte Ereignisse beendet worden. Light schloss hiernach sein Booking Office in Detroit und Doyle verkaufte seine lokalen Anteilsrechte im Frühjahr 1963, wodurch sich die Szene neu formierte mit Leuten wie Afflis, Snyder und Ed „The Sheik" Farhat. 1964 zog sich auch Barnett aus Detroit und Indianapolis zurück, um woanders etwas neues aufzubauen. Die Nachfolge übernahmen Farhat und Francis Fleser mit der Liga „Big Time Wrestling" in Detroit, sowie Afflis und Snyder mit der „World Wrestling Association (WWA)" in Indianapolis.

Im Spätjahr 1964 hatten sich Doyle und Barnett dafür entschieden in Australien neu zu starten. Berichten zufolge soll es maßgeblich durch Sam Menackers Initiative dazu gekommen sein, dass beide noch im gleichen Jahr tatsächlich nach Down Under gingen. Sie gründeten die „International Wrestling Association (IWA)", womit ein großer Boom in Australien einherging. Die IWA etablierte dort das Wrestling mit Topstars wie Killer Kowalski, Jack Brisco, Dory Funk Jr., Spiros Arion, Mark Lewin, Killer Karl Kox und Buddy Austin. Menacker wurde bis 1970 als Kommentator der Liga eingesetzt, die ihre Sendeformate in Sydney und Melbourne im Fernsehen ausstrahlte. Beim Booking wechselte sich Barnett mit seinem Geschäftspartner alle fünf Monate ab, bis Doyle 1968 krankheitsbedingt zurücktreten musste. Bis dahin hatte Barnett enorm viel von ihm gelernt. Im August 1969 wurde er schließlich auf der NWA Convention als Mitglied anerkannt. Er war da schon beinahe zwei Jahrzehnte im Geschäft, ohne das ihn die NWA auch nur einmal zurückdrängen konnte. Man wusste um Barnetts Einfluss, der durch die Vielzahl seiner Fernsehshows zustande kam. Hier spielte wiederum Doyle eine wesentliche Rolle, an dessen Fernsehformate er perfekt anknüpfen konnte. Barnetts Geschäftspartner war bereits ein paar Jahre vor ihm zum Fernsehen gekommen. Was lag also näher, als das Jim schließlich in den turbulenten Wrestling-Zirkel der Mid-South Region wechselte.

Zwischen Atlanta, Tampa, Memphis und Charlotte boomte das Wrestling in der Phase der 70er Jahre. Von Crockett, Welch, Gulas, Jarrett bis Jones, Graham, Fuller und Fields - all diese Veranstalter kassierten hier Unsummen. Paul Jones verdiente durch das Atlanta ABC Booking soviel, dass er sogar mehrere Sporthallen besaß. Das Fernsehen erlebte hier eine neue Zeitenwende, die vor allem mit dem Namen Ted Turner verknüpft ist. Als dieser 1972 mit seinem Kanal WTCG in Atlanta auf Sendung ging, konnte man die anfänglich 60 Minuten langen Wrestlingshows fast überall in Georgia mit einer Hausantenne empfangen. Anfangs zeigte man die Shows der All-South Wrestling Alliance von Ann Gunkel. Aber den Sendeplatz bei Turner konnte sich dann Jones sichern. Sein TV Format, "Georgia Championship Wrestling", war jedoch noch keine eigentliche Promotion, wie viele irrtümlich annahmen. Dahinter steckte das Atlanta ABC Booking, das selbst auch im Wirrwarr der Anteilseigner und späteren Teilhaber unterging. Turner weitete auf eine Sendezeit von 120 Minuten aus und wandelte den Sender 1976 zur "SuperStation-WTBS" um, sprich das Programm war jetzt über Satellit in weiten Teilen der USA zu empfangen. Innerhalb nur dieser vier Jahre, seit Sendestart, wurde Atlanta schon von weitreichenden Ereignissen beeinflusst. Nach knapp neun Jahren in Australien rechneten wohl viele nicht mehr damit, dass sich Barnett auf der August-Konferenz der NWA 1973 in Las Vegas zurückmeldete. Er wolle die Welch-Brüder auszahlen und das Atlanta Booking Office übernehmen. Was sich so einfach anhörte, war für viele Promoter kaum möglich, außer für Barnett. Im Zeitraum bis 1974 verkaufte er seine Promotion in Australien an Tony Kolonie, um sich jetzt mehr auf das Business in Amerika konzentrieren zu können.

Jones' ABC Booking war seit 1972 wiederum Teil einer anderen Gesellschaft. Nach dem plötzlichen Tod von Ray Gunkel brach in Atlanta ein Promotionkrieg aus. Die "All-South Wrestling Alliance (ASWA)" von Ann Gunkel und Jones' ABC Booking machten sich heftig Konkurrenz. Im November 1972 konterte Jones und formierte mit Roy und Lester Welch die "Mid-South Sports, Inc.". Jetzt besaß der NWA Promoter Roy Welch aus Tennessee auch gewichtige Anteile am ABC Booking. Bill Watts und Jack Brisco kauften ebenfalls Anteile. Da Jones noch vom Tampa-Office Wrestler nach Atlanta bookte, gingen weitere 20% an "Championship Wrestling from Florida". Praktisch dazwischen erschien nun Barnett, der die Welch-Brüder im September 1973 für ganze 268.000 Dollar auszahlte. Damit sicherte er sich auch gleich die 20% vom Tampa Office. Prinzipiell war es jetzt Barnett, der das Booking und Management der Shows in Atlanta bestimmte. "Frontpromoter" blieb weiterhin Paul Jones, der sich aber größtenteils nur noch als stiller Teilhaber betätigte. Es erschienen weitere Leute, die Anteile an GCW kauften: Jerry Oates, Frances Jones, Ole Anderson sowie Jack und Gerald Brisco. Ende der 70er Jahre hielten die Briscos 30% des Unternehmens. Aus Mid-South wurde am 29. März 1974 schließlich "Georgia Championship Wrestling (GCW)". Zusammen mit der Crockett-Promotion in North Carolina war GCW eine der wichtigsten Ligen der NWA. Ende 1974 hatte Barnett letztlich auch den Konkurrenzkampf mit Ann Gunkels ASWA für sich entschieden. Stellenweise eine recht heftige Auseinandersetzung, besonders zwischen Gunkel und einem der zahlreichen Wrestler aus der Welch-Fields Familie, Lester Welch.

Den Höhepunkt erreichte Barnetts Karriere im August 1975, als Sam Muchnick seine NWA Präsidentschaft beendete. Jim Crockett Jr. gewann an Einfluss und Barnett übernahm für die nächsten fünf Jahre das Booking vom NWA World Title. Der NWA Hauptsitz, bisher St. Louis, verlagerte sich in die 310 Chester Street nach Atlanta, wo sich das Office von Barnett befand, der sich nun als wichtigster Mann der ganzen NWA etablierte. Als Crockett dann immer stärker wurde, war Charlotte auch so etwas wie eine NWA Zentrale. Atlanta war in den späten 70er Jahren die Hochburg des Wrestlings schlechthin. Die gemeinsame Kooperation zwischen Barnett und Eddie Graham, dem NWA Promoter in Florida, brachte in dieser Zeit solche Legenden wie Ricky „The Dragon" Steamboat ins Wrestling. In jenen Jahren kamen viele Topstars nach Georgia, die selbst heutige Fans noch kennen, da sie ja zum Teil immer noch aktiv sind. Dusty Rhodes, Ric Flair und Harley Race - um nur einige Namen zu nennen. GCW hatte viele Teilhaber, was sich auf Barnett negativ auswirken sollte. Im Dezember 1982 konnte er seine Absetzung als Chairman, durch die Stimme der weiteren Anteilseigner, nicht mehr verhindern. Einige Monate später gab Barnett auch seine NWA Mitgliedschaft auf, denn das Office in Atlanta hätte er unter diesen Bedingungen ohnehin nicht mehr halten können. Andere Promoter und Booker lenkten jetzt die Geschäfte. Damit war seine Karriere jedoch längst nicht beendet. 1984, in der Expansionsphase der WWF, war er einer der wichtigsten Leute im Hintergrund. Barnett ging zu Titan Sports und wirkte mit als Berater in der Anfangsphase von Wrestlemania, bis ihn Crockett 1987 ins Mid-Atlantic Revier zurückholte. Da war Georgia Championship Wrestling jedoch nicht mehr existent.

Nach Schließung von GCW und dem Verkauf der Stampede-Wrestling Promotion, blieben noch Crockett und Donald Owen als NWA Mitglieder übrig. Owen stieg erst 1992 aus, während Barnett beim NWA Rechteverkauf zwischen Crockett und "Turner Broadcasting System (TBS)" mitmischte. Der NWA Hauptteilhaber, die Jim Crockett Promotions, verkaufte im November 1988 ihre Rechte an TBS. Nun war Turner praktisch "Besitzer" der NWA, was auch nicht so ganz stimmte, da die Alliance noch aus kleineren Ligen bestand, zu denen Owen gehörte. In den 90er Jahren arbeitete Barnett meistens für die WCW. Er blieb, nach verschiedenen Unterbrechungen, solange beim Turner-TV involviert, bis die WCW am 28. März 2001 als eigenständige Promotion geschlossen wurde. An diesem Tag räumte AOL/Time-Warner alle Büros und der neue Eigentümer, die WWE, zog ein. Manche behaupten, dass Barnett in Wirklichkeit die WCW steuerte. Jim Barnett war zweifelsohne ein außergewöhnlicher Promoter, den man kaum in ein passendes Schema einordnen kann. Kein anderer Veranstalter hatte vor den McMahons so viel Erfolg mit Fernsehformaten. Privat war er kontrovers, führte einen extravaganten Lebensstil, sprach offen über seine Homosexualität und investierte sein Geld in allerlei Projekte, die seiner fulminanten Lebensart durchaus gerecht werden konnten. Bis zuletzt war er noch als Berater für verschiedene WWE Projekte tätig. Jim Barnett starb am 17. September 2004 nach längerem Krebsleiden im Alter von 80 Jahren. Für lange Zeit hat er das Business maßgeblich geprägt, baute viele Superstars auf und machte sich unverzichtbar - Vor allem später auch hinter den Kulissen. Nicht ohne Grund nannten ihn einige Zeitgenossen damals schon - „the most powerful man in wrestling."


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