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Neustart des Wrestlings im Madison Square Garden

Dem Bericht einer deutschen Wrestling-Zeitschrift ist zu entnehmen, dass 1956 durch Vincent James McMahon der Start von Wrestlingshows im Madison Square Garden ermöglicht wurde. Jedoch ist dies nur eine relative Wahrheit. Sicher hatte McMahon seinen Anteil am Erfolg gehabt, die Rückkehr des Wrestlings war allerdings zwei anderen Leuten zu verdanken: William "Bill" Johnston und Joseph "Toots" Mondt. Die Johnstons gehörten über sechs Jahrzehnte zur führenden Promoter/Manager-Rige in New York. Angefangen hatte alles noch im alten (zweiten) MSG. 1912 wechselte Jimmy Johnston vom aktiven Boxer zum Manager. Er gründete wenige Jahre später die "Johnston Enterprises" mit direktem Sitz am Broadway Nr. 1476. In Konkurrenz zu Tex Rickard, dem damals erfolgreichsten Boxpromoter, etablierte sich Jimmy in den 20er und 30er Jahren als beliebter Boxmanager. Rickard hielt das Boxmonopol bis zu seinem Tod 1929. Danach leitete Jimmy den 1925 eröffneten dritten MSG, bis Mike Jacobs der größte Boxpromoter wurde. Jacobs und sein "20th Century Sporting Club" nahmen der MSG-Corporation ein Großteil des Geschäfts weg. Er hielt das Monopol bis 1949, veranstaltete aber dann öfters im New Yorker "Hippodrome".


Vincent James McMahon

Am 30.03.1938 sahen rund 6000 Zuschauer die vorerst letzte Wrestlingshow. Danach wurden alle Wrestling-Veranstaltungen, wegen stark gesunkener Zuschauerzahlen, auf unbestimmte Zeit eingestellt. Die Wrestlingszene verlagerte sich stattdessen in zahlreiche kleinere Clubs. Nach Jimmys Tod 1946 übernahmen seine Brüder William und Charley Johnston das Booking Office am Broadway. Neffe Walter Smallshaw ("Walter Johnston") war ebenfalls ein Promoter im Team. Jimmys Sohn Jimmy Jr. war wie sein Vater ein Boxmanager. 1949 verkaufte Box-Gigant Mike Jacobs sein Imperium, was den Johnstons zu mehr Einfluss verhalf. Im Januar verkündete William Johnston eine Rückkehr des Wrestlings. Er hielt mittlerweile die Lizenzen des Gardens. Zusammen mit Co-Promoter Toots Mondt wurde für den 22.02.1949 eine große Show in Aussicht gestellt. Auf der Matchcard standen: Gorgeous George, Ernie Dusek, Emile Dusek, "The Golden Superman" Walter Podolak, Angelo Savoldi, Wilbur Nead, Butch Levy, Howard Cantonwine, Ray Schwartz und George Becker. Williams erhoffte Topstars wie Lou Thesz, Yvon Robert, Bill Longson, Billy Watson, Primo Carnera oder sogar Hans Schwarz Jr. aus Deutschland traten nicht an. Der Neustart floppte, da nur 4197 Zuschauer erschienen. Im Endkampf siegte Gorgeous George nach 26 Minuten über Ernie Dusek. 40000 Dollar Einnahmen waren erwartet worden, knapp 14000 sind es am Ende geworden.

Doch Mondt gab sich damit nicht zufrieden. Es dauerte zwar viele Monate, bis er eine zweite Show veranstaltete, diesmal aber gelang der Durchbruch. Am 12.12.1949 ließ Mondt zwei seiner Schützlinge antreten: Primo Carnera und Antonino Rocca. Prompt erschienen 17854 Zuschauer, die über 50000 Dollar bezahlten. Rocca besiegte "Mr. America" Gene Stanlee. Mondt teilte das Business noch eine Zeit lang mit den Johnstons, die mittlerweile durch Manager Kola Kwariani unterstützt wurden. William Johnston promotete nebenbei eigene Shows als Manager von ca. 18 lokalen Sportclubs. Seine Kontakte verhalfen dem Boxen/Wrestling hier zu neuen Erfolgen. Die letzte MSG-Show unter William lief am 15.05.1950. Rocca bezwang nach 24 Minuten Lord Leslie Charlton. Wieder kamen 14246 Zuschauer. Am Vortag dieser Veranstaltung war William Johnston im Alter von 61 Jahren gestorben. Bruder Charley und Neffe Walter Smallshaw führten das Booking Office am Broadway weiter. Allmählich rutschte Mondt an die Spitze. Durch seine Initiative kam McMahon 1956 in den Garden. Charley arbeitete zeitweise als Co-Promoter für McMahon. Er veranstaltete noch eigene Shows bis zu seinem Tod 1969. Charleys Bruder Edward "Ned" Irish war der Executive Director des MSG und ein erfolgreicher Basketball-Promoter. Irish promotete als letztes Johnston-Mitglied neben Williams Sohn Bill Johnston Jr.. Am 26.11.1956 startete die erste MSG-Show der Mondt-McMahon Fraktion. Damit begann ein neues Zeitalter, das dem Wrestling ungeahnte Erfolge bescherte.


Jimmy Johnston

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