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..:: Wrestling Almanac: Heavyweight Wrestling from Bridgeport ::..

1959: Vince Sr. startet das Sendeformat "Heavyweight Wrestling from Bridgeport"

Nachdem Fred Kohlers Saturday Night Fernsehshows aus der Chicagoer Marigold Arena im März 1955 eingestellt wurden, trat Vincent James McMahon mit seinen Übertragungen die Nachfolge an. Kohler sendete seit 1946 auf mehreren Sendern im Großraum Chicago und ab 1949 auch im DuMont-Network. Dieses Netzwerk war der Konkurrent von ABC, NBC und CBS. Das Einzugsgebiet umfasste neben Chicago noch Orte von St. Louis bis Boston. Insgesamt erreichten Kohlers Sendungen rund 65 Städte. Der 10-jährige Konkurrenzkampf gegen das ABC-Network war allerdings aussichtslos. Am 05.08.1956 lief die letzte Sendung auf dem alten DuMont-Network. Zwei Sender (WABD-New York/WTTG-Washington D.C.) schlossen sich danach zur "DuMont Broadcasting Corporation" zusammen. Noch bevor das alte Netzwerk in Konkurs ging, übertrug McMahon eine wöchentliche Show aus der Capitol Arena in Washington ab Januar 1956. Sie wurde auf Kanal 5 WTTG (DuMont-Sendepartner) übertragen. Am 21.06.1956 kam dann die Premiere in New York auf WABD. Man sendete das Programm aus Washington. McMahons Partner Joseph Mondt imponierten diese Fortschritte. Er sah die Zeit gekommen, um seine langjährigen Konkurrenten zu stürzen.

1956 veranstalteten Mondt und McMahon ihre erste gemeinsame Show im MSG. Das Monopol der Dusek-Kwariani-Johnston Fraktion konnte binnen weniger Monate gebrochen werden. Die Konkurrenten hatten nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie schlossen sich McMahon an, oder sie mussten aufgeben. Einen nächsten gewaltigen Schlag verpasste McMahon der Konkurrenz, als er mit Joseph Smith über eine zweite Fernsehübertragung aus Bridgeport/Connecticut verhandelte. Dieses Sendeformat startete offiziell als "Heavyweight Wrestling from Bridgeport" am 11.02.1959 in New York auf Kanal 5 WNEW. Nun war Capitol Wrestling im Großraum Washington-New York, in Virginia und in Kanada zu sehen. Im nächsten Schritt verhandelte McMahon mit Fred Kohler, einem alten Hasen des Wrestlings, über Ausstrahlungen in Chicago. Kohler unterschrieb einen Sponsorenvertrag und die Bridgeport-Sendungen wurden an den Chicagoer Sender WNBQ verkauft. Am 19.09.1959 debütierte das Programm hier offiziell. Zahlreiche Größen des Wrestlings bekamen ihre Chance im Fernsehen wie: Miguel Perez, Antonino Rocca, Bruno Sammartino, Johnny Valentine, Bearcat Wright, Pad O´Connor oder Buddy Rogers.

Durch Unterstützung von Capitol Wrestling entschied Kohler den Chicago-Promotionkrieg gegen Eddie Quinn 1960 für sich. Die Bridgeport-Ausstrahlungen liefen in Chicago noch bis September 1963. Wenige Monate vorher hatte Kohler den Sponsorenvertrag beendet und sich endgültig aus dem Fernsehgeschäft zurückgezogen. Nennenswerter Höhepunkt der Kohler-McMahon Verbindung, war das NWA World Title Match am 30.06.1961 zwischen Buddy Rogers und Titelverteidiger Pad O´Connor. Bridgeport übertrug diese Veranstaltung mit über 38000 Zuschauern aus dem Chicagoer Comiskey Park. Rogers bezwang O´Connor und wurde neuer NWA World Champion. In den 60er Jahren bekam McMahon öfters Probleme mit seinen Fernsehshows. Die Formate wechselten oft den Sender oder die Uhrzeit. Am 30.04.1966 wurde "Heavyweight Wrestling from Bridgeport" auch beim New Yorker Sender WNEW eingestellt. Nach 7 Jahren endete so eines der erfolgreichsten Sendeformate in der frühen TV-Geschichte des Wrestlings. Fast alle Stars der 50er und 60er Jahre traten hier auf.

McMahon trotzte dem Krisenjahr 1969, als nur noch wenige Zuschauer in den MSG kamen. Die Zahl sank von durchschnittlich 20000 auf 5600 Ende Juni. Die WWWF war jedoch gut aufgestellt, dank ihrer zahlreichen Mitarbeiter. McMahon und CWC-Vizepräsident Philip Zacko verlagerten die Ausstrahlungen ab 1971 nach Hamburg und Allentown. Als erfolgreiche Veranstaltungsorte etablierten sich ferner: Boston, Philadelphia sowie Pittsburgh. Spätere Sendeformate konnten durch den technischen Fortschritt natürlich noch mehr Zuschauer erreichen. Aber diese Entwicklung war stets an primitive Vorgänger geknüpft. Promoter wie Kohler, McMahon oder Johnny Doyle machten das Wrestling erst im Fernsehen salonfähig. Durch ihr Handeln wurde die weitere Zukunft dieser Show-Sportart maßgeblich beeinflusst.

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