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Do. 19.10.2017 - 18:23 Uhr
   
 
 
 

..:: Wrestling Almanac: Die großen Catcher-Skandale ::..

Die großen Catcher-Skandale

Teil 1 - Zeltschlacht und Jugendverbot

In rund 50 Jahren Catch-Geschichte gab es viele glanzvolle Epochen, aber ebenso auch schwierige Zeiten, die manchmal das Ende einer Karriere bedeuten konnten. Von Zeltschlachten in den 50er Jahren über Veranstalter, die sich mit der Kasse aus dem Staub machten, ohne das Programm einzuhalten, bis hin zum Mordverdacht an einem Bremer Gastwirt - wie man sieht, steckt die Geschichte des Catchens voller unrühmlicher Geschichten. wwf4ever.de präsentiert euch an dieser Stelle, als erste Internetseite überhaupt, die genauen Hintergründe. Ältere Catch-Fans werden nun sicherlich in Erinnerungen schwelgen.

Mit dem Beginn des Catchens waren die ersten Skandale natürlich nicht weit entfernt. Sie nahmen solche Ausmaße an, dass sich Polizei, Ordnungsämter und Gerichte schon früh einschalteten. Hannover - die spätere "Welthauptstadt des Catchens" - erlebte so manche Zeltschlachten. 1953 wollte der Veranstalter Albert Rienas ein Turnier austragen, dass den Zugang von Jugendlichen unter 18 Jahren vorsah. Bereits vorher waren den Behörden solche Vorgänge ein Dorn im Auge. Das Ordnungsamt verweigerte Rienas die Austragung, worauf dieser Beschwerde vor Gericht einlegte. In München beschäftigte man sich in Rudolf Zurths Turnieren auch mit dem Zugang von Jugendlichen unter 18 Jahren. Gerichte und Ordnungsämter schickten Kommissionen. Diese kamen zu dem Ergebnis, dass Catch-Turniere auf Jugendliche verrohend wirken. Das Verwaltungsgericht Bremen lehnte Rienas Klage schließlich 1953 ab und erließ ein Jugendverbot für Catch-Turniere.

Im August 1953 erlebte Hannover eine Straßenschlacht vor dem Catcher-Zelt in der Nähe der Christuskirche. Sie sollte weitreichende Folgen haben. Für Anfang August plante Veranstalter Scheffler ein "Weltmeisterschaftsturnier" mit 30 Catchern. Nachdem es wenige Wochen vorher bereits eine Prügelei zwischen Polizisten und Besuchern gab, eskalierte die Situation erneut. Schefflers Turnier wurde zunächst bis zum 08. August genehmigt. Zwei Tage später standen jedoch wieder rund 1000 Besucher vor dem Zelt. Sie hatten ihre Eintrittskarten bezahlt und verlangten sofortigen Einlass. Das Ordnungsamt Hannover verbot die Veranstaltung, da die Genehmigung am 08. August ausgelaufen war. Daraufhin kam es zu einer dreistündigen Straßenschlacht zwischen Besuchern, Catchern und Polizisten. Einer ganzen Polizeihundertschaft gelang es nicht, die wütende Menge zu beruhigen. Die Situation eskalierte: Da die Catch-Fans keinen Einlass fanden, flogen Biergläser und Steine umher. Ein Besucher erlitt schwere Verletzungen durch Messerstiche. Der Polizeipräsident setzte den Wasserwerfer ein. Erst jetzt ließ sich die verfahrene Situation unter Kontrolle bringen.

Scheffler kündigte rechtliche Schritte an. Am nächsten Tag marschierten die wütenden Catcher ins Regierungspräsidium, um eine einstweilige Verfügung vor dem Verwaltungsgericht Hannover zu erwirken. Das Zelt stand immer noch. Die Polizei riegelte aber alle Eingänge ab. Trotz des Verbotes erschienen wieder einige hundert Menschen. Aufgrund des Tumults gab es vermehrt Beschwerden wegen Ruhestörungen. Scheffler begründete die einstweilige Verfügung damit, dass ein Konkurrenzunternehmer seine Turniere offensichtlich verhindern will. Mitte August wollte ein Konkurrent ein zweites Turnier in Hannover starten. Doch das Verbot wurde wegen den Tumulten und Ruhestörungen erlassen. Am 13. August genehmigte das Verwaltungsgericht Hannover Schefflers Turnier. Scheffler kündigte aber an gegen die Stadt Hannover auf Schadensersatz zu klagen.

In den Jahren nach 1953 gab es immer wieder Tumulte. Eine erste Konsequenz daraus zog der Stadtrat Hannover im Oktober 1953. Soweit möglich wurden künftige Catch-Turniere aus dem Stadtinneren verband. 1954 kam es zur Auseinandersetzung zwischen der Stadt Hannover und dem 1951 neu gegründeten "Verband Deutscher Berufsringer (VDB)". Stadtdirektor Karl Wiechert (1899-1971) untersagte das für April 1954 vorgesehene VDB-Turnier unter Veranstalter Fritz Müller. Offiziell ließen die Behörden verlauten, dass die Veranstaltung aus "moralischen Gründen" verboten wurde. Es bestehe eine Gefahr für die Jugend. Außerdem seien die Pfiffe und Beifallsrufe unzumutbarer Lärm. 170 Berufsringer waren vorgesehen für ein ausverkauftes Zelt zu sorgen. Stadtdirektor Wiechert ging noch weiter und erließ ein Verbot für Catch-Turniere im Stadtinneren von Hannover. Man verzichtete wegen des Verbotes der VDB-Veranstaltung auf rund 1200 DM Vergnügungssteuer täglich. Diese Steuer konnte bis zu 20% betragen. Also eigentlich eine gute Einnahmequelle. Traf man die Turniere bisher u.a. auf dem Aegidientorplatz an, rückte nun der Schützenplatz - wo seit den späten 40er Jahren veranstaltet wurde - in den Vordergrund. Der Tumult in Hannover war zwar schon etwas größer als andere in dieser Zeitspanne, aber auch spätere Vorfälle stellten das Catchen negativ ins Rampenlicht.

Teil 2 - Rux gegen Zurth

"Boxer im Catcher-Lager" - 1952 war diese Situation Auslöser für viele Proteststürme aus der deutschen Boxszene. Nach Peter Müller und Wilson Kohlbrecher wechselte im Oktober 1952 eine weitere bekannte Boxgröße namens Konrad "Conny" Rux ins Münchner Catcher-Lager von Veranstalter Rudolf Zurth. Es gab dabei eine Parallele zu Müller: Rux' Catcher-Laufbahn dauerte keine zwölf Monate. Auch Müller scheiterte, obwohl er energisch trainierte, um letztendlich doch zum Boxen zurück zu kehren. Das erreichte Rux nicht mehr, da ihn die Berufsboxer-Loge auf Lebenszeit sperrte. Man war sehr erbost, dass ausgerechnet eines der besten Zugpferde zu den Feinden des Profiboxens, den Catchern, übertrat. Zurth lockte ihn schon 1950. Aber erst zwei Jahre später, als Deutschlands Catcher-König satte 100.000 Mark Jahresgehalt bot, wurde Rux weich. Doch von Harmonie und Zusammenarbeit war zwischen beiden im Frühjahr 1954 nicht mehr viel zu spüren. Zuvor schaltete sich Rux' ehemaliger Manager Bruno Müller ein. Er klagte vor dem Berliner Landgericht auf Schadensersatz, da Conny beim überraschenden Wechsel nach München noch unter Müllers Rige stand. Zur Debatte stand der 5-Jahres Vertrag als Boxer. Dann allerdings folgte die Klage von Rux gegen Zurth, die die Gerichte bis Anfang 1958 beschäftigen sollte. Rux klagte, um seinerseits Geld aus einem nicht eingehaltenen Vertrag zu bekommen. Der Prozess Rux gegen Zurth ging über drei Instanzen und endete schließlich mit der Niederlage des Veranstalters vor dem Münchner Landesarbeitsgericht. Aber am Schluss ertönte das Gelächter vieler Zuschauer, die den größten Gerichtsprozess des frühen Catchens miterleben durften. Wie es dazu kam, schildert dieser Teil unserer Serie: "Die großen Catcher-Skandale".

Conny Rux, Jahrgang 1925, wuchs in Berlin auf und arbeitete nach seiner Schulzeit im Werkzeugbau des späteren VEB (Volkseigener Betrieb) Signal- und Sicherungstechnik in Berlin-Treptow. Als Jugendlicher kam er zum Boxsport, wo er gut 20 Amateurkämpfe bestritt. 1943 schickte man ihn zur Kriegsmarine nach Norwegen. Conny geriet noch kurzzeitig in Gefangenschaft, bevor es ihn, nach Kriegsende, ins Lager der Radrennfahrer zog. Dort war der große und blonde Sportbegeisterte schon seit seinem 14. Lebensjahr zu Hause. Sein Vater versteckte das alte Rennrad, bis Conny aus Norwegen zurückkehrte. Er musste nicht lange danach suchen, um neu zu starten. Am 09. September 1945 besiegte er die gesamte Radrennfahrerelite Berlins im Fliegerrennen. Doch der Verdienst war äußerst bescheiden. Im Januar 1946 entschied sich Conny dafür Berufsboxer zu werden. Altmeister Richard Naujocks erkannte das Talent des jungen Burschen. Schnell kontaktierte er die zuständige Boxkommission, die einen Prüfungskampf festlegte. Der Gegner ging in der zweiten Runde K.o.. Wenige Monate später, am 05. Mai 1946, bestritt Rux den ersten Profikampf im Halbschwergewicht. Naujocks, ein kleiner, grauhaariger Mann, trainierte ihn ein knappes Jahr, bis Rux 1948 Bekanntschaft mit dem Boxmanager Bruno Müller machte. Den Wechsel arrangierte der Amateurboxer Wassi. Es war schon eine merkwürdige, teils seltsame Zusammenarbeit zwischen Rux und Müller. Anfangs respektierten sie sich. Es kam jedoch öfters zu ernsten Streitereien, vor allem wegen Schiebungen und Gagen.

Ihre erste gemeinsame Trainingsstätte in Berlin war ein Freiluftring auf dem Dach des unversehrten Hauses Bendlerstraße 11-14. Schon hier sackte sich Müller mindestens 50% der Gagen ein. Trotz seiner vergleichsweise kurzen Laufbahn als Profiboxer, erreichte Rux wesentliche Erfolge: 1949 Deutscher Meister im Halbschwergewicht; 1952 Europameister. Den Titel des Europameisters gab er beim Übertritt zu den Catchern kampflos auf. Das nahm man ihm noch Jahre später übel. Im Jahr 1950 heiratete Conny die Tochter der Schauspielerin Olga Tschechowa, Ada Tschechowa. Olga hatte diese Ehe nie wirklich gebilligt, da das schon die dritte Ehe ihrer Tochter war. Hinter den Kulissen begann schon jetzt ein Grabenkrieg zwischen Ada, Conny und Manager Bruno Müller. Sein Boxmanager war außer sich, als er von der Hochzeit erfuhr. Das Geschäft stand im Mittelpunkt, das Müller nun freilich gefährdet sah. Zu allem Überfluss war Ada auch noch älter als Conny. In dieser Zeit nicht gerade konform. Conny hatte auch kein geregeltes Privatleben. Der Blondschopf wurde in Sportkreisen zeitweise als Schmelings Nachfolger gehandelt. Einen ersten Knick bekam seine Karriere am 20. August 1950 im Ring der Berliner Waldbühne. Vor 25000 Zuschauern verlor Conny gegen den US-Amerikaner Gene "Tiger" Jones. In der fünften Runde ging er K.o.. Die Zuschauer tobten, dass ausgerechnet dieser schwarze Amerikaner die deutsche Nachwuchshoffnung besiegen konnte. Von Schiebung und Flaschenkampf war hier die Rede. Ada Tschechowa schwieg bis zum November 1952, als die Geschäftsbeziehung zwischen Rux und Müller längst der Vergangenheit angehörte. Sie, die fast alle Profikämpfe ihres Mannes am Ring verfolgte, kannte das Treiben hinter dem Ring genau. Müller und dessen Geschäftspartner Fred Kirsch erschienen wenige Tage später bei Rux in der Wohnung. Ada hörte noch, wie Müller sagte: "Du musstest verlieren, du warst zu schlecht in Form." Prompt erschienen diese Zeilen in einer Illustrierten. Der Vorwurf von Absprachen kochte im September 1952 erneut hoch, als Rux gegen den Belgier Karel Sys durch K.o. verlor. Es war gleichzeitig Connys letzter Kampf als Boxer. Ein Zeitungsartikel berichtete davon, wie Müller angeblich zu seinem Schützling sagte: "Bei dem Kampf heute verliert Sys nach Punkten. [...] In Brüssel soll's dann reell gehen, da dürft ihr mal zeigen, was ihr könnt!"

Ada Tschechowa veröffentlichte Ende 1952 weitere Zeitungsartikel, die tief ins Business ihres Mannes eintauchten. Kein Wunder, dass Müller darüber alles andere als erfreut war. Bald gab es deshalb eine erste Gerichtsverhandlung. Doch Müller hatte noch ein anderes Problem: Seine einstige Geldmaschine Conny Rux wechselte zu den Catchern. Rux verlängerte seinen Boxvertrag am 17. Mai 1951 für weitere fünf Jahre, ohne auf das Kleingedruckte zu achten. Von 100 Mark Verdienst blieben ihm, nach eigenen Angaben, nur 18 Mark. Ob das stimmte war für Deutschlands Catcher-König Rudolf Zurth relativ uninteressant. Er hielt nur Ausschau nach weiteren Talenten. Am Rande des "Großen Bayernpreises", den Zurth gerade im Münchner Zirkus Krone plante, erschien eine bekannte Größe aus der Sportpresse zusammen mit Rux im Büro von Zurth. Nach mehreren Diskussionen wurde man sich Mitte Oktober 1952 schließlich einig. So schnell wie möglich sollte Rux ins Catcher-Lager übertreten. Die Boxszene und vor allem Müller wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Dieser Wechsel kam so überraschend, dass die gesamte Boxszene für kurze Zeit erstarrte. Connys Entscheidung blieb nicht ohne Folgen: Knapp vier Wochen später sperrte ihn der "Verband der Faustkämpfer (VdF)" in Berlin auf Lebenszeit. Was allerdings schwerer wog, war der Vertragsbruch mit Müller. Müller erhob Klage vor dem Landgericht Berlin-Charlottenburg. Einerseits verlangte er Schadensersatz aus dem Vertrag von 1951, sowie einen Widerruf der Anschuldigungen durch Ada Tschechowa. Conny hatte das Problem, dass beim Wechsel zu Zurth in seinem Vertrag mit Müller die Worte "auch die Verwertung des Namens" standen. Somit bestand automatisch ein Anspruch auf Teile der Gage, die Rux bis Vertragsende kassieren sollte. Im Hintergrund willigte Zurth ein, 50% der Vergleichssumme zu übernehmen, falls sich Conny denn auf einen Vergleich einlässt. Um nicht horrende Summen zahlen zu müssen, pochte Zurth darauf, dass Conny erst seine Zustimmung einzuholen hätte. Das aber geschah nicht und führte schlussendlich zum zweiten Prozess.

Im Januar 1953 begann die Prozessserie unter den Augen von zahlreichen Reportern und Kameras. Auch etliche Sportfunktionäre interessierten sich für das Spektakel. Ende Mai einigten sich beide Parteien auf einen Vergleich. Das Landgericht verurteilte Rux zur Zahlung von 12500 Mark als Ausgleichssumme. Ada zog zwar ihre Anschuldigungen zurück, wiederholte sie jedoch 1954 erneut. Mit diesem Vergleich war Müller einverstanden, Zurth hingegen nicht. Das nächste Problem für Conny sollte bald bevorstehen. Wie verlief nun seine "Karriere" als Catcher? Zurth errichtete schnell einen zweiten Ring im Elefantenstall des Zirkus Krone. Hier sollte Conny schnellstmöglich alle Grundlagen des Catchens erlernen. Wenige Tage nach Vertragsunterzeichnung gab Conny sein Debüt im Catcher-Ring gegen Erich Koltschak. Koltschak unterlag schon binnen fünf Minuten vor den rund 2200 Zuschauern des Zirkus Krone. Zurth schrieb 1959: "Als Rux in den Ring kletterte, ging - wie erwartet - der Trubel los. Die Hälfte des Publikums klatschte begeistert Beifall. Die andere Hälfte, hauptsächlich die Box-Anhänger, pfiff aus vollen Lungen." Anfangs brachte Conny gutes Geld für seinen Arbeitgeber. Es war der Name und weniger seine Ringleistung, die das Interesse der Zuschauer auf sich zog. Die Kritiker warteten natürlich nur auf eine Niederlage. Als ihn Zurths Kampfmaschine, I.K-staatenlos, Ende Oktober 1952 halb bewusstlos prügelte, war sein vorzeitiger Rückzug vom Catchen schon fast besiegelt. Zurth gab ihm dennoch ein paar Chancen, so dass er bald 87000 Mark an Gagen verdient hatte. Warum Conny letztendlich scheiterte, begründete Zurth so: "Rux beschränkte sich im Kampf auf das, was er bei seinen ersten Nachhilfestunden gelernt hatte. Wahrscheinlich trug er sich nie mit der Absicht, länger bei mir zu bleiben, als unser erster Vertrag lief, das heißt auf die Dauer eines Jahres. [...] Rux vernachlässigte sein Training, bot immer dasselbe Repertoire und kümmerte sich nur um die Aufstellung seiner Spielautomaten."

87000 Mark waren für den Berliner offensichtlich zu wenig gewesen, da klagte er kurzerhand gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Rudolf Zurth vor dem Münchner Arbeitsgericht. Im März 1954 begann der Prozess, in dem Rux Zurth auf Zahlung von 6250 Mark verklagte. Die Hälfte der Ausgleichssumme, die Rux damals an Müller zahlen musste. Zurth hatte bereits 1000 Mark an Rux gezahlt, die restliche Summe aber verweigert. So hätten sich Rux und Müller ohne seine Zustimmung geeinigt, was ebenfalls Bestandteil des Prozesses war. Laut dem Kläger sei die Zahlung in einem Zusatzvertrag vereinbart worden. Conny konnte das Formular aber nicht mehr finden. Zurth tischte seine Version der Geschichte auf: Demnach hätte ihm Rux zugesichert genügend Belastungsmaterial gegen Müller zu haben. Sprich er werde den Prozess in Berlin gewinnen. Von Müller sei so oder so nichts zu holen. Aber Conny verlor den Prozess gegen Müller. Die erste Runde im Prozess Rux-Zurth endete ohne Ergebnis. Das Gericht setzte einen zweiten Termin fest. Im Juli 1954 verurteilte das Arbeitsgericht München Zurth zur Zahlung von 50% der Ausgleichssumme. Dieser akzeptierte das Urteil allerdings nicht und ging in Berufung. Das Landesarbeitsgericht urteilte jedoch genau so, was Zurth dazu veranlasste vor das Bundesarbeitsgericht in Kassel zu ziehen. Der Revision wurde stattgegeben und das Urteil vom Landesarbeitsgericht Ende 1957 aufgehoben. Die Bundesrichter verwiesen den Fall jedoch nach München zurück, wo nun die letzte Runde im Frühjahr 1958 beginnen sollte.

Im Zusatzvertrag mit Rux stand zwar der Satz: "Sie wollen bitte zuvor meine Genehmigung dazu einholen", was allerdings keiner Verpflichtung entsprach. Die Richter vom Landesarbeitsgericht sahen keinen Vertragsbruch darin, dass sich Rux ohne Zurths Zustimmung mit Müller einigte. In dem Zusatzvertrag sei lediglich eine Bitte formuliert worden. Das Gericht verurteilte Zurth in letzter Instanz zur Zahlung von 6250 Mark. Zurth ergriff das Wort und meinte: "Wenn hier auf der Tür steht 'Tür schließen', dann muss ich sie zumachen, wenn ich hinausgehe. Wenn aber angeschrieben steht 'Bitte Tür schließen', dann ist das nur eine Bitte, der ich nicht nachzukommen brauche. Ist das richtig?". Der Vorsitzende und die Zuschauer lachten. In der volkstümlichen Auffassung hatte er recht, doch die Juristische sei eben anders.

Conny Rux "investierte" seine 87000 Mark für den Vertrieb von Spielautomaten in München. Lange ging dieses Geschäft aber nicht gut, wie auch die Ehe zu Ada. Er reiste für mehrere Jahre ins Ausland, kehrte letztendlich aber doch nach Berlin zurück. Man sah ihn in ein paar Filmen und er verkaufte später Schmieröl. Seine Leidenschaft für das Radfahren hat er nie verloren. So sah man ihn gerne im Berliner Grunewald radeln. Am 12. Januar 1995 starb Conny 69-jährig in Berlin.

Teil 3 - Schurl gegen Robertson

"Ringerskandal des Jahres", schrieb eine Wiener Zeitung 1963. Drei Polizeiwagen rasten zum Café "Münzamt", wo es angeblich eine heftige Schlägerei gab. Am Boden lag der verletzte Kanadier Freddy Robertson. Zwischen Tisch und Sessel liegend musste er ins Krankenhaus gebracht werden. Mit insgesamt acht Klammern wurde die Stirnwunde behandelt. Gleichzeitig erstaunt wie fassungslos war man, als Robertson die Schuldigen nannte. Natürlich sei er selbst nicht schuldig. So hätten ihn Georg Blemenschütz, dessen Frau und Ringrichter Marko mit Sessel und Aschenbecher attackiert. Ausgerechnet unser "Schurl" Blemenschütz dachten da viele Catch-Freunde. Schurl war der Ringerheros vom Wiener Heumarkt. Als Catcher und Veranstalter baute er die "Knochenmühle" zum Schauplatz großer Turniere auf. Das ist nur ein Spitzname, den die Zeitungen für die Heumarkt-Veranstaltungen fanden. Wie Hannover so entwickelte sich auch Wien, seit den späten 40er Jahren, zur Catch-Hochburg. Tausende Menschen sahen die teils wochenlangen Sommerturniere. Wien - die Stadt der starken Männer - beherbergte schon vor den Catchern kräftige und weit bekannte Männer. Josef Steinbach, Rudolf Benold, Franz Mileder, Georg Jagendorfer, Josef Grafl, Karl Swoboda oder der Mann mit der Eisenkraft, Wilhelm Türk, bildeten eine lange Reihe von Kraftakrobaten, Berufsringern und Schaustellern, die in Wien ihren Erfolg suchten.

Schurl hingegen kämpfte zwar später, seine Bekanntheit hatte aber die seiner Vorgänger mitunter sogar übertroffen. Jetzt sah sich der beliebte Schurl mit einer Strafanzeige wegen schwerer Körperverletzung konfrontiert. Sein Kritiker Robertson, ein kräftiger Herr aus Kanada, erstattete Strafanzeige gegen Schurl, dessen Frau und Ringrichter Marko. Hinter den Kulissen brodelte es bereits zwischen Robertson und seinem bisherigen Arbeitgeber Schurl Blemenschütz. Vor dieser Prügelei war Robertson Catcher eines Heumarkt-Turniers. Schurl war Matchmaker und kämpfte gerade vor den begeisterten Fans. In der Ringergarderobe der Heumarktarena tuschelte während dessen Robertson herum: "Was der Alte heute wieder aufführt!", nahm jemand zum Anlass, ihn bei Schurl zu verpfeifen. Blemenschütz hatte genug gehört und kündigte kurzerhand den Saisonvertrag mit Robertson. Der Querulant im Catcherlager protestierte aber lauthals. Es kam zum Wortgefecht: Robertson bestand auf Vertragserfüllung, da er für die gesamte Saison abgeschlossen wurde. Er forderte sogar einen Titelkampf, da er besser sei als der bisherige Champion Blemenschütz. Schurl riss sich den Gürtel vom Leib und schrie: "Soll das heißen, dass ich nicht ringen kann?" Er solle sich nicht so aufregen und stattdessen die Herausforderung draußen im Ring ankündigen, forderte Robertson. Doch die Veranstaltungsleitung fand einen Grund um ihn loszuwerden.

Demnach sei Robertson des Diebstahls in der Garderobe überführt worden. Auf eine Anzeige wolle man aber verzichten, wenn er sofort aus Wien verschwindet. Man bot ihm 15.000 Schilling als Abfindung an. Robertson ließ sich jedoch nicht so leicht abwimmeln. Er schaltete seinen Anwalt ein und erstattete Anzeige wegen Erpressung. Die Volksseele zwischen Schurl und Robertson kochte. Nun kam die besagte Prügelei im Café Münzamt. Blemenschütz sei um Mitternacht gekommen und habe ihn dann ohne Grund attackiert, gab Robertson zu Protokoll. Dabei sei er noch tatkräftig durch seine Frau und Ringrichter Marko unterstützt worden. Vor dem Eintreffen der Polizei waren die Beschuldigten in Richtung Stadtpark gelaufen. An diesem Abend konnten sie nicht mehr gestellt werden. Es begann aber eine Welle von Anzeigen, Vorwürfen und Gerichtsverfahren.

Das Wiener Strafbezirksgericht unter Dr. Peter Jann verhandelte den Fall bis 1964. Zur Erpressungsanzeige kam nun die Anzeige wegen schwerer Körperverletzung. Die Geschehnisse wurden durch Robertsons Aussagen zu einseitig gewertet. Wiener Zeitungen schrieben von einer "üblen Affäre" und "blutigen Überfall". Übertreibungen, die durch Robertsons Aussagen noch weiter hoch kochten: "Der Schurl will mich nur loswerden, weil er Angst hat, ich könnte ihn in einem echten Ringkampf, der nicht gestellt ist, besiegen." Robertson behauptete ferner, dass Blemenschütz als Ringer in besonderer Position, Kollegen angreift und kampfunfähig macht. Schurl sah sich durch übertriebene Presseberichte in seiner Ehre verletzt, und schaltete ebenfalls einen Anwalt ein. Im Spätsommer 1963 landeten die ersten Anzeigen bei Gericht. Das Gericht musste nun einerseits die Klagen verhandeln, und andererseits die Kämpfe am Wiener Heumarkt auf ihre "Echtheit" hin überprüfen. Für viele Zeitungen waren Catch-Turniere sowieso nur Scheinringkämpfe. Die allseits bekannte Diskussion um Schiebungen und Absprachen erreichte also auch Österreich.

Im Dezember 1963 schließlich kam eine erste Verhandlung vor dem Wiener Strafbezirksgericht. Die Klägerseite (Blemenschütz) warf einem Wiener Wochenblatt Vortäuschung falscher Tatsachen vor. Die Beklagten nannten eine lange Liste von ehemaligen Catchern, die die Echtheit dieser Turniere anzweifeln sollten. Der Anwalt von Schurl präsentierte ebenfalls eine Liste von aktiven Catchern, die ihr Metier als reell schriftlich bestätigten. Die Überprüfung der behaupteten Echtheit stellte die Justiz jedoch vor ein Problem. Es gab dafür keinen vorgefertigten Gesetzestext, auch Sachverständige fehlten. Ein erster Augenscheintermin brachte kein Ergebnis. Das Gericht setzte einen zweiten Termin fest. Am Ende aber blieb offen, wie denn nun genau das Treiben auf dem Heumarkt zu bewerten sei. Durch Zeugenaussagen wurde die Anwesenheit von Blemenschütz im Café bestätigt. Gegen Zahlung einer Geldbuße stellte man das Verfahren ein. Die schwere Körperverletzung konnte Robertson nicht nachweisen. Für die Heumarkt-Fans indessen war es ein witziger Anblick, wie Sachverständige und Ordnungsbeamte die Echtheit überprüfen wollten. Sie gingen dennoch zu den Turnieren, die trotz dieser Vorwürfe Tausende Menschen anlockten.

Die Wiener Catch-Szene verzeichnete Mitte der 50er Jahre einen Zuschauerrückgang. Erst der deutsche Veranstalter Gustl Kaiser brachte das Catchen am Heumarkt wieder nach oben. Mit dem "Preis der Nationen" (1955) und dem "Großen Preis von Österreich" (1956), gelang Kaiser der Durchbruch in Wien. Blemenschütz führte ab 1957 die Geschäfte weiter. Kaiser, 1907 in Rehau (Oberfranken) geboren, verdrängte beinahe die gesamte Konkurrenz im mitteleuropäischen Raum. Nach den ersten hektischen Jahren, blieb Kaiser bis Mitte der 70er Jahre, der erfolgreichste Veranstalter von "Internationalen Berufsringkampf Turnieren". Rund 12 Millionen Menschen besuchten die IBV-Turniere im Zeitraum von 1946 bis 1976. Kaiser veranstaltete zwar selbst "Catcher-Turniere", nannte seine Ringer aber lieber "Freistil-Berufsringkämpfer". Die Turniere wurden nach den Richtlinien des IBV durchgeführt. Eine Abgrenzung zu anderen Veranstaltern war so unumgänglich. Gustl Kaiser starb 1989.

Teil 4 - Skandal um Mr. Oddjob

Die Ringkampftumulte der 50er Jahre waren längst vergessen. Das 1953 vom Verwaltungsgericht Bremen erlassene Jugendverbot galt noch partiell bis 1985. Einen größeren Catcher-Skandal erlebten 1965 Heidelberg und Zweibrücken. Schillernde Hauptfigur darin war Harold Sakata, den Fans wohl besser bekannt als "Tosh Togo" oder "Mr. Oddjob" aus dem James Bond-Klassiker "Goldfinger". Ein Programmhinweis von 1965 titelte "Oddgob Togo". Rund 1300 Menschen strömten am Abend des 08.06.1965 in die Heidelberger Stadthalle. Auf dem Programm stand eine im Vorfeld groß angekündigte Catch-Veranstaltung der Pariser Agentur "Ghenassia-Sellet". Man habe den weltberühmten Catcher Harold Sakata für eine Tournee durch Deutschland verpflichten können. Nach Heidelberg kamen an diesem Abend noch Edy Wiecz, Frank Valois, Ludwig Straub, Daniel Nocet, Francis Louis, Pat O'Connor, Cheri Bibi und Pierre Bernart. Aus Sicht einiger Zuschauer verlief die ganze Show von Anfang an merkwürdig. Das Match Valois-Wiecz überzeugte immerhin am meisten. Die Hauptattraktion des Abends, Mr. Oddjob, bekamen die Fans jedoch nicht zu Gesicht. Wie auch, da Sakata für den IBV (Internationaler Berufsringkämpfer Verband Hamburg) - Veranstalter Gustl Kaiser zur gleichen Zeit in Krefeld kämpfte. Der Ringsprecher verkündete kurz vor dem 3. Kampf, Sakata sei irgendwo in Frankreich verunglückt und könne deshalb nicht antreten. Daraufhin riefen 1300 Heidelberger: "Schiebung" und "Geld retour". Ein Pfeifkonzert ertönte in der Stadthalle - und nun lief die Maschinerie an. Zeitungen titelten: "Goldfinger-Killer Oddgob catchte in Krefeld - Heidelbergs Freistil Fans wurden getäuscht - Hauptakteur bei einem anderen Veranstalter unter Vertrag", "Skandal bei den Catchern - Betrug mit dem Star Odd Job" oder "Heidelbergs Catch-Freunde hereingelegt."

Bereits seit dem 26. Mai hingen in Heidelberg viel versprechende Plakate, wonach Sakata gegen Edy Wiecz kämpfen sollte. Auch eine Autogrammstunde wurde versprochen. Hintermänner dieser vermeintlich großen Veranstaltung waren die franz. Manager Ghenassia und Sellet. Eine Freiburger Werbefirma war noch involviert. Nach Aussage des Werbezettels sei Sakata am 08. Juni um 17.00 Uhr exklusiv für Club-Mitglieder in der "Galerie-T" zur Autogrammstunde anwesend. Um 23.00 Uhr sei Sakata im "Sole D'oro" für weitere Autogramme. Presse und Fans warteten allerdings vergebens. Um 18.00 Uhr erschien dann plötzlich Ghenassia vor der versammelten Menge und sagte: "Er ist eben mit einem Flugzeug aus Paris in Basel gelandet. Unser Wagen wird ihn gerade rechtzeitig zu seinem Auftritt herbringen". Man müsse aber die geplante Autogrammstunde absagen. Verständlich, dass die Gesichter bei den Fans lang waren. Die Enttäuschungen gingen aber später weiter. Die Stadthalle ist eigentlich nur voll geworden, weil alle ihren Mr. Oddjob sehen wollten. Den kleinen unscheinbaren Zettel an der Abendkasse mit dem wörtlichen Hinweis: "Togo leider verunglückt ersäzt leider durch den Ex-Weltmeister der Riese Frank Vallois", bemerkte offenbar keiner. Ghenassia murmelte in gebrochenem Deutsch: "Togo wurde verunglückt". Noch hielt man sich seitens der Zuschauer bedeckt und schenkte dem keine Beachtung. Die Emotionen kochten erst über - wie bereits erwähnt - als Sakata nicht erschien. Im Publikum saß ein Freund von IBV-Veranstalter Gustl Kaiser namens Hans von Jankowski (IBV-Kampfleiter). Der IBV hatte Jankowski nach dieser Show entsendet, um die franz. Veranstalter Ghenassia und Sellet genauer zu beobachten. Jankowski nahm die Catcher und den Verlauf genauestes unter die Lupe. Am nächsten Tag schrieb er einen Brief an Gustl Kaiser nach Krefeld, in dem er die Show ausführlich skizzierte.


Harold Sakata, genannt "Tosh Togo" oder "Mr. Oddjob", brachte den späteren Nationalhelden von Japan Rikidozan 1951 ins Wrestling. Sakata war zusammen mit Hawaii Promoter Alexander Karasick, einer der wichtigsten Hintermänner zu Beginn der Rikidozan Ära in Japan.

Jankowski hatte demnach schon früh Unregelmäßigkeiten festgestellt. Er schrieb: "Ich ließ mich dann von dem Clubmanager in die Stadthalle fahren und machte mich bekannt. Es sind Franzosen, Ghenassia und Sellet. Sie bauten gerade den Kampfring, besser gesagt die Ringseile auf der Bühne auf. Kurzes vortastendes Gespräch und dann die Feststellung, daß Oddjob doch nicht kommt. Man bedauert, daß man von meiner Anwesenheit nichts gewußt hat, denn man hätte doch ganz gerne mich, als Heidelberger, mit verpflichten können. [...] Die Erwartung war hoch geschraubt. Alles wollte Oddjob sehen. Der Kampfring (flach) auf der Bühne war schlecht ausgeleuchtet. Die Ringseile hingen schlaff zwischen den Pfosten. Die Umwicklung der Seile hing zum Teil herunter. Ein mieser Anblick. Keine Musik, keine Parade. Schlechte Ansage und Bekanntgabe der Namen."

Die Manager versuchten Sakatas Fehlen herunterzuspielen. Doch der Skandal weitete sich aus, da Gustl Kaiser von dem Treiben in Heidelberg durch Jankowskis Brief erfuhr. Was war aus Sakata geworden? Er stand schon seit dem 03. Juni unter Vertrag bei Kaiser. Dieser setzte ihn für den Krefelder "Preis der Nationen" ein. Am 08.06.1965, also da wo Sakata in Heidelberg hätte kämpfen sollen, bestritt er in der Krefelder Rheinlandhalle einen Kampf gegen Europameister Horst Hoffmann. Kaiser verpflichtete Sakata dann ab dem 11. Juni für die "Europameisterschaft 1965" im Kölner Eisstadion. Ein Telefongespräch zwischen Kaiser und dem "Heidelberger Tageblatt" am 09. Juni brachte Aufklärung. Sakata stünde nach wie vor in Krefeld und ab 11. Juni in Köln unter Vertrag des IBV Hamburg. Sakata versicherte Kaiser, dass er die beiden merkwürdigen Veranstalter kannte. Sie hätten ihm eine Deutschland-Tournee versprochen. Zu einem Vertrag ist es laut Kaiser jedoch nie gekommen. Damit war offensichtlich geworden, dass die Heidelberger Catch-Fans von zwei findigen Managern getäuscht worden sind.

Nach der Veranstaltung wurde Ghenassia zur Rede gestellt. Wütende Catch-Fans verlangten eine Erklärung. Er habe den Vertrag mit Sakata hier und könne ihn sofort vorzeigen, murmelte Ghenassia. Es sei sogar eine Gage von 2000 DM pro Abend vereinbart worden. Natürlich wollten sie das Dokument sehen. Die Show war aber vorbei und das Geld in der Kasse. Ghenassia und Sellet nutzten die Gunst der Stunde und machten sich vom Acker. Die Heidelberger Catch-Show sprach sich herum. Die nächsten Veranstaltungen in Zweibrücken und Saarbrücken waren genauso "geplant" worden. 800 Zuschauer warteten am 09.06.1965 vergebens in der Westpfalzhalle von Zweibrücken auf Sakata. Die Pariser Agentur gab aber nicht mehr an, dass er verunglückt sei. Die Machenschaften sind aufgeflogen, und in Saarbrücken schaltete sich sogar die Polizei nach einer Betrugsanzeige ein. Trotzdem war in Saarbrücken selbst am Tage der Veranstaltung nichts genaueres bekannt. Die Werbung für Sakata hing immer noch. Die Heidelberger Catch-Fans sahen ihr Geld nicht wieder. Ghenassia hatte rechtzeitig vor der Show einen Hinweis auf einen Zettel geschrieben. Man bezahlte und bekam ein paar, wenn auch mittelmäßige, Kämpfe präsentiert. Beschwerden blieben erfolglos, da Sakata durch Frank Valois ersetzt wurde. Aber wäre das vorher bekannt gegeben worden, dann hätte die Stadthalle keine 1300 Besucher gehabt. Mit der Werbung lohnte sich das Geschäft durchaus.

Gustl Kaiser bezeichnete solche Veranstalter als "Hasardeure". Generell gab es im Berufsringerlager auch in den 60er Jahren eine strikte Trennung zwischen "Freistil-Berufsringkämpfern" und "Catchern". Die Ringer im Hamburger IBV wollten nicht "Catcher" genannt werden. Sie kämpften zwar nach gelockerten Freistil-Regeln, traten aber ausschließlich in sog. "Internationalen Berufsringkampf Turnieren" an. Diese Turniere standen unter Aufsicht des IBV, der eine eigene Satzung hatte. Kaiser war durchaus kein 100%iger Catch-Gegner. Er bezog ja selbst Ringer, die einmal Catcher waren oder danach welche wurden. Mit der Bezeichnung "Catchen" konnte er sich dennoch nie wirklich anfreunden.

Teil 5 - Der kämpfende Bär

Das Catchen erlebte in den 70er und 80er Jahren seine Glanzepoche, als Millionen von Menschen die großen Turniere in Mitteleuropa besuchten. Mittlerweile haben sich mehr Veranstalter etabliert, die das "Rummelplatz - Image" von einst endgültig abschaffen wollten. Leider ein trostloser Versuch, da vereinzelte Veranstalter genügend Zündstoff für die Presse lieferten. Neben Gustl Kaiser - der bereits seit 1946 Turniere austrug - waren Paul Berger, Edmund Schober, Heinrich Kaiser und Nicola Selenkowitsch bekannte Veranstalter in Deutschland. Hamburgs Catcher-König war für eine gewisse Zeit Sven Hansen, der u.a. am Heiligengeistfeld Turniere durchführte. In den ersten Nachkriegsjahren standen Catch-Turniere hoch im Kurs, und das schien sich auch jetzt fortzusetzen. Am 02.10.1976 aber wird eine Fernsehsendung im ZDF zum herben Schicksalsschlag. Bis in den letzten Winkel der Bundesrepublik konnte man diese Sendung sehen. Sie erzeugte eine allgemeine mitunter scharfe Kritik am Catchen und stärkte die Position der Kritiker. Ihre schon vorgefasste Meinung blieb freilich bis zur Jahrtausendwende bestehen. Ein schleichender Zuschauerrückgang begann, so dass sogar Hannover und Bremen ihre "CWA" Tore schließen mussten.

Im "Aktuellen Sportstudio" in Wiesbaden war für den 02.10.1976 ein Kampf zwischen Roland Bock und dem Catcher-Bär "Yogi" angekündigt worden. Hinter "Yogi" verbarg sich eine echte 14-Jährige Braunbär-Dame aus der Ukraine. Sie war Teil einer Catcher-Truppe, die seit 1976 durch Deutschland tourte. "Internationales Damen - und Herren Catch" ließ der Veranstalter - die "Euro Catch GmbH" aus Tuttlingen - auf zahlreichen Programmhinweisen abdrucken. In dieser Truppe fand man Linda Blair, "die Catcherin mit der größten Oberweite", Kung Fu, "der Nachfolger von Bruce Lee", Joe Critchley, "Europas größter Catch-Clown", Peter Kayser, Dennis King, Micki Sulivan, Barbarella, Ian Gilmour, Peter Gurr und der 150kg Brocken Denny Lynch. Die Bären-Dame Yogi wurde als Sensation verkauft, in dem sie die rabiaten Catcher in schach hielt. Auch einige Zuschauer versuchten ihr Glück, denn immerhin winkten 100 Mark, sollte Yogi im Ringstaub landen. Im August 1976 musste ein Bäcker in Bad Segeberg seinen Mut mit einem gebrochenen Bein bezahlen. Der Kampf dauerte nur 3 Sekunden. Ein 38-Jähriger brach sich den Arm.

Führender Kopf der Catcher-Truppe war Roland Bock, Ex-Europameister der Amateurringer von 1970. Unter Veranstalter Gustl Kaiser gewann Bock die "Deutsche Meisterschaft", das "Europa - Championat", die "Europameisterschaft" und den "Europa - Pokal" von 1974. Im Professionallager des IBV war für Bock aber bald das Ende gekommen, da sich interne Meinungsverschiedenheiten anbahnten. Ein für 1975 angesetzter Kampf gegen Horst Hoffmann wurde schon abgesagt. Als Bock ausschied, rutschte in Kaisers Turnieren der aus Graz stammende Otto Wanz. Bock machte sich als Catch-Veranstalter einen schlechten Namen unter seinen ehemaligen "Kollegen". Man sah es nicht gerne, dass er Frauen und sogar Tiere antreten ließ. Der Hamburger Veranstalter Sven Hansen sagte in einem Zeitungsinterview am 04.10.1976: "Wir bemühen uns seit Jahren, das Catchen vom Geruch des Rummelplatzes zu befreien, und dann kommt Roland Bock mit einem catchenden Bären. Das ist absoluter Zirkus, den wir nicht mitmachen. Roland Bock ist es auch, der Frauen-Catchen veranstaltet. Ich hatte ihn zu Beginn seiner Catch-Laufbahn unter Vertrag, aber ich habe ihn - wie alle bedeutenden Catch-Veranstalter in der Bundesrepublik auch - rausgeschmissen, weil er charakterlich nicht in Ordnung ist und mit allen Mätzchen eine schnelle Mark machen will. Darum veranstaltet er jetzt selbst." Hansen reagierte damit auf die schon angedeutete Fernsehsendung im ZDF. Er war äußerst erbost über die Berichterstattung, die das Catchen allgemein ins schlechte Licht rückte. Bock sah darin aber die ideale Werbung für seine Catcher-Truppe. Als Sensation hätte sich der angekündigte Kampf Bock vs. Yogi sicherlich verkaufen lassen können, aber er kam nicht mehr zustande.

Das "Aktuelle Sportstudio" unter Moderator Dieter Kürten begann normal mit den üblichen Berichten zur Bundesliga. Vor dem geplanten Bärenringkampf traf der Engländer Peter Gurr auf den glatzköpfigen Hünen Denny Lynch. Zwei Catcher aus Bocks Truppe, die sich schon mehrmals gegenüberstanden. Lynch packte Gurr und hämmerte zweimal mit seinem Schädel auf ihn ein. Anschließend schleuderte er Gurr zu Boden. Gurr zog sich allerdings eine klaffende Platzwunde an der Stirn zu. Was schlimm aussah, war eine stark blutende Gesichtswunde, die später im Krankenhaus behandelt wurde. Dieses Szenario entwickelte sich jedoch zum "Blutbad" für das Catchen. Die Proteststürme begannen und erreichten eine seltene Heftigkeit. Moderator Dieter Kürten rief: "Ein Arzt! Ist ein Arzt unter den Zuschauern?" Die Mehrzahl der 150 Zuschauer war für den Abbruch des Spektakels. Sendeleiter Helmut Bendt sagte daraufhin das Match Bock vs. Yogi ab. Roland Bock versicherte, dass Yogi ein harmloser Braunbär sei. Yogi wartete bereits am Ring, doch Bock stieß auf taube Ohren und musste sich einer überzogenen Kritik entgegenstellen.

Im Mainzer Sendezentrum des ZDF glühten die Telefone und harsche Leserbriefe kamen per Post: "Die brutalen Szenen, die sich beim Auftreten der Catcher ereigneten, müssen jeden wirklich sportlich Gesinnten mit Abscheu und Ekel erfüllt haben." Eine Welle von Proteststürmen erzeugte vor allem die Presse: "Als das Blut floß, kam die Angst vor dem Bären" - "Blut im Studio lieben wir gar nicht." ZDF-Sportchef Hans-Joachim Friedrichs reagierte mit Ablehnung. Ein Zuschauer erstattete Anzeige gegen den Fernsehsender bei der Staatsanwaltschaft Mainz. Auch viele kritische Stimmen von Anhängern des Berufsringkampfes ertönten. Willi Baier - ehemaliger VDB-Vorsitzender - schrieb am 06. Oktober an Friedrichs: "Aktive Berufsringer oder Catcher, wenn Sie es so wollen, haben es nicht nötig, einen derartigen Zirkus mitzumachen, geschweige mit Bären zu ringen, was ja für Sie die Attraktion sein sollte." Trotz dieser Kritiken war Bocks Truppe bis November 1976 schon 150 Tage auf Tournee durch Deutschland. Man bezahlte für die Hauptsensation Bär vs. Catcher. Yogi trat noch bei Rudi Carells Show "Am laufenden Band" gegen Freiwillige an. Ein 17-Jähriger erlitt Prellungen. Erneut kam es deshalb zu Protesten. Manche deuteten schon an, Tierschutzverbände einzuschalten. Viele Ringkampffreunde sahen in Bocks Veranstaltungen eine Schädigung des Berufsringkampfes. 1978 jedoch kämpfte gerade der vielfach kritisierte Roland Bock gegen Japans Wrestling-Legende Antonio Inoki.

Sinn dieser ZDF Veranstaltung war es, die Echtheit des Catchens im Fernsehen zu untersuchen. Mal wieder gab es eine Diskussion um Scheinringkämpfe. Natürlich sahen die Kritiker ihre Position jetzt erst recht bestätigt. Catchen ist Zirkus, Spielerei oder sogar ein Blutbad. 10 Millionen Menschen sahen allerdings 1975 die Catch-Turniere in Deutschland. Eine Zuschauerzahl die man bei anderen Veranstaltungen vergeblich sucht. Skandale begleiteten das Catchen von Anfang an. In den 50er Jahren erreichten sie freilich größere Ausmaße, welche Teils in Schlägereien endeten.

Teil 6 - Klaus Wallas unter Mordverdacht

“Vermutlich konnte er nicht zahlen, wurde deshalb vielleicht in Beton gegossen und in der Weser versenkt” - so die Aussage eines Kripo-Beamten gegenüber der “Bild”-Zeitung im Juni 1992. Obwohl sich diese Zeilen später als unbegründet erweisen sollten, lieferten sie doch den Zündstoff für einen handfesten Catcher-Skandal. Verwickelt darin waren die beiden Ex-Catcher Klaus Wallas, mehrfacher österreichischer Meister im Judo und 1976 Olympia-Siebenter in Montreal, sowie der aus Bulgarien stammende Hüne Dimitri Dimoff, Spitzname “Jumbo”. Knapp drei Jahre nach dem Verschwinden des Bremer Gastwirts Oskar Schön, erließ ein Linzer Richter gegen Wallas und Dimoff Haftbefehl wegen dringenden Mordverdachts. Die haarsträubende Geschichte erregte nicht nur unter Catch-Freunden Aufsehen, auch eine z.T. sensationshungrige Presse fand mal wieder ein gefundenes Fressen.

Schön verschwand am 27. September 1989 spurlos vor seinem Lokal “Lambada” am Ostertorsteinweg in Bremen. Er soll 200.000 Mark bei sich gehabt haben, vermutlich um Spielschulden zu begleichen. Sein Nachtlokal war stadtbekannt, auch der 2004 verstorbene Catch-Veranstalter Nicola Selenkowitsch gastierte hier mehrfach. Am Abend vor Schöns Verschwinden bestätigte sich durch Zeugenaussagen, dass Wallas und Dimoff mit diesem zusammen “17 und 4” spielten. Der Gastwirt soll dabei 100.000 Mark verloren haben. Um die Schulden einzutreiben, vermutete die Bremer Kriminalpolizei lange, dass die beiden Ex-Catcher ihr angebliches Opfer vor dessen Kneipe abfingen und kaltblütig ermordeten. In dem belebten Bremer Stadtteil allerdings sehr schwierig durchzuführen. Tatsächlich waren Wallas und Dimoff an jenem Septembertag im Lambada unterwegs. Wallas gab zu Protokoll, dass Schön auffallend nervös am Gehsteig vor seinem Lokal wartete. Es hätte ihn allerdings nicht mehr interessiert, da er sein Auto aufsuchte, um nach Linz zurück zu fahren. Die brisante Geschichte erregte erst wieder Aufsehen, als der Linzer Richter Karl Makovsky am 16. Juni 1992 Haftbefehl gegen mehrere Personen erließ, dessen Schuld an Schöns Verschwinden nachgewiesen sei. Neben Wallas und Dimoff verhaftete die Polizei den 52-jährigen Karl H., den Kaufmann Wolfgang B. sowie den 32-jährigen Georg H.. Da verbotenes Glücksspiel an sich kein Haftgrund war, fand Staatsanwalt Reinhard Führlinger noch mehr Verdachtsmomente: Mord, Betrug, Schutzgelderpressung, Bandenbildung und Falschspiel. Ja sogar Waffenschmuggel wurde ihnen zur Last gelegt. Wie konnte es überhaupt zu diesen Vorwürfen kommen?

Was Wallas nicht ahnte: Bereits Monate vor seiner Verhaftung beschäftigte sich ein aus 20 Beamten bestehendes Polizeiteam um den Fall Oskar Schön. Nach dem man Wallas’ Telefon längere Zeit anzapfte, angebliche Verbindungen ins Glücksspielmileu feststellte und Anfang 1992 weitere Zeugen aussagten, erfolgte der Zugriff. Aus polizeilicher Sicht hat sich die Tat so zugetragen: Schön bekam einen Anruf, in dem ein Treffen am Abend vor seiner Kneipe vereinbart wurde. Wallas und Dimoff hätten ihn dann getötet, da Schön seine Spielschulden nicht begleichen konnte. Die beiden Tatverdächtigen gossen ihr Opfer in Beton, um es anschließend in der Weser zu versenken. Schöns Lokal war für Glücksspiele bekannt, weshalb die Polizei auch gleich Verbindungen zu dem Wiener Karl H. vermutete. Diesem wurden Verbindungen zur Wiener Untergrundszene nachgesagt. H. sagte später: “Wir haben ja gewusst, dass unser Telefon abgehört wird und haben deshalb schmähhalber über einen Spielgewinn von 400.000 Schilling geplaudert.”

Als die Polizei dann gezinkte Würfel bei einem der Catcher beschlagnahmte, geriet H. unter Mordverdacht. Wolfgang B. geriet in Verdacht, da er als Automatenaufsteller bei Schön einige Geräte installiert hatte. Zu guter Letzt musste auch Georg H. in U-Haft. Er war erwischt worden, wie er von den USA ein zum manipulieren von Spielautomaten konstruiertes Gerät nach Deutschland schmuggelte. Ein abgehörtes Telefonat mit Wallas sei Grund genug gewesen. Was an der ganzen Geschichte aber fehlte, war die Leiche des Gastwirts. Auch nach knapp drei Jahren blieb Schön wie vom Erdboden verschwunden. Richter Makovsky vernahm die Tatverdächtigen in stundenlangen Verhören. Mitte Juni 1992 entschied die Kammer des Linzer Landesgerichts, dass Dimoff vom Verdacht des Mordes freigesprochen wird. Die Darstellung der beiden Ex-Catcher konnte die Polizei nicht widerlegen. Es ist nie bewiesen worden, dass sich Schön mit jemandem getroffen hatte. Wallas und Dimoff haben ihn zwar am Tage seines Verschwindens gesehen, jedoch keinen Mord begangen. Auch alle anderen Verdachtsmomente mussten nach der Haftbeschwerde von Wallas’ Anwalt Dr. Wolfgang Moringer fallengelassen werden.

Am 01. Juli 1992 kam es zur Verhandlung vor dem Landesgericht, das nun über eine Verlängerung der U-Haft entscheiden musste. Der Senat befürwortete eine Entlassung Wallas’, wogegen sich jedoch Staatsanwalt Führlinger aussprach. Zur Verhandlung vor dem Linzer Oberlandesgericht kam es allerdings nicht mehr, da Führlinger, nur einen Tag später, den Haftbefehl zurückzog. Wallas und Dimoff konnten das Gefängnis nach zweiwöchiger U-Haft verlassen. Das Verfahren wurde ohne Auflagen eingestellt. Moringer sagte, um allen weiteren Gerüchten vorzubeugen: “Es wurde rechtskräftig festgestellt, dass der Verdacht gegen Wallas unbegründet ist.” Wallas hatte so seine eigene Meinung dazu: “Wamma groß is, kann ma leicht a Mörder sein. Dass die Kloan a giftig san, des glaubt kana. I kann nix dafür, dass i so g’wachsen bin. Nach der Optik derf ma net gehen. I bin a gefühlvoller Mensch.” Und das er groß war, kann man beim besten Willen nicht anzweifeln. Dazu noch gute 110kg auf die Waage brachte. Die Mordvorwürfe haben ihn sehr belastet, was auch zur einer Art Rufmord führte. Aber was verbindet ein Fanatiker des Catchens heute noch mit Wallas?

Klaus Wallas, gelernter Drogist, stammte aus dem österreichischen Saalfelden, wo er schon früh seine spätere Ehefrau Roswitha kennenlernte. Sie waren dann 16 Jahre lang glücklich verheiratet. Wallas ist einer der besten Judokas in Europa gewesen. Im Wohnwagen reiste er mit der Familie von Turnier zu Turnier, war in Bremen das letzte Mal 1986 als Catcher unterwegs. Wallas eröffnete in Linz gleich drei Lokale, wovon ihm aber nur noch sein “Cin Cin” blieb.

Das Catchen hat durch diverse Skandale einen schlechten Ruf bekommen. Jedoch fand man ähnliche Sachen, um Absprachen oder Schiebungen, auch in anderen Bereichen des Sports. Catchen zwischen Sportart und lachhafter Verspottung - der Profiringkampf hat es wahrhaft nicht leicht gehabt. Mit Teil 6 endet die Serie “Die großen Catcher-Skandale”.

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